Masterarbeit, 2015
73 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Risiko, Risikomanagement und Versicherbarkeit
2.1 Risikobegriff
2.2 Grundlagen des Risikomanagements
2.3 Anforderungen an das Risikomanagement
2.4 Versicherungstechnisches Risiko
2.5 Versicherbarkeit
3 Cyber-Risiken
3.1 Definition und Abgrenzung
3.2 Rechtliche Umwelt
3.3 Risikoebenen von Cyber-Risiken
3.4 Schutzziele der Sicherheit und Dimensionen von Cyber-Risiken
3.5 Schadenpotenzial und -beispiele durch Cyber-Angriffe
3.6 Kritische Infrastrukturen KRITIS
3.7 Cyber-Subprime-Krisen
4 Versicherung von Cyber-Risiken
4.1 Traditionelle Versicherungssparten
4.2 Herkömmliche EDV-Versicherungen
4.3 Spezielle Cyber-Versicherungen
5 Analyse der Informationsquellen
5.1 Publikationen
5.2 Experteninterviews
6 Risikomanagement von Cyber-Risiken
6.1 Risikoidentifikation
6.2 Risikobewertung
6.3 Risikobewältigung
7 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die Masterarbeit untersucht, welche Risiken durch moderne Informationstechnologien für Unternehmen entstehen und wie diese im Rahmen eines ganzheitlichen Risikomanagements effektiv identifiziert, bewertet und bewältigt werden können. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Beurteilung von Transferlösungen der Assekuranz, insbesondere spezieller Cyber-Versicherungen, um Handlungsempfehlungen für das Risikomanagement von Cyber-Risiken abzuleiten.
3.1 Definition und Abgrenzung
Der Begriff Cyber-Risiken ist bisher weder versicherungstechnisch noch im Risikomanagement eindeutig definiert und in aktuellen Diskussionen werden verschiedene Begriffe teils synonym verwendet. Zudem verändern sich in dem dynamischen Umfeld die unter Cyber-Risiken verstandenen Risiken ständig. Die vorausgegangene Erläuterung der Begrifflichkeit Risiko soll hier als Basis dienen und um den Begriff ‚Cyber’ erweitert werden.
Aus dem griechischen Wort Steuermannskunst leitet sich das Präfix Cyber ab und wurde bereits 1948 von Norbert Wiener als „Kybernetik“ (englisch: „cybernetics“) auf die Regelungs- und Steuertechnik bezogen. Laut Duden beschreibt „Cyber-“ ein Wortbildungselement mit der Bedeutung „die von Computern erzeugte virtuelle Scheinwelt betreffend“ und beschreibt ebenfalls die wissenschaftliche Forschungseinrichtung, die Systeme verschiedenster Art (z.B. biologische, technische oder soziologische Systeme) auf selbsttätige Regelungs- und Steuermechanismen hin untersucht. Laut Oxford Dictionary steht Cyber für alle in Verbindung mit, oder charakterisierend für, die Kultur von Computern, Informationstechnologie und der virtuellen Realität. Als Definition für den Begriff Cyber-Space führt das Bundesministerium des Inneren (BMI) den „virtuellen Raum aller auf Datenebene vernetzten IT-Systeme im globalen Maßstab, [...] dem als universelles und öffentlich zugängliches Verbindungs- und Transportnetz das Internet zugrunde liegt, welcher durch beliebige andere Datennetze ergänzt und erweitert werden kann“.
Es kann festgehalten werden, dass das Präfix Cyber im Zusammenhang mit physischer und virtueller Informations- und Datentechnologie sowie deren Vernetzung und Verarbeitung universell verwendet wird. Häufig mit der Begrifflichkeit Cyber-Risiken in Verbindung stehende Begriffe sollen nachfolgend abgegrenzt werden. Der vom BMI angestrebte Zustand der IT-Sicherheitslage wird als Cyber-Sicherheit und Cyber-Raum Sicherheit betitelt und beschreibt die auf ein tragbares Maß reduzierten Risiken. Dabei wird zwischen globaler, nationaler sowie militärischer und ziviler Cyber-Sicherheit unterschieden. Die zivile Sicherheit „betrachtet die Menge der zivil genutzten IT-Systeme des deutschen Cyber-Raums“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der IT als wesentlichen Bestandteil moderner Wertschöpfungsketten ein und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Beherrschbarkeit von Cyber-Risiken.
