Bachelorarbeit, 2015
47 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Methodik, Fragestellung und Forschungsstand
2. Diplomacy und das Ende der Bipolarität in den internationalen Beziehungen
2.1 Kissinger’s Diplomacy und die New World Order
2.2 Das Ende der Bipolarität
2.3 Das akademische Dilemma: Sicherheitspolitik vs. Friedens- und Konfliktforschung
3. Humanitäre Einsätze als außenpolitisches Instrument
3.1 Definition: Humanitäre Einsätze, Außenpolitik
3.1.1 Humanitäre Einsätze seit Gründung der Bundeswehr
3.1.2 Neue Humanitäre Engagements: Beobachtereinsätze
3.2 Abgrenzung zur militärischen Intervention
3.3 Mandatierung und rechtliche Grundlagen
3.4 Entwicklungszusammenarbeit als Konfliktprävention bei humanitären Einsätzen
4. Die humanitären Einsätze 2004- 2014 der Bundeswehr im Detail
4.1 Laufende und abgeschlossene Humanitäre Einsätze 2004- 2014
4.2 Strategiewechsel der Außenpolitik und neue Herausforderungen für die Bundeswehr
5. Die Bedeutung von Fachkräften: CIMIC und Reserve bei Auslandseinsätzen
5.1 Reserve
5.2. CIMIC/ZMZ
5.3 Konzeption der Einbindung dieser Konzepte auf dem Prüfstand
5.4 Perspektiven CIMIC und Reserve für Humanitäre Einsätze
6. Ausblick und Risiken humanitärer Einsätze im Rahmen der Transformation der BW
7. Fazit
Die Arbeit untersucht den strategischen Wandel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik im Kontext humanitärer Auslandseinsätze der Bundeswehr zwischen 2004 und 2014 sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ) und die Rolle der Reserve.
1.1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
Die Militärsoziologie, -geschichte und auch die internationalen Beziehungen verzeichnen mit dem Fall des Eisernen Vorhanges 1990 einen Umbruch in der Konfliktdynamik. Gab es früher zwei Blöcke, Ost und West respektive NATO und Warschauer Pakt, zerfielen diese bipolaren Strukturen und viele regionale, lokale und territoriale Konflikte entstanden. Die Bundeswehr sieht sich vor allem auch seit 9/11 der Herausforderung gegenüber eine Transformation von konventioneller Streitkraft zu einer Einsatz- und Interventionsarmee zu werden. Dieser Wandel zeigt sich in der inneren Führung, der Häufigkeit von Einsätzen und nicht zuletzt in Struktur und Equipment, um diesem Wandel der Geostrategie und Dynamik gerecht zu werden.
Die Risiken humanitärer Interventionen müssen insbesondere im Hinblick auf Spoiler und durch aufgelöste Verträge free agents überdacht werden, so dass dich in puncto force protection auch eine klare Trennlinie bei vielen humanitären Einsätzen zu militärischen Interventionen schwer erkennen lässt. Darüber hinaus gewinnt die Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und Humanitären Hilfsorganisationen an Gewicht, da diese darauf abzielen durch nachhaltige Entwicklung und Hilfeleistung ihren Beitrag zu Frieden und Entwicklung zu gewährleisten. Diese Genese der Außen- und Entwicklungspolitik ist jedoch ein relatives Novum, da es doch Humanitäre Einsätze im Rahmen der Katastrophenhilfe seit Anfang der 60er Jahre gibt. Diese reine Katastrophenhilfe hat sich jedoch seit dem Fall des Eisernen Vorhangs zu einem breiteren Aufgabenspektrum gewandelt. Denn, wenn man sich umblickt, muss man feststellen, dass unsere Nachbarschaft zu einem Krisenbogen gewachsen ist, vom Norden Afrikas bis in den Nahen Osten. Die Bundeswehr wird, zur Prävention eingesetzt, Wahlen zu beobachten, Naturkatastrophen zu bekämpfen, Infrastruktur aufzubauen, Kriegsparteien zu trennen, Pufferzonen zu überwachen, einheimische Streitkräfte zu unterstützen oder aufzubauen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Umbruch in der Konfliktdynamik seit 1990 und erläutert die daraus resultierende notwendige Transformation der Bundeswehr sowie das Erkenntnisinteresse der Arbeit.
