Bachelorarbeit, 2011
209 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Annäherung an die Personengruppe, Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen
2.1.1 Begriffsannäherung „schwere Beeinträchtigung“
2.1.2 Begriffsannäherung „Mehrfachbeeinträchtigung“
2.1.3 Begriffsannäherung „Schwerste“ Beeinträchtigung
2.1.4 Menschenbild und historische Zugänge
2.2 Begriffsannährung Selbstbestimmung
2.2.1 Selbstbestimmung und Selbständigkeit
2.2.2 Selbstbestimmung versus Fremdbestimmung
2.2.3 Geschichtlicher Abriss der Selbstbestimmung
2.2.4 Methodisch-didaktische Kriterien für die Umsetzung von Selbstbestimmung
2.2.5 Empowerment-Konzept
2.3 Von der Normalisierung, über die Integration, hin zur Inklusion
2.3.1 Der Gedanke der Normalisierung
2.3.2 Der Gedanke der Integration und Partizipation
2.3.3 Der Gedanke der Inklusion
2.4 Begriffsannäherung Leiblichkeit
2.4.1 Gemeinsame anthropologische Bezüge von und Körper, Leib, Seele
2.4.2 Integration und Basales Lernen (sensorische Integration)
2.4.3 Förderung der Leiblichkeit und Bewegung
2.4.4 Methodisch-didaktische Kriterien für die Umsetzung von Leiblichkeit und Bewegung
2.5 Spiel- und Sportfeste
2.5.1 Begriffsdefinition „Spiel“
2.5.2 Begriffsannährung „Spielfest“
2.5.3 Historische Entwicklungen und Veränderungen des Spielfestes
2.5.4 Traditionelle Sportfeste – Ein Exkurs
2.5.5 Allgemeine Voraussetzungen und Merkmale von Spielfesten
3. Zwischenfazit
4. Das methodische Vorgehen
4.1 Die empirische Sozialforschung – Der strukturierte Interviewleitfaden
4.2 Die qualitative Interviewanalyse
4.3 Die Bestimmung des Ausgangsmaterials
5. Exemplarische Darstellung der Einrichtung und die Vorstellung des „alternativen“ Spielfestes
5.1 Darstellung des Jugendgemeinschaftswerkes Bremen e. V.
5.2 Vorstellung des „alternativen“ Spielfestes
5.2.1 Konzeption und Ziele des Spielfestes
5.2.2 Namengebung, Entwicklung und Spielidee
5.2.3 Planung, organisatorische Vorbereitungen und Finanzierung
5.2.4 Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen
5.2.5 Teilnehmer, Assistenten und ihre Vorbereitung
5.2.6 Räumliche Bedingungen und Programmablauf
5.2.7 Vorstellung der Stationen und Spielfestelemente
6. Die Auswertung der qualitativen Interviews
6.1 Die Zusammenfassung der Aussagen mit der Hilfe des Hauptblocks C anhand von Kategorien
6.2 Möglichkeiten und Probleme der Förderung der Leiblichkeit, Selbstbestimmung und Integration bei einem „alternativen“ Spielfest
7. Einordnung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Förderung von Selbstbestimmung, Leiblichkeit und Integration bei Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen durch die Teilnahme an einem „alternativen“ Spielfest realisiert werden kann. Ziel ist es, methodisch-didaktische Kriterien für solche Veranstaltungen zu identifizieren und mittels einer qualitativen Analyse praxisnah aufzuarbeiten.
2.1 Annäherung an die Personengruppe, Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen
In dem vom Kapustin zitierten „Praxisfeld der Bewegungserziehung“ (Kapustin, 2002, 6) setzen sich Wissenschaftler, Betreuer und Pädagogen mit der Bewegungserziehung von Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen auseinander. Dabei stehen sie vor, der Herausforderung verlässliche Aussagen über die Personengruppe treffen zu müssen. Die auf dieser Grundlage einmal getroffenen Merkmalszuschreibungen fungieren wiederum zur Initiierung weiterer Entscheidungsprozesse und der Unterbreitung individueller Bewegungs- und Spielangebote (vgl. ebd., 6).
