Bachelorarbeit, 2015
44 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Effizienzmarkthypothese
2.1 Grundlagen effizienter Märkte
2.2 Empirische Evidenz
2.3 Kritische Diskussion der Effizienzmarkthypothese
2.4 Erweiterte und alternative Konzepte
3. Value Investing
3.1 Theoretischer Überblick
3.1.1 Eindimensionale Value-Strategien
3.1.2 Mehrdimensionale Value-Strategien
3.2 Erklärungsansätze für Value-Premium
3.2.1 Rationale Begründung
3.2.2 Mispricing – Behavioristische Ansätze
3.2.3 Joint-Hypothesen Problematik
4. Value Investing und Effizienzmarkthypothese – Ein Paradoxon?
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Value-Investing-Strategien mit der Effizienzmarkthypothese (EMH). Dabei wird analysiert, ob das empirisch nachweisbare "Value-Premium" als rationale Risikokompensation zu verstehen ist oder ob es auf ineffiziente Marktphänomene zurückzuführen ist, die durch behavioristische Ansätze erklärt werden können.
3.1.2 Mehrdimensionale Value-Strategien
Piotroski (2000) wählt einen Ansatz, indem er innerhalb eines Value-Portfolios (niedrige KBV-Multiplikatoren) Aktien auf Basis rechnungslegungsbasierter Kriterien weiter unterteilt. Diese Kriterien sind Indikatoren für die Profitabilität, die finanzielle Liquidität/ Verschuldung und die operationale Effizienz der Unternehmen. Den einzelnen Kriterien werden die Binärzahlen 0 für eine schlechte Ausprägung des Kriteriums, oder 1 für eine gute Ausprägung des Kriteriums zugewiesen. Die Summe dieser Kriterien ergibt F_Score. Die Annahme Piotroskis ist dabei, dass F_Score eine positive Korrelation zu den Renditen aufweist. Ein High-Score-Portfolio (Unternehmen mit F_Scores von 8 und 9) müsste demzufolge die höchste Rendite generieren.
Es ist deutlich ersichtlich, dass F_Score die Renditen positiv beeinflusst. Die durchschnittliche Rendite kann durch die Berücksichtigung oben genannter Indikatoren um jährlich 7,5 % gegenüber einer eindimensionalen KBV-Strategie (All-Portfolio) gesteigert werden. Die gesamte Verteilungsfunktion der Renditen wird zudem nach rechts verlagert, da die Perzentile mit zunehmendem F_Score konstant höhere Renditen aufweisen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Kernfrage, ob durch aktive Aktienauswahl Überrenditen möglich sind, und führt in die EMH sowie das Value-Investing ein.
2. Effizienzmarkthypothese: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen effizienter Märkte, die empirische Evidenz sowie die kritischen Argumente, die gegen eine perfekte Markteffizienz sprechen.
3. Value Investing: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Value Investings, verschiedene Strategien zur Identifikation von unterbewerteten Aktien und die Ursachen des Value-Premiums diskutiert.
4. Value Investing und Effizienzmarkthypothese – Ein Paradoxon?: Das Kapitel behandelt das Informationsparadoxon von Grossman und Stiglitz und zeigt auf, warum Märkte nicht perfekt effizient sein können, wenn Informationen Kosten verursachen.
5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass trotz robuster Belege für das Value-Premium der wissenschaftliche Konsens über dessen Ursprung aufgrund der Joint-Hypothesen-Problematik weiterhin aussteht.
Value Investing, Effizienzmarkthypothese, EMH, Value-Premium, Finanzmärkte, Behavioral Finance, Informationseffizienz, Kapitalmarkttheorie, Anomalien, Fundamentalanalyse, Risikoprämie, Überrendite, Arbitrage, Random-Walk-Hypothese
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der Effizienzmarkthypothese, welche die Existenz von dauerhaften Überrenditen durch aktive Aktienauswahl verneint, und der empirisch beobachtbaren Überlegenheit von Value-Investing-Strategien.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Markteffizienz, die empirische Widerlegung oder Bestätigung durch Marktanomalien sowie Erklärungsansätze aus der klassischen Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance.
Die Arbeit untersucht, ob die überdurchschnittlichen Renditen von Value-Aktien ein Resultat rationaler Risikokompensation sind oder ob sie auf Ineffizienzen basieren, die von beschränkt-rationalen Marktteilnehmern verursacht werden.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Analyse empirischer Studien und theoretischer Modelle (wie dem Grossman-Stiglitz-Modell) basiert, um die Konsistenz des Value-Premiums mit finanzökonomischen Theorien zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EMH, die detaillierte Untersuchung von eindimensionalen und mehrdimensionalen Value-Strategien, die rationale versus behavioristische Begründung des Value-Premiums sowie die Diskussion des Informationsparadoxons.
Wichtige Begriffe sind Value Investing, EMH, Value-Premium, Marktanomalien, Informationseffizienz und behavioristische Finanzmarktanalyse.
Vertreter der rationalen Theorie argumentieren, dass das Value-Premium eine Kompensation für ein höheres systemisches Risiko darstellt, das mit Value-Unternehmen einhergeht.
Es dient dazu zu erklären, dass Märkte nicht "perfekt" effizient sein können, da sonst kein Anreiz für Marktteilnehmer bestünde, in teure Informationsbeschaffung zu investieren, um diese in Preise einzupreisen.
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