Bachelorarbeit, 2014
62 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Die Struktur des Selbst
3. Die unendliche Resignation
4. Das ewige Bewusstsein
5. Der absolute Anfang als Sprung
6. Der Glaube
7. Die Reue und das Allgemeinmenschliche in der Wahl
8. Die Entwicklung des ewigen Selbst
9. Selbstverlust in der Verzweiflung?
9.1 Selbstverlust innerhalb der unbewussten Form der Verzweiflung: „Daß der menschliche Geist sich in der Verzweiflung nicht bewusst ist, ein Selbst zu haben [uneigentliche Verzweiflung]
9.2 Selbstverlust innerhalb der bewussten Form der Verzweiflung: Verzweifelt nicht man selbst sein wollen
9.3 Selbstverlust innerhalb der bewussten Form der Verzweiflung: Verzweifelt man selbst sein wollen
10. Die Potenzierung der Verzweiflung und des Selbstverlusts
11. Schluss
Diese Arbeit rekonstruiert das philosophische Gedankengebäude Sören Kierkegaards, um den Zusammenhang zwischen dem Konzept des Selbst, der Verzweiflung und dem potenziellen Verlust der Ewigkeit im menschlichen Dasein zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.
Die unendliche Resignation
„Abstraktion“ (lat. abs-trahere ‚abziehen‘, ‚entfernen‘, ‚trennen‘) bezeichnet in der Philosophie „ein gedankliches Verfahren, durch das von bestimmten gegebenen, jedoch als unwesentlich erachteten Merkmalen eines Gegenstandes abgesehen wird. Auf diese Weise soll sich das Augenmerk auf das Wesentliche konzentrieren[…]“ (Metzler Lexikon: Philosophie. Begriffe und Definitionen). Bezogen auf das ideale Selbst-Bild bedeutet dies: Das „bestimmte Gegebene“ ist der „ganze Lebensinhalt“ und die „Bedeutung der Wirklichkeit“ des Selbst.
Dann wird zum ersten der Ritter die Kraft haben, den ganzen Lebensinhalt und die Bedeutung der Wirklichkeit in einen einzigen Wunsch zu konzentrieren. Fehlt es einem Menschen an dieser Konzentration, dieser Geschlossenheit, ist seine Seele von Anfang an in Vielfalt zersplittert, […].
1. Einleitung: Einführung in Kierkegaards zentrales Anliegen der „ewigen Seligkeit“ und die Frage, wie ein existierender Mensch im Widerspruch von Unendlichkeit und Endlichkeit unsterblich werden kann.
2. Die Struktur des Selbst: Definition des Selbst als Verhältnis zur Synthese aus Unendlichkeit und Endlichkeit, wobei Möglichkeit und Notwendigkeit zentrale Momente bilden.
3. Die unendliche Resignation: Erklärung des Abstraktionsprozesses, bei dem das Selbst von unwesentlichen Merkmalen und der Endlichkeit absieht, um sich auf den wesentlichen Wunsch zu konzentrieren.
4. Das ewige Bewusstsein: Untersuchung des „unverrückbaren Teils“ im Selbst, der die eigene ewige Gültigkeit reflektiert und die Grundlage für eine ethische Wahl bildet.
5. Der absolute Anfang als Sprung: Analyse des Übergangs zum Glauben und wie der Mensch trotz objektiver Ungewissheit durch einen Kraftakt sein Dasein ergreift.
6. Der Glaube: Betrachtung des Glaubens als Lösung für das Paradoxon der Immanenz, in dem das Ewige und Zeitliche zusammengeführt werden.
7. Die Reue und das Allgemeinmenschliche in der Wahl: Die Identität von Selbstwahl und Reue als ethische Voraussetzung, um unberechtigte Wirklichkeiten zu überwinden.
8. Die Entwicklung des ewigen Selbst: Darstellung des Selbst als stetigen Prozess der Geistesentwicklung durch das fortwährende Synthetisieren mittels Freiheit.
9. Selbstverlust in der Verzweiflung?: Untersuchung der Verzweiflung als Missverhältnis im Prozess der Selbstwerdung, aufgeteilt in bewusste und unbewusste Formen.
10. Die Potenzierung der Verzweiflung und des Selbstverlusts: Erörterung der Steigerung des Missverhältnisses und der Rolle des Trotzes im Prozess der Verzweiflung.
11. Schluss: Zusammenfassung der Rekonstruktion und Fazit zur Rolle der Verzweiflung als potenzieller, aber riskanter Zugang zum Ewigen.
Sören Kierkegaard, Selbst, Verzweiflung, Ewigkeit, Freiheit, Synthese, Unsterblichkeit, Resignation, Existenzdialektik, Glaube, Selbstverlust, Wahl, Bewusstsein, Endlichkeit, Unendlichkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung des Selbstbegriffs bei Sören Kierkegaard, insbesondere der Frage, wie der Mensch im Spannungsfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit ein „ewiges Selbst“ entwickeln kann.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Freiheit und Notwendigkeit, der Prozess der Resignation und Selbstwahl, die Bedeutung des Glaubens sowie die Analyse der Verzweiflung als ein Missverhältnis in der Selbstwerdung.
Das primäre Ziel ist die Rekonstruktion von Kierkegaards Gedanken, um zu klären, inwiefern die Verzweiflung einerseits einen Selbstverlust darstellt und andererseits einen (riskanten) Zugang zur eigenen Ewigkeit ermöglichen kann.
Die Arbeit verwendet eine rekonstruktive philosophische Analyse. Sie baut auf den Voraussetzungen Kierkegaards auf und interpretiert zentrale Begriffe des Gedankengebäudes systematisch.
Der Hauptteil analysiert schrittweise die Struktur des Selbst, die Prozesse der Resignation und Wahl, das Konzept des ewigen Bewusstseins sowie die verschiedenen Stufen und Formen der Verzweiflung bis hin zu deren Potenzierung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Selbst, Verzweiflung, Ewigkeit, Freiheit, Synthese und Existenzdialektik geprägt.
Die uneigentliche Verzweiflung ist ein unbewusstes Leiden unter äußeren Umständen, während die eigentliche Verzweiflung ein bewusster Akt des Selbst ist, bei dem das Individuum die Verantwortung für seine Situation erkennt und aktiv wird.
Die Sündenvergebung ist essenziell, da sie dem Selbst die Möglichkeit gibt, seine durch Schwäche entstandene Qual zu überwinden und eine Versöhnung vor Gott zu finden, anstatt im Trotz zu verharren.
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