Bachelorarbeit, 2014
66 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffe, Grundlagen & Definitionen
2.1 Grundbegriffe der Erwerbsmethode
2.2 Unternehmenszusammenschlüsse
2.2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2.2 Motive für Unternehmenszusammenschlüsse
2.2.3 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2.4 Markt für Unternehmenszusammenschlüsse und seine Entwicklung
2.3 Goodwill
2.3.1 Originärer Goodwill
2.3.2 Derivativer Goodwill
2.4 Fair Value und seine Bestandteile
3 Die Erwerbsmethode
3.1 Abgrenzung von Business und einfachem Vermögen
3.2 Identifizierung des Erwerbers
3.3 Bestimmung des Erwerbszeitpunktes
3.4 Anschaffungskosten
3.4.1 Ermittlung der Anschaffungskosten
3.4.2 Bedingte Gegenleistung
3.4.3 Anschaffungskosten bei Tausch von Anteilen oder anderen Vermögensgegenständen
3.4.4 Anschaffungsneben- und Emissionskosten
3.5 Ansatz und Bewertung des erworbenen Vermögens
3.5.1 Ansatzgrundsatz und –bedingungen
3.5.1.1 Materielle Vermögenswerte
3.5.1.2 Immaterielle Vermögenswerte
3.5.2 Bewertungsgrundsatz
3.5.3 Bewertungsarten
3.5.3.1 Marktpreisorientierte Verfahren
3.5.3.2 Kostenorientierte Verfahren
3.5.3.3 Kapitalwertorientierte Verfahren
3.5.4 Besonderheit der Eventualverbindlichkeit
3.6 Ansatz und Bewertung des erworbenen Geschäfts- und Firmenwertes
3.6.1 Ansatz und Bewertung eines positiven Geschäfts- und Firmenwertes
3.6.2 Ansatz und Bewertung eines negativen Geschäfts- und Firmenwertes bzw. Excess
3.6.3 Ansatz und Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
4 Folgekonsolidierung nach der Erwerbsmethode
4.1 Werthaltigkeitstest (Impairment Test)
4.2 Eventualschulden
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Prozess eines Unternehmenserwerbs unter Berücksichtigung der IFRS-Vorgaben, speziell IFRS 3, detailliert darzustellen und die einzelnen Schritte der vorgeschriebenen Erwerbsmethode (Kaufpreisallokation) zu erläutern.
3.1 Abgrenzung von Business und einfachem Vermögen
Damit IFRS 3 im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses zur Anwendung kommen kann, muss zunächst festgestellt werden, ob ein Geschäftsbetrieb (Business) beim Erwerber nach der Definition dieses IFRS vorliegt.
Nach IFRS 3.3 müssen für ein Business „die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden einen Geschäftsbetrieb darstellen. [Ist dies nicht der Fall] hat das berichtende Unternehmen die Transaktion oder das andere Ereignis als einen Erwerb von Vermögenswerten zu bilanzieren.“
IFRS 3 Anhang A definiert einen Geschäftsbetrieb als „[..] eine integrierte Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden kann, Erträge zu erwirtschaften [..].“ Appendix B legt dabei drei weitere Kernelemente fest, anhand derer sich ein Geschäftsbetrieb identifizieren lässt. Zu diesen Elementen gehören der Ressourceneinsatz von z.B. langfristigen Vermögenswerten oder geistigem Eigentum, die angewendeten Verfahren - wie z.B. Standards, Protokolle oder Regeln - innerhalb eines Unternehmens, die zur Verarbeitung des Ressourceneinsatzes verwendet werden sowie die Leistung aus der Kombination von Ressourceneinsatz und Verfahren. Die aus der Leistung resultierenden Erträge können in unterschiedlicher Form den Eigentümern, Gesellschaftern oder Anteilseignern zugehen.
Diese Definition eines Geschäftsbetriebes lässt in der Praxis einen großen Interpretationsspielraum zu. So ist es nicht notwendig, dass ein Unternehmen alle Elemente eines Geschäftsbetriebes erfüllt. Außerdem kann der Erwerber entscheiden, ob er die Verfahren oder Ressourcen des übernommenen Business in sein Unternehmen integriert oder nicht. Es kommt somit bei der Bewertung vor allem auf die Struktur des zu erwerbenden Unternehmens vor der Übernahme an und nicht auf die Art und Weise der späteren Nutzung des Business. Hier gilt es zu beachten, dass der rechtliche Erwerbszeitpunkt entscheidend ist und nicht der Zeitpunkt des tatsächlichen Übergangs des Unternehmens.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik und Zielsetzung der Arbeit ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung zum IFRS 3.
2 Begriffe, Grundlagen & Definitionen: Das Kapitel erläutert die zentralen Begriffe, wie Erwerbsmethode, Unternehmenszusammenschluss, Goodwill und Fair Value, sowie deren theoretischen Hintergrund.
3 Die Erwerbsmethode: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert den Prozess der Kaufpreisallokation, von der Identifizierung des Erwerbers über die Bewertung von Vermögen bis hin zur Behandlung des Goodwills.
4 Folgekonsolidierung nach der Erwerbsmethode: Hier werden die spezifischen Aspekte der Folgebilanzierung behandelt, insbesondere der Werthaltigkeitstest für den Goodwill und die Bilanzierung von Eventualschulden.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf den aktuellen Stand der Überprüfungen des IFRS 3 durch das IASB.
IFRS 3, Unternehmenszusammenschluss, Erwerbsmethode, Kaufpreisallokation, Fair Value, Goodwill, immaterielle Vermögenswerte, Impairment Test, Business Combination, Erstkonsolidierung, Folgekonsolidierung, Eventualverbindlichkeiten, Asset Deal, Share Deal, Konzernabschluss
Die Arbeit behandelt die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), speziell unter Anwendung der IFRS 3 Regelungen.
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Unternehmenszusammenschlüssen, die Durchführung der Erwerbsmethode, die Bewertung von Vermögenswerten zum Fair Value und die Behandlung des Goodwills.
Das Ziel ist es, den Prozess des Unternehmenserwerbs nach IFRS 3 transparent zu machen und die einzelnen Schritte der vorgeschriebenen Kaufpreisallokation praxisnah zu erläutern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Erläuterung der IFRS-Vorschriften sowie der Auswertung von Fachliteratur und praktischen Anwendungsbeispielen.
Der Hauptteil widmet sich dem Prozess der Erwerbsmethode: Identifizierung des Erwerbers, Bestimmung des Zeitpunkts, Ermittlung der Anschaffungskosten sowie der Ansatz und die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und des Goodwills.
Die zentralen Begriffe sind IFRS 3, Fair Value, Kaufpreisallokation, Goodwill und Impairment-Test.
Der originäre Goodwill ist selbst geschaffen und unterliegt einem Aktivierungsverbot, während der derivative Goodwill entgeltlich erworben wurde und in der Bilanz anzusetzen ist.
Sie ist notwendig, um diese Werte vom Geschäfts- oder Firmenwert zu separieren und separat zu bewerten, wobei dies oft einen hohen Aufwand erfordert.
Im Gegensatz zu anderen Bereichen ist bei Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 ein Ansatz von Eventualschulden unter bestimmten Bedingungen vorgeschrieben.
Bei der Full-Goodwill-Methode werden auch die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter bei der Berechnung des Goodwill berücksichtigt, im Gegensatz zur Purchased-Goodwill-Methode.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

