Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 2,0
1.Einleitung
2. „Eine alte Freundschaft lebt wieder auf“ – Chinas Reorientierung nach Afrika
2.1 Historie in Kurzform
2.2 Die Prinzipien der chinesischen Auslandshilfe
2.2.1 Politische Strategien
2.2.2 Wirtschaftliche Strategien
2.2.2.1 Die chinesische Außenwirtschaftspolitik
2.2.2.2 Das schwarze Gold – Chinas Erdöldiplomatie
2.2.2.3 Chinas Exporte nach Afrika
2.2.2.4 Chinas Investitionen
2.2.2.5 Die Einwanderung von Chinesen nach Afrika
3. Institutionen und Instrumentarien der chinesischen Afrikapolitik
3.1 Institutionen und Organisationen der chinesischen Entwicklungshilfe
3.1.1. Das chinesische Wirtschaftsministerium (MOFCOM)
3.1.2 Das chinesische Außenministerium (MOFA)
3.1.3 Das chinesische Finanzministerium (MOF)
3.1.4 Die China EXIM Bank
3.2 Die Finanzierung der chinesischen Entwicklungszusammenarbeit
4. Auswirkungen der chinesischen Entwicklungshilfe auf Afrika
4.1 Allgemeine Auswirkungen
4.2 Auswirkungen der Konsumgüterausfuhr nach Afrika
5. Fallstudie: „China Shops“ in Namibia
5.1 Länderprofil Namibia
5.2. Die Beziehungen zwischen China und Namibia
5.2.1 Politische Beziehungen zwischen China und Namibia
5.2.2 Wirtschaftliche Beziehungen zwischen China und Namibia
5.2.3 Die Beziehungen zwischen China und Namibia in Bildung, Kultur und Gesundheit
5.2.4 Kurzresümee der chinesisch-namibischen Beziehungen
5.3 „China Shops“ in Namibia
5.3.1. Was haben „China Shops“ in Namibia mit Entwicklungszusammenarbeit zu tun?
5.3.2 „China Shops“ und ihr Wirken in Namibia
6. Resümee
Die Arbeit untersucht das Engagement Chinas in Namibia mit einem speziellen Fokus auf das Phänomen der „China Shops“. Sie analysiert, wie diese Einzelhandelsgeschäfte in das übergeordnete Gefüge der chinesischen Entwicklungszusammenarbeit eingebettet sind und bewertet die ökonomischen sowie sozialen Auswirkungen auf die namibische Bevölkerung.
„China Shops“: Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und Entlohnung
Die meisten „China Shops“ finden sich wie erwähnt im Norden des Landes. Speziell in der Stadt Oshikango, an der Grenze zu Angola. Durch die politische Stabilität Namibias ist es für ausländische Investoren sicherer, in Namibia zu investieren, statt in Angola. Viele Kunden der „China Shops“ in Oshikango kommen aus Angola. Pro Shop entstehen dort durchschnittlich zwei neue Arbeitsstellen für namibisches Personal. Dieses ist meistens unqualifiziert und wird als Wachpersonal oder im Verkauf eingesetzt. Ein in der Fachliteratur großer Kritikpunkt ist, dass ein Wissenstransfer in der Regel nicht stattfindet. Die namibischen Arbeitskräfte erhalten entweder während des Jobs Anleitungen oder werden aufgrund fehlender Kenntnisse wieder entlassen.
Arbeitnehmerrechte sind den meisten chinesischen Geschäftsmännern laut Niikondo und Coetzee unbekannt. So haben namibische Angestellte in der Regel keinen Urlaub, keine Mittagspause und keine Rentenansprüche. Viele chinesische Arbeitgeber verletzten somit das namibische Arbeitsrecht auch in diesem Bereich.
Eine staatliche Untersuchung hat zudem ergeben, dass die chinesischen Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer in der Regel weit unterhalb des namibischen Mindestlohns von 0,84 US-Dollar pro Stunde vergüten. Ein Durchschnittlohn von 0,27 bis 0,30 US-Dollar pro Stunde wurde festgestellt.
1.Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der chinesischen Entwicklungshilfe in Afrika ein und legt das Ziel der Arbeit fest, das Engagement am Fallbeispiel der „China Shops“ in Namibia zu untersuchen.
2. „Eine alte Freundschaft lebt wieder auf“ – Chinas Reorientierung nach Afrika: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die strategischen Motive Chinas, insbesondere den Rohstoffhunger und die Suche nach neuen politischen Partnern.
3. Institutionen und Instrumentarien der chinesischen Afrikapolitik: Hier werden die zentralen chinesischen Institutionen wie MOFCOM, MOFA und die China EXIM Bank sowie deren Finanzierungsmethoden für Projekte in Afrika vorgestellt.
4. Auswirkungen der chinesischen Entwicklungshilfe auf Afrika: Dieses Kapitel analysiert die allgemeinen negativen und positiven Folgen des chinesischen Engagements, wie Wettbewerbsverzerrungen und Infrastrukturausbau.
5. Fallstudie: „China Shops“ in Namibia: Die Fallstudie beleuchtet die spezifischen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Namibia und untersucht kritisch die Rolle sowie das Wirken der „China Shops“ vor Ort.
6. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die „China Shops“ aus namibischer Sicht weitgehend negativ bewertet werden, da sie lokale Arbeitsplätze gefährden und teilweise gegen Arbeitsrecht verstoßen.
China, Namibia, Entwicklungshilfe, China Shops, Afrikapolitik, Direktinvestitionen, Rohstoffe, Arbeitsbedingungen, Wettbewerbsverzerrung, Süd-Süd-Kooperation, Einzelhandel, ökonomische Auswirkungen, SWAPO, Beschäftigung, Beschäftigungseffekte
Die Arbeit analysiert das chinesische Engagement in Afrika mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Fallstudie der „China Shops“ in Namibia und deren Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft.
Zentrale Themen sind die chinesische Entwicklungshilfestrategie, der Einfluss chinesischer Direktinvestitionen, arbeitsrechtliche Aspekte und die Konkurrenz für den lokalen namibischen Einzelhandel.
Das primäre Ziel ist es, den tatsächlichen Beitrag des chinesischen Engagements – speziell der „China Shops“ – zur Entwicklung Namibias zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung namibischer Presseberichte und der Einbeziehung vorliegender Fallstudien und Interviews aus der Fachliteratur.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der chinesischen Afrikapolitik, die beteiligten Institutionen, die allgemeinen Auswirkungen auf Afrika und die detaillierte Fallstudie zu Namibia.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie China, Namibia, Entwicklungshilfe, China Shops, Arbeitsbedingungen und Wettbewerbsverzerrung charakterisiert.
Laut der Untersuchung verdrängen sie einheimische Einzelhändler und bieten lediglich gering qualifizierte Arbeitsplätze zu oft unzureichenden Lohnbedingungen und unter Missachtung lokaler Arbeitsgesetze an.
Die Regierung reagierte unter anderem durch die schärfere Anwendung des „Foreign Investment Act“, was bedeutet, dass chinesische Unternehmer nun vor Geschäftsgründung eine Genehmigung durch das Ministerium für Handel und Industrie benötigen.
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