Masterarbeit, 2015
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Raum
2.1 Raumbegriff und Raumverständnis
2.2 Raumtheorie nach Henri Lefebvre
3. Stadt
3.1 Stadtbegriff und Stadtverständnis
3.2 Akteure
3.3 öffentlicher Stadtraum
3.4 Städtische Dichte und Weite
4. Transformation
4.1 Transformationsbegriff und Transformationsprozess
4.2 Akteure
4.3 Bedeutung und Wirkung
5. Das Feld
5.1 Tempelhofer Feld als „Forschungsgegenstand“
5.2 Entwicklung und Transformation
5.3 Bedeutung und Wirkung
5.4 Ausblick auf Praxisteil
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Transformation des Tempelhofer Feldes in Berlin als einen sozialen und städtebaulichen Prozess. Ziel ist es, durch die Analyse der Kategorien Raum, Stadt und Transformation aufzuzeigen, wie das Feld als "Nicht-Raum" oder "Möglichkeitsraum" eine neue Form von öffentlicher Aneignung darstellt und warum sein Erhalt für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung von Bedeutung ist.
3.1 Stadtbegriff und Stadtverständnis
Innerhalb der Raumsoziologie gilt es als erklärtes Ziel, Raumtheorien auch für die Analyse spezifischer städtischer Räume anzuwenden. Stadt und Raum sind ineinander verzahnt und können folglich auf den drei soziologisch relevanten Ebenen Identifikation, räumliche Anordnung und raumbezogene Unterscheidungen betrachtet werden.
Die Identifikation mit der Stadt erfolgt durch ihre Bewohner. Die Stadt nutzt ihren Attraktionswert für Unternehmen, Tourismus und um sich allgemein von anderen Städten abzugrenzen.
Wie bereits im vorangegangen Kapitel kurz dargestellt, ist eine Grundlage von Gesellschaft die Herrschaft bzw. die Kontrolle über Raum, d.h. die gesellschaftlichen Strukturen bilden sich in räumlichen Anordnungen heraus. Auf der dritten Ebene strukturieren die raumbezogenen Unterscheidungen die Wahrnehmungen, Handlungen u.a. der Bürger durch Orientierungsmuster wie z.B. „hier und dort“, „nah und fern“, „global oder lokal“ u.a.
Stadt zu definieren ist ebenso schwierig wie widersprüchlich. Zu dieser These kommt auch Frank Eckhardt in Soziologie der Stadt. Eine Möglichkeit kann, meines Erachtens, darin bestehen, Fragen zu stellen, die schließlich zu einer Annäherung an den Stadtbegriff, den Stadtraum oder an ein Stadtbild führen können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Flächennutzung in Berlin am Beispiel des Tempelhofer Feldes ein und formuliert das Ziel der Arbeit.
2. Raum: Dieses Kapitel erläutert theoretische Raumbegriffe und fokussiert dabei besonders auf Henri Lefebvres Theorie der Raumproduktion.
3. Stadt: Hier werden soziologische Stadtbegriffe, die Rolle von Akteuren und das Konzept des öffentlichen Stadtraums im Spannungsfeld von Dichte und Weite untersucht.
4. Transformation: Dieses Kapitel widmet sich den Prozessen des städtischen Wandels, der Umnutzung von Brachflächen und der Rolle bürgerschaftlicher Akteure.
5. Das Feld: Das Kapitel wendet die zuvor entwickelten theoretischen Kategorien konkret auf das Tempelhofer Feld an, um dessen Entwicklung und Bedeutung zu analysieren.
6. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Rolle des Tempelhofer Feldes als Impulsgeber für eine partizipative Stadtentwicklung.
Tempelhofer Feld, Stadtentwicklung, Raumproduktion, Henri Lefebvre, Transformation, Öffentlicher Raum, Zwischennutzung, Berlin, Stadtsoziologie, Bürgerbeteiligung, Volksentscheid, Urbanisierung, Dichte, Weite, Möglichkeitsraum.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, Nutzung und räumlichen Transformation des Tempelhofer Feldes im Kontext des Berliner Stadtwandels.
Die Schwerpunkte liegen auf Raumtheorien, städtischer Transformation, der Rolle von zivilgesellschaftlichen Akteuren und der Bedeutung von öffentlichen Freiräumen.
Die Arbeit möchte aufzeigen, warum das Tempelhofer Feld trotz seiner scheinbaren "Leere" als bedeutender sozialer und öffentlicher Raum für die Stadtentwicklung fungiert.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit Raum- und Stadttheorien mit einer empirischen Feldforschung, die teilnehmende Beobachtung und gestalterische Ansätze verknüpft.
Im Hauptteil werden die Kategorien Raum, Stadt und Transformation systematisch erläutert und anschließend auf das Tempelhofer Feld angewendet, inklusive der historischen Einordnung und der Rolle des Volksentscheids.
Die zentralen Begriffe sind Tempelhofer Feld, Transformation, soziale Raumproduktion, Partizipation und städtische Freiraumplanung.
Der Begriff bezieht sich auf die Unbestimmtheit der Fläche nach der Flughafenschließung, die jedoch gerade durch diese Offenheit neue soziale Aneignungsprozesse ermöglicht.
Der Volksentscheid dient als Beleg für den Wunsch der Bevölkerung nach Erhalt der unversiegelten Fläche und als Zeichen für eine neue, partizipative Form der Stadtgestaltung.
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