Diplomarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,8
1 Einführung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Wissenschaftliche Fragestellung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Literaturrecherche
2.2 Begriffserklärungen
2.2.1 Pflegende Angehörige
2.2.2 Wachkoma- Patient
2.2.3 ambulante Pflegeversorgung
2.3 gesetzliche Grundlagen
2.3.1 Pflegeversicherungsgesetz - SGB XI
2.3.2 Krankenversicherungsgesetz - SGB V
2.3.3 Pflegestärkungsgesetz (PSG)
2.3.4 Pflege
2.3.5 Arzt
2.3.6 Betreuer/ Betreuung
2.4 Maßnahmen der Kompetenzförderung
2.4.1 Information
2.4.2 Schulung/ Anleitung
2.4.3 Beratung
3 Belastungserleben pflegender Angehöriger
4 Beratung/ Beratungsbedarf pflegender Angehöriger
4.1 Formen der Beratung
4.2 Beratungsansätze
4.3 Beratungsprozesse
4.4 Beratungsgespräche
5 Unterstützung/ Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger
6 Schulung pflegender Angehöriger
6.1 Schulungsprozessmodelle
6.2 Vorbereitung der Schulung
6.3 Durchführung der Schulung
6.4 Nachbereitung der Schulung
6.5 Pflegekurs (Gruppenschulung)
7 Ist- Analyse
8 Vorschlag zur Verbesserung, konzeptioneller Vorschlag
9 Zusammenfassung und Ausblick/ Fazit
Die Diplomarbeit untersucht, ob professionell Pflegende in der ambulanten Versorgung den Beratungs- und Schulungsbedarf pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten adäquat erkennen und mit den bestehenden Möglichkeiten decken können. Dabei wird analysiert, wie dieser Bedarf besser in den Versorgungsalltag integriert werden kann.
1.1 Problembeschreibung
Die Versorgung und Pflege eines Wachkoma- Patienten stellt eine enorme Herausforderung für die pflegenden Angehörigen dar. Dabei darf nicht vergessen werden, „für die betroffenen Angehörigen ist die Übernahme der Betreuung daher oft der erste Schritt ins gesellschaftliche Abseits und in die Haltlosigkeit. Pflegende Angehörige sind durch ihre Arbeit so in Anspruch genommen, dass es den meisten schwerfällt, selbst aus dem Teufelskreis auszubrechen. Professionelle Pflege bedeutet daher auch, eine anwaltschaftliche Fürsprecherfunktion zu übernehmen, sich für die Veränderungen von Verhältnissen einzusetzen und Strukturen sowie Umweltbedingungen zu fördern und zu fordern, welche die Lebenssituation der Betroffenen verbessern.“ (Seidel 2007: 21)
Angehörige von Wachkoma- Patienten sind schon über einen längeren Zeitraum einem gewaltigen Druck ausgesetzt. Dies beginnt mit der eigentlichen Krankheit des Pflegebedürftigen und endet in der häuslichen Umgebung. Deshalb ist es umso wichtiger, wie pflegende Angehörige von professionellen Pflegekräften bzw. Fachkräften unterstützt und beraten werden. „Eine zentrale Rolle in der Förderung der Pflegekompetenz von Angehörigen kommt der professionellen Pflege zu. Als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen hat sie häufig den intensivsten Kontakt zu Pflegebedürftigen und ihren Familien.“ (Büker 2009: 9)
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung zur Beratungs- und Schulungssituation pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten vor und bettet diese in den Kontext der sozialen Pflegeversicherung und der häuslichen Versorgung ein.
2 Theoretischer Rahmen: Das Kapitel bietet eine systematische Literaturrecherche und definiert zentrale Begriffe wie pflegende Angehörige, Wachkoma und ambulante Pflege, ergänzt durch einen Überblick über rechtliche Grundlagen wie das SGB XI.
