Masterarbeit, 2014
113 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Kupfer:
2.1.1. Eigenschaften:
2.1.2. Anwendungen:
2.2. Oxidation von Kupfer bei niedrigen Temperaturen
2.3. Plastische Verformung bei Metallen
2.3.1. Versetzungsbewegung
2.3.2. Versetzungsgeschwindigkeit
2.3.3. Schmidsches Schubspannungsgesetz
2.3.4. Fließspannung als Funktion der Temperatur und der Dehngeschwindigkeit:
2.3.5. Größeneffekt
2.4. Nanoindentierung bei höheren Temperaturen:
2.5. Biegeversuche:
3. Versuchsdurchführung:
3.1. Probenvorbereitung:
3.1.1. Mechanische Vorbereitung:
3.1.2. Wärmebehandlung:
3.1.3. Elektropolitur:
3.2. Charakterisierung
3.3. Herstellung von Mikropillars
3.3.1. Aufbauprinzip von FIB:
3.3.2. Funktionsprinzip:
3.3.3. FIB und REM:
3.4. Biegeversuche:
3.4.1. Heating Stage
3.4.2. Durchführung der Biegeversuch:
4. Ergebnisse und Diskussion:
4.1. Ergebnisse:
4.1.1. Spannung Dehnung Kurven:
4.1.2. Einfluss auf der Fließspannung:
4.1.3. Einfluss auf E-Modul:
4.2. Korrelation mit den REM Bilder:
4.2.1. Einfluss von der Temperatur:
4.2.2. Einfluss von der Dehngeschwindigkeit
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das mechanische Verhalten von zylindrischen Mikropillars aus polykristallinem Kupfer, die mittels Focused Ion Beam (FIB) hergestellt wurden. Das primäre Ziel ist es, den Größeneffekt sowie den Einfluss von Temperatur (0°C bis 140°C) und Dehngeschwindigkeit auf die Fließspannung und das E-Modul zu analysieren und mit REM-Aufnahmen zu korrelieren.
2.3.5. Größeneffekt
In einem Kristall, der schon Versetzungen enthält, ist eine energetische Barriere zu überwinden, damit eine plastische Verformung auftritt. Die Höhe dieser Barriere ist von der Art und Anzahl der im Kristall vorhandenen Hindernisse abhängig. Die Wechselwirkung zwischen den Versetzungen und diesen Hindernissen führt zum Größeneffekt.
Diese Hindernisse können Fremdatome und Korngrenzen sein, aber auch die geometrische Dimension der zu untersuchenden Probe spielt eine Rolle.
Viele Untersuchungen haben sich mit diesem Effekt beschäftigt, um ihn zu erklären. Der Größeneffekt wurde bei Torsion[32], bei Nanoindentation[33] und bei Biegung[41] beobachtet. Es wurden verschiedene Modelle vorgeschlagen, um die Ursache dieses Effekts zu erklären. Allerdings ist der Mechanismus, welcher diesen Größeneffekt verursacht, immer noch nicht bestätigt worden. Das älteste Modell ist die „strain gradient plasticity“ [34, 35, 36,37]. Dieses Modell wurde oft als der verantwortliche Mechanismus für diesen Effekt genannt.
Ungleichmäßige Verformung erfordert die Speicherung von geometrisch notwendigen Versetzungen GNDs in dem Kristall, was einen lokalen „strain gradient“ verursacht. Dieser strain gradient ist mit der Dichte von GNDs durch die Gleichung Gl.15 verbunden[38]:
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Untersuchung von Materialeigenschaften auf Mikro- und Nanoskala und führt in das Phänomen der Größeneffekte ein.
2. Grundlagen: Vermittelt theoretische Kenntnisse über Kupfer, plastische Verformung, Versetzungsmechanismen, Nanoindentierung und Biegeversuche.
3. Versuchsdurchführung: Erläutert detailliert die Probenvorbereitung, die Herstellung der Mikropillars via FIB sowie das experimentelle Setup für die Biegeversuche.
4. Ergebnisse und Diskussion: Präsentiert die gewonnenen Daten zu Fließspannung und E-Modul, diskutiert deren Abhängigkeiten und korreliert diese mit REM-Bildern und Simulationen.
5. Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Hinweise auf mögliche weiterführende Untersuchungen unter verbesserten Bedingungen.
Mikropillars, Kupfer, Größeneffekt, Biegeversuch, Fließspannung, E-Modul, FIB, Nanoindentierung, Versetzungsbewegung, Tapering-Effekt, Temperaturabhängigkeit, Dehngeschwindigkeit, Strain Gradient Plasticity, REM, Kristallorientierung.
Es geht um die Untersuchung mechanischer Eigenschaften von Kupfer-Mikropillars unter variierenden thermischen und mechanischen Bedingungen.
Die zentralen Felder sind die Materialwissenschaft von Kupfer, insbesondere der Größeneffekt bei der Verformung kleinster Strukturen sowie die experimentelle Bestimmung von Fließspannung und E-Modul.
Das Ziel ist die Analyse der Einflüsse von Temperatur und Dehngeschwindigkeit auf die mechanischen Eigenschaften von Mikropillars und die Korrelation der Ergebnisse mit mikroskopischen Aufnahmen.
Es wurden Biegeversuche an Mikropillars durchgeführt, kombiniert mit FIB-Präparation, REM-Analysen zur Charakterisierung und FEM-Simulationen zur Datenkorrektur.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der experimentellen Methodik, der Durchführung der Versuche sowie der detaillierten Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Temperatur- und Größeneffekten.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Mikropillars, Kupfer, Größeneffekt, FIB-Präparation und Temperaturabhängigkeit definieren.
Da der FIB-Schnitt die Geometrie der Pillars nicht perfekt zylindrisch, sondern leicht kegelförmig gestaltet, muss dies bei der Berechnung des E-Moduls rechnerisch korrigiert werden, um präzise Ergebnisse zu erhalten.
Kupfer dient aufgrund seiner kubisch flächenzentrierten Kristallstruktur und seiner guten Verarbeitbarkeit als idealer Modellwerkstoff für grundlegende Untersuchungen der plastischen Verformung auf kleinster Skala.
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