Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1.0
Die vorliegende Arbeit untersucht die ideologische Prägung der Osteuropaforschung in Westdeutschland während des Kalten Krieges und beleuchtet die Funktionalisierung des Fachs durch die Politik. Sie analysiert die historischen Rahmenbedingungen der Wiederetablierung des Fachs nach 1945 und zeigt auf, wie die Osteuropaforschung als ideologischer Partner im Kalten Krieg agierte. Abschließend wird die Arbeit die Herausforderungen untersuchen, denen sich die Osteuropaforschung nach dem Zusammenfall der Sowjetunion stellen musste.
Die Einleitung stellt die Thematik der Arbeit vor und beleuchtet die ideologische Einfärbung der Osteuropaforschung während des Kalten Krieges. Sie skizziert die historischen Rahmenbedingungen der Wiederetablierung des Fachs nach 1945 und die Bedeutung der Osteuropaforschung für die gegenwärtige Politik.
Dieses Kapitel untersucht die Entstehung des Osteuropabegriffs und die damit verbundenen Stereotype. Es zeigt auf, wie sich das Russlandbild im 19. Jahrhundert vom „Retter Europas“ zum „asiatischen Barbaren“ wandelte und wie der Ost-West-Dualismus etabliert wurde.
Kapitel III behandelt die Rolle der Osteuropaforschung im Kalten Krieg. Es analysiert die Wiederetablierung des Fachs in Westdeutschland und die Verwendung des Osteuropabegriffs als Werkzeug der Ideologisierung. Darüber hinaus werden die Paradigmenwechsel der Forschung ab den 1960er Jahren und der verdeckte Antikommunismus in der Publizistik Klaus Mehnerts diskutiert.
Die vorliegende Arbeit behandelt die Themen Osteuropaforschung, Kalter Krieg, Ideologie, Stereotype, Ost-West-Dualismus, Russlandbild, historische Rahmenbedingungen, Wiederetablierung des Fachs, Funktionalisierung durch die Politik.
Die Forschung diente oft als ideologischer Partner der Politik, um das Bild des „Ostens“ gemäß der jeweiligen politischen Wetterlage zu funktionalisieren.
Der Begriff bezieht sich auf die historische Vorprägung des Fachs, das teils eine Mitschuld an Verbrechen im Nationalsozialismus trug und nach 1945 neu etabliert wurde.
Es wandelte sich von der Wahrnehmung als „Retter Europas“ hin zum Stereotyp des „asiatischen Barbaren“.
Mehnert war ein einflussreicher Publizist, dessen Werk in der Arbeit auf „verdeckten Antikommunismus“ hin untersucht wird.
Nach dem Zusammenfall der Sowjetunion musste sich die Forschung neu orientieren, da der bisherige ideologische Rahmen des Kalten Krieges wegfiel.
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