3 Belastungserleben pflegender Angehöriger: Hier werden die vielfältigen Belastungsfaktoren – zeitlich, gesundheitlich, emotional, sozial und finanziell – dargelegt, denen sich Angehörige bei der Pflege eines Wachkoma-Patienten gegenübersehen.
4 Beratung/ Beratungsbedarf pflegender Angehöriger: Dieses Kapitel erläutert den gesetzlichen Anspruch auf Beratung, die prozesshafte Gestaltung der Beratungsarbeit sowie die notwendigen Kompetenzen, die eine Pflegekraft für eine professionelle Pflegeberatung benötigt.
5 Unterstützung/ Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger: Hier wird der Bedarf an entlastenden Maßnahmen thematisiert, um die Stabilität der häuslichen Pflegesituation trotz der hohen emotionalen und physischen Anforderungen zu bewahren.
6 Schulung pflegender Angehöriger: Das Kapitel beschreibt Methoden und Modelle der Schulung, den Stellenwert von Pflegekursen sowie die Bedeutung der praktischen Anleitung im häuslichen Umfeld.
7 Ist- Analyse: Eine Bestandsaufnahme, die Versorgungsdefizite durch Informationsprobleme und eine unkoordinierte Versorgungslandschaft aufzeigt und die Rolle von Pflegestützpunkten diskutiert.
8 Vorschlag zur Verbesserung, konzeptioneller Vorschlag: Ein Entwurf für die Etablierung eines Beratungs- und Schulungszentrums direkt im Krankenhaus, um Angehörige bereits frühzeitig in den Entlassungs- und Versorgungsprozess einzubinden.
9 Zusammenfassung und Ausblick/ Fazit: Das Fazit betont die originäre Aufgabe der Pflege bei der Unterstützung von Angehörigen und fordert eine gesamtgesellschaftliche Betrachtung der Pflegeaufgabe.
Pflegende Angehörige, Wachkoma, ambulante Pflege, Pflegeberatung, Schulung, Pflegekurs, SGB XI, Kompetenzförderung, Pflegestärkungsgesetz, Entlastung, häusliche Pflege, Schnittstellenproblematik, Pflegekompetenz, Fallmanagement, Pflegefachkräfte.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Beratung und Schulung von Angehörigen, die Wachkoma-Patienten in deren häuslicher Umgebung betreuen, und untersucht, wie professionelle Pflegekräfte diese hierbei unterstützen können.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob der Beratungs- und Schulungsbedarf pflegender Angehöriger von professionell Pflegenden in der ambulanten Versorgung erkannt wird und ob die vorhandenen Möglichkeiten ausreichen, um diesem Bedarf gerecht zu werden.
Die Themen umfassen die Belastungssituation pflegender Angehöriger, die gesetzlichen Rahmenbedingungen (insbesondere SGB XI), Methoden der Beratung und Anleitung sowie Konzepte zur Verbesserung der Schnittstellenkooperation.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Fachpublikationen, Gesetze und aktueller Studien sowie der Auswertung von Schulungsmodellen für Angehörige.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse der Belastungssituation, die Detaillierung von Beratungs- und Schulungsprozessen sowie eine IST-Analyse der aktuellen Versorgungslage.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pflegekompetenz, Angehörigenberatung, Wachkoma-Pflege, Pflegestärkungsgesetz und ambulante Versorgung gekennzeichnet.
Die individuelle stationäre Angehörigenschulung (ISAS) ist nicht als starres, kreisförmiges Modell konzipiert, sondern als ein spiralförmig offener Prozess, der zu jedem Zeitpunkt bedürfnisorientiert an den Patienten und den Angehörigen angepasst werden kann.
Da im Krankenhaus die Weichen für die weitere Versorgung gestellt werden, kann ein dort angesiedeltes Beratungszentrum Angehörige frühzeitig vor ausweglosen Situationen bewahren und den Übergang in die häusliche Pflege besser strukturieren.
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