Bachelorarbeit, 2015
51 Seiten, Note: 3,0
1 Einführung
2 Organisation des Profifußballs in Deutschland
2.1 Strukturen im deutschen Profifußball
2.1.1 Deutscher Fußball-Bund (DFB)
2.1.2 Liga-Fußballverband (Ligaverband)
2.1.3 Deutsche Fußball Liga (DFL)
2.2 Rechtsformen im deutschen Profifußball
2.3 Zusammenfassung
3 Lizenzierungsverfahren im deutschen Fußball
3.1 Vergleich der Lizenzierungsverfahren von DFL und DFB
3.1.1 Verfahren und beteiligte Parteien
3.1.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung
3.1.2.1 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung vor der Spielzeit
3.1.2.1.1 Finanzielle Kriterien
3.1.2.1.2 Finanzberichterstattung
3.1.2.2 Finanzielle Kriterien und Finanzberichterstattung während der Spielzeit
3.1.2.2.1 Finanzielle Kriterien
3.1.2.2.2 Finanzberichterstattung
3.2 Lizenzierungsverfahren in der Regional- und Oberliga
3.3 Exkurs: UEFA-Klublizenz
3.4 Zusammenfassung
4 Beurteilung der Prüfung und Rechnungslegung von DFL und DFB
4.1 Finanzberichterstattung
4.1.1 Bilanz
4.1.2 GuV
4.1.3 Anhang, Lagebericht und sonstige Dokumente
4.1.4 Plan-GuV
4.1.5 Finale Einschätzung der Unterlagen
4.2 Beurteilung der finanziellen Kriterien
4.2.1 Liquidität
4.2.2 Eigenkapital
4.3 Mögliche Erweiterung der finanziellen Kriterien
4.3.1 Break-even-Ergebnis
4.3.2 Personalaufwandsquote
4.3.3 Dynamischer Verschuldungsgrad
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert und vergleicht die wirtschaftlichen Anforderungen der Lizenzierungsverfahren der DFL (erste und zweite Bundesliga) sowie des DFB (dritte Liga). Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den finanziellen Kriterien und der Finanzberichterstattung aufzudecken sowie auf Basis identifizierter Schwächen Optimierungsmöglichkeiten für eine zukunftssichere und nachhaltige Lizenzierung zu entwickeln.
3.1.2.1.1 Finanzielle Kriterien
Die folgenden Ausführungen zeigen die finanziellen Kriterien, die den Mittelpunkt des präsaisonalen Nachweises zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Lizenzierungsprozess darstellen. Erstes Kriterium ist die Liquiditätssituation. Der Lizenzbewerber muss darlegen, dass er im Stande ist - für die Saison für die er die Lizenz beantragt - den Spielbetrieb gewährleisten zu können. Um dies nachvollziehen zu können, verlangen die Lizenzgeber Unterlagen eines bestimmten Zeitraums um die Liquiditätsverhältnisse nachvollziehen zu können.
Besonders kritischer Erwähnung bedürfen die spielzeitübergreifenden Liquiditätseffekte. Hierbei kommt die DFL den Lizenzbewerbern der ersten und zweiten Bundesliga bei den einzuziehenden Personalaufwendungen und Ticketerlösen in der Liquiditätsberechnung entgegen. Der DFB hingegen kommt in seiner Liquiditätsberechnung den Bewerbern für die dritte Liga nur bei den Ticketerlösen entgegen. Das Entgegenkommen der beiden Lizenzgeber zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits Ticketeinnahmen der kommenden Spielzeit mit in ihre Liquiditätsberechnung einfließen lassen. Zusätzlich werden bei den Bewerbern der DFL 50 Prozent von einem Zwölftel des geplanten Personalaufwands wissentlich ignoriert und nicht in die Liquiditätsberechnung mit einberechnet. Eine Begründung, welche Intention dabei von DFL und DFB ausgeht, wird in beiden Lizenzierungsschriften nicht erwähnt. Es wird hier bewusst ein künstliches Liquiditätspolster für die Bewerber geschaffen, was betriebswirtschaftlich nicht zu verantworten ist.
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Thematik der Lizenzierung im deutschen Profifußball vor und erläutert die methodische Herangehensweise des Vergleichs zwischen den Verfahren von DFL und DFB.
2 Organisation des Profifußballs in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet die institutionelle Verzahnung zwischen Vereinen, Verbänden und den verschiedenen Organisationseinheiten wie Ligaverband und DFL.
3 Lizenzierungsverfahren im deutschen Fußball: Hier erfolgt der detaillierte Vergleich der rechtlichen Grundlagen, Liquiditätskriterien und Anforderungen an die Finanzberichterstattung beider Lizenzgeber.
4 Beurteilung der Prüfung und Rechnungslegung von DFL und DFB: Das Kapitel bietet eine kritische Analyse der aktuellen Lizenzierungsunterlagen und diskutiert mögliche Modifizierungen durch zusätzliche Kennzahlen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Sektion resümiert die wichtigsten Erkenntnisse und bewertet die Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Änderungen für die wirtschaftliche Stabilität der Vereine.
Lizenzierung, Profifußball, DFL, DFB, Liquiditätssituation, Finanzberichterstattung, Kapitalauflage, Plan-GuV, Konzernabschluss, Eigenkapital, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Spielbetrieb, Break-even-Ergebnis, Personalaufwandsquote, dynamischer Verschuldungsgrad.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich der wirtschaftlichen Aspekte in den Lizenzierungsverfahren für den deutschen Profifußball, speziell zwischen der DFL für die Bundesliga und dem DFB für die dritte Liga.
Im Zentrum stehen die Liquiditätsprüfung, die Eigenkapitalsituation, die Qualität der eingereichten Finanzunterlagen sowie die Frage, wie die wirtschaftliche Stabilität der Klubs durch moderne Kennzahlen gesichert werden kann.
Ziel ist es zu klären, inwieweit sich die Lizenzierungsverfahren inhaltlich unterscheiden, und aufzuzeigen, wie diese durch erweiterte betriebswirtschaftliche Kriterien verbessert werden können.
Der Verfasser nutzt eine fundierte Literaturrecherche und eine synoptische Gegenüberstellung der Lizenzierungsordnungen von DFL und DFB, um Stärken und Schwächen der Verfahren zu identifizieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Liquiditätsberechnungen, die verschiedenen Stichtage für Unterlagen sowie die Mechanismen der Kapitalauflagen und der Planqualität.
Kernbegriffe sind Lizenzierung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Liquidität, Finanzberichterstattung, Konzernrechnungslegung und betriebswirtschaftliche Stabilität.
Die Regel ist entscheidend für das Lizenzierungsverfahren, da sie den Einfluss externer Kapitalgeber begrenzt und so die Integrität der Vereine und des Wettbewerbs sicherstellen soll.
Die DFL gewährt Bewerbern zusätzliche Spielräume bei der Anrechnung zukünftiger Ticketeinnahmen und Personalaufwands-Korrekturen, während der DFB bei der Liquiditätsberechnung konservativer agiert.
Zur besseren Einschätzung der Stabilität empfiehlt der Autor die Einführung eines Break-even-Ergebnisses, der Personalaufwandsquote und des dynamischen Verschuldungsgrads.
Durch die Einreichung konsolidierter Abschlüsse können Lizenzgeber die Vermögens- und Finanzlage komplexer Konzernstrukturen besser beurteilen und eine scheinbare Verbesserung der wirtschaftlichen Situation durch unternehmensinterne Ertragsverschiebungen verhindern.
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