2 Risiko, Risikomanagement und Versicherbarkeit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Risiko und Risikomanagement sowie die versicherungstechnischen Kriterien, die für eine Versicherbarkeit von Risiken essenziell sind.
3 Cyber-Risiken: Hier werden Definitionen von Cyber-Risiken abgegrenzt, die rechtliche Umwelt sowie die verschiedenen Risikoebenen und das Schadenpotenzial durch Cyber-Angriffe detailliert analysiert.
4 Versicherung von Cyber-Risiken: In diesem Kapitel werden die Möglichkeiten und Grenzen traditioneller Versicherungen im Vergleich zu spezialisierten Cyber-Versicherungen für Unternehmen untersucht.
5 Analyse der Informationsquellen: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, basierend auf einer Auswertung aktueller Publikationen sowie explorativen Experteninterviews mit Branchenvertretern.
6 Risikomanagement von Cyber-Risiken: Dieser Teil befasst sich mit der praktischen Umsetzung des Risikomanagements, von der Risikoidentifikation und -bewertung bis hin zu konkreten Maßnahmen der Risikobewältigung.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die abschließende Zusammenfassung reflektiert die zentralen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Professionalisierung des Cyber-Risikomanagements.
Cyber-Risiken, Risikomanagement, IT-Sicherheit, Versicherbarkeit, Cyber-Versicherung, Schadenpotenzial, Risikobewertung, Risikoidentifikation, Cyber-Kriminalität, Krisenmanagement, Datensicherheit, Prävention, Risikotransfer, KRITIS, Unternehmensschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und dem praktischen Risikomanagement von Cyber-Risiken für Unternehmen sowie der Rolle der Assekuranz bei der Absicherung solcher Bedrohungen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Cyber-Risiken, die Analyse der Bedrohungslage, die Evaluierung bestehender Versicherungslösungen und die Ableitung von Präventionsmaßnahmen für Unternehmen.
Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, welche Risiken durch IT entstehen und wie diese im Risikomanagement integriert werden müssen, um beherrschbar zu bleiben, inklusive der Beurteilung von Transferlösungen.
Die Forschungsfrage wird mittels einer qualitativen Erhebung beantwortet, die eine Inhaltsanalyse von Literatur und Studien sowie explorative Experteninterviews umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse von Cyber-Risiken, die Untersuchung von Versicherungsprodukten (traditionell vs. spezialisiert) und die Darstellung eines ganzheitlichen Risikomanagement-Ansatzes.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Cyber-Risiken, Risikomanagement, Versicherbarkeit, IT-Sicherheit, Schadenpotenzial und Krisenmanagement.
Die Interviews mit Vertretern aus der Erst- und Rückversicherungsbranche sowie Maklerhäusern dienen als qualitative Ergänzung zur Literatur, um praktische Erfahrungswerte und Markteinschätzungen zu gewinnen.
Während traditionelle Policen meist nur bestimmte Sachschäden oder eng begrenzte Teilbereiche abdecken, sind spezielle Cyber-Policen modular aufgebaut und fokussieren auf umfassende Krisenmanagement-Dienstleistungen sowie Deckungen für Eigen- und Drittschäden.
Silo-Wissen behindert laut den Experten eine holistische Betrachtung von Cyber-Risiken, da ein effektives Risikomanagement den Austausch und die Zusammenarbeit aller beteiligten Fachabteilungen eines Unternehmens erfordert.
Das Gesetz führt Meldepflichten für Unternehmen ein, was die Öffentlichkeit stärker für Cyber-Attacken sensibilisiert und von Experten als Anreiz für eine höhere Versicherungsdichte und verstärktes Interesse am Risikomanagement gesehen wird.
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