2. Diplomacy und das Ende der Bipolarität in den internationalen Beziehungen: Dieses Kapitel analysiert Henry Kissingers Werk „Diplomacy“ als theoretischen Rahmen und thematisiert das Ende der bipolaren Weltordnung sowie das akademische Dilemma zwischen Sicherheits- und Friedensforschung.
3. Humanitäre Einsätze als außenpolitisches Instrument: Hier werden Definitionen für humanitäre Einsätze dargelegt, eine historische Einordnung vorgenommen sowie rechtliche Grundlagen und die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit als Konfliktprävention diskutiert.
4. Die humanitären Einsätze 2004- 2014 der Bundeswehr im Detail: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Übersicht und Analyse ausgewählter humanitärer Einsätze der Bundeswehr im genannten Zeitraum und bewertet den Strategiewechsel der Außenpolitik.
5. Die Bedeutung von Fachkräften: CIMIC und Reserve bei Auslandseinsätzen: Der Fokus liegt auf der Rolle von Reservisten und CIMIC-Fachkräften, deren unzureichende Einbindung kritisch hinterfragt und Perspektiven für eine verbesserte Personalentwicklung aufgezeigt werden.
6. Ausblick und Risiken humanitärer Einsätze im Rahmen der Transformation der BW: Das Kapitel bietet einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und Risiken für die Bundeswehr im Rahmen einer vernetzten Sicherheitsarchitektur.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur strategischen Neuausrichtung zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer konzeptionellen Weiterentwicklung der Spezialisierung und des Personaleinsatzes.
Bundeswehr, Humanitäre Einsätze, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Krisenbewältigung, Konfliktprävention, Transformation, ZMZ, CIMIC, Reserve, Internationale Beziehungen, Strategiewechsel, Multilateralität,Failed States, Friedenssicherung.
Die Arbeit analysiert den Wandel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und die sich daraus ergebende veränderte Rolle der Bundeswehr bei humanitären Auslandseinsätzen im Zeitraum von 2004 bis 2014.
Die Arbeit behandelt die Transformation der Streitkräfte, die Bedeutung von Zivil-militärischer Zusammenarbeit (CIMIC/ZMZ), die Rolle der Reserve sowie die Verknüpfung von militärischen und entwicklungspolitischen Maßnahmen.
Die Arbeit untersucht, wie sich der strategische Wechsel der Außen- und Sicherheitspolitik in humanitären Auslandseinsätzen der Bundeswehr äußert und welchen Einfluss dies auf die Konzepte der Reserve und Zivil-militärischen Zusammenarbeit hat.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch klassische Literatur (insb. Kissinger) sowie einer strukturierten Analyse von Dokumenten, politischen Richtlinien und einer Fallstudien-basierten Auswertung humanitärer Einsätze.
Im Hauptteil werden theoretische Rahmenbedingungen, die historische Entwicklung humanitärer Einsätze der Bundeswehr, rechtliche Grundlagen sowie eine detaillierte Analyse konkreter Einsätze und die Rolle von CIMIC/Reserve detailliert erörtert.
Kernbegriffe sind Bundeswehr, Humanitäre Einsätze, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Transformation, ZMZ, CIMIC und Reserve.
Beobachtereinsätze werden als neue Form des humanitären Engagements identifiziert, die über traditionelles Peacekeeping hinausgehen und deren Tätigkeiten (z.B. Waffenstillstandsüberwachung) sich teilweise mit klassischen militärischen Aufklärungsaufgaben überschneiden.
Der Autor kritisiert eine hohe Diskrepanz zwischen top-down vorgegebenen Richtlinien und der praktischen Umsetzung, insbesondere bei der Einbindung und Förderung von Reservisten mit zivilen Spezialqualifikationen.
Entwicklungszusammenarbeit wird als effektive Form der langfristigen Konfliktprävention hervorgehoben, die zunehmend als Teil eines vernetzten Sicherheitsansatzes betrachtet wird, um dem Terrorismus den Nährboden zu entziehen.
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