Die Vielzahl unterschiedlicher Definitionsversuche lässt erkennen, dass das Vorhaben, Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen kategorisieren zu wollen, nicht ohne weiteres gelingt. Der Zugang zu ihnen selbst wird häufig durch eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten erschwert und bleibt nach Aussage von Kapustin bislang unzulänglich.
Die Schwierigkeit für diesen Sachverhalt wird von ihm darin gesehen, als dass unsere „gemeinsame Welt“ von jeder Person unterschiedlich erlebt wird und deshalb eine individuelle, für uns nur schwer greifbare und vorstellbare Bedeutung in sich birgt (vgl. ebd., 6).
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, Problemstellung und Zielsetzung der Bachelorarbeit hinsichtlich der Integration von Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen bei einem Spielfest.
2. Theoretische Grundlagen: Erarbeitet die theoretische Basis zu den Begriffen schwerstmehrfache Beeinträchtigung, Selbstbestimmung, Normalisierung, Inklusion, Leiblichkeit und Spielfeste.
3. Zwischenfazit: Fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und leitet eine Arbeitsdefinition des „alternativen“ Spielfestes ab.
4. Das methodische Vorgehen: Erläutert die Wahl der empirischen Sozialforschung und die methodische Grundlage der qualitativen Interviewanalyse.
5. Exemplarische Darstellung der Einrichtung und die Vorstellung des „alternativen“ Spielfestes: Beschreibt die Institution des Jugendgemeinschaftswerkes Bremen e.V. und stellt das konkrete „alternative“ Spielfest vor.
6. Die Auswertung der qualitativen Interviews: Analysiert die Experteninterviews anhand von Kategorien und diskutiert die Möglichkeiten sowie Probleme bei der Förderung der Kernaspekte.
7. Einordnung und Ausblick: Diskussion der Ergebnisse aus Theorie und Praxis sowie abschließende Reflexion und Empfehlungen für die Weiterentwicklung.
Selbstbestimmung, Leiblichkeit, Integration, Inklusion, schwerstmehrfache Beeinträchtigung, Spielfest, Bewegungserziehung, Empowerment, Basale Stimulation, soziale Teilhabe, pädagogische Assistenz, qualitatives Interview, Jugendgemeinschaftswerk, Barrierefreiheit, Menschenbild.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen mit schwerstmehrfachen Beeinträchtigungen durch die Teilnahme an einem speziellen „alternativen“ Spielfest in ihrer Selbstbestimmung, Leiblichkeit und Integration gefördert werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Selbstbestimmung, der Leiblichkeit und Bewegung im sonderpädagogischen Kontext sowie den gesellschaftlichen Leitideen von Normalisierung, Integration und Inklusion.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und inwieweit sich eine Förderung dieser drei Bereiche bei den Teilnehmern im Rahmen eines solchen Spielfestes realisieren lässt.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Mix: Eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur kombiniert mit einer qualitativen Interviewanalyse von Experten aus der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Fundierung, die Vorstellung einer konkreten Einrichtung und deren „alternativen“ Spielfestes sowie die Auswertung von Interviews mit den Hauptorganisatoren.
Zu den Kernbegriffen gehören Selbstbestimmung, Leiblichkeit, Integration, Inklusion, Empowerment und schwerstmehrfache Beeinträchtigung.
Es dient als inklusives Setting, das durch den Abbau von Barrieren und die Bereitstellung modifizierter Spielangebote allen Teilnehmern einen barrierefreien Zugang zu Spiel und Bewegung ermöglichen soll.
Dies wird durch eine personenzentrierte Assistenz gelöst, die den individuellen Entwicklungsstand und die Lebensgeschichte der Klienten reflektiert und das Ziel verfolgt, so viel Unterstützung wie nötig bei so wenig Abhängigkeit wie möglich zu bieten.
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