Masterarbeit, 2014
57 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Forschungsstand: Die Doppelbelastung zwischen Schule und Leistungssport
2.1 Zur Begrifflichkeit Doppelbelastung
2.2 Umfang der schulischen Anforderungen
2.3 Umfang der leistungssportlichen Anforderungen
2.4 Die Doppelbelastung aus Sicht der Betroffenen
2.4.1 Schulische Belastungen
2.4.2 Leistungssportspezifische Belastungen aus Sicht der Betroffenen
2.4.3 Zwischenbilanz: Die Doppelbelastung aus Sicht der Betroffenen
3 Das Verbundsystem von Schule und Leistungssport
3.1 Die Sportbetonte Schule und die Partnerschule des Sports
3.2 Die Eliteschule des Sports
3.3 Das Sportinternat
3.4 Unvereinbarkeiten im Verbundsystem?! - Schule versus Leistungssport
4. Forschungsstand: Die Bewältigung der Doppelbelastung durch soziale Ressourcen
4.1 Zur Begrifflichkeit Bewältigung
4.2 Das Soziale Netz als Bewältigungsressource
4.3 Soziale Unterstützung durch die Eltern
4.4 Soziale Unterstützung durch Freunde
4.5 Soziale Unterstützung durch die (Sport-) Schule
4.5.1 Soziale Unterstützung durch die Lehrer
4.5.2 Soziale Unterstützung durch das Internat
5. Forschungsergebnisse: Die Auswirkungen der Doppelbelastung aus subjektiver und objektiver Perspektive
5.1 Auswirkungen auf die Schul- und Sportkarriere
5.2 Auswirkungen auf die soziale Entwicklung
6. Kapitelzusammenfassung
7. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld der Doppelbelastung junger Leistungssportler zwischen schulischen Anforderungen und leistungssportlichem Training. Dabei wird analysiert, wie diese Jugendlichen die Belastungen bewältigen, welche Rolle soziale Unterstützungssysteme spielen und ob das Verbundsystem von Schule und Leistungssport eine erfolgreiche "Duale Karriere" ermöglichen kann.
2.4.2 Leistungssportspezifische Belastungen aus Sicht der Betroffenen
Dass sich jugendliche Nachwuchsathleten einem deutlichen Teil ihrer Zeit der Schule und dem Leistungssport widmen und sich durch die schulischen Anforderungen zudem teilweise belastet fühlen, wurde in den beiden vorausgehenden Kapiteln verdeutlicht. Mit Blick auf die Erforschung der Doppelbelastung der jungen Athleten ist es naturgemäß erforderlich, den zweiten Aspekt besagter Problematik respektive die durch den Leistungssport induzierten Belastungen der Nachwuchsathleten zu ermitteln. Nachstehend werden nun Forschungsergebnisse bezüglich sportspezifischer Belastungen junger Spitzenathleten abgebildet.
So äußerten sich die befragten Probanden in der Studie von Brettschneider & Klimek (2009) zur Evaluation Sportbetonter Schulen neben ihrem schulischen Belastungserleben auch hinsichtlich der durch Training wahrgenommenen Belastungen, indem man sie mit folgender Aussage konfrontierte: „Durch den Leistungssport fühle ich mich oft sehr beansprucht“. Die Analyse der Daten offenbarte keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sich die Kadersportler im Rahmen der Neustrukturierung der Sportbetonten Schulen auch einem erhöhtem Belastungsdruck im Trainingsalltag ausgesetzt sahen – die zwischen 1992 und 1995 vernehmbare Konstanz der trainingsspezifischen Beanspruchungen ist mit der Erkenntnis gleichbleibender Trainingspensen deckungsgleich. Das subjektive Gefühl, dem Trainingsalltag mitsamt seinen Herausforderungen gewachsen zu sein, blieb im besagten Trainingsalltag stabil. Dennoch ist es gemäß der Initiatoren der Studie unabdingbar, angesichts der bereits erwähnten Stabilität der Trainingspensen und der trainingsspezifischen Beanspruchungen, nicht ohne Weiteres auf eine Balance und Konstanz der individuell verfügbaren Bewältigungsmöglichkeiten der jungen Berliner Nachwuchsathleten zu schließen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen schulischer Ausbildung und Leistungssport, das oft mit einer hohen Doppelbelastung für jugendliche Athleten verbunden ist.
2 Forschungsstand: Die Doppelbelastung zwischen Schule und Leistungssport: Dieses Kapitel definiert den Begriff Doppelbelastung und analysiert den zeitlichen und inhaltlichen Umfang der schulischen sowie sportlichen Anforderungen an junge Athleten.
3 Das Verbundsystem von Schule und Leistungssport: Hier werden institutionelle Lösungen wie Sportbetonte Schulen, Eliteschulen des Sports und Sportinternate vorgestellt, die eine bessere Verzahnung von Bildung und Sport anstreben.
4. Forschungsstand: Die Bewältigung der Doppelbelastung durch soziale Ressourcen: Der Fokus liegt auf Bewältigungskonzepten nach Lazarus und der unterstützenden Rolle des sozialen Umfelds wie Eltern, Freunden, Lehrern und Internatsstrukturen.
5. Forschungsergebnisse: Die Auswirkungen der Doppelbelastung aus subjektiver und objektiver Perspektive: Das Kapitel wertet empirische Befunde aus, die zeigen, dass die Doppelbelastung Schulleistungen nicht zwingend verschlechtert, aber die soziale und psychische Belastung beeinflusst.
6. Kapitelzusammenfassung: Eine zusammenfassende Darstellung der zentralen Erkenntnisse bezüglich des Spannungsfeldes, der Bewältigung und der institutionalisierten Förderstrukturen.
7. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass das Belastungsempfinden individuell variiert und eine qualitativ hochwertige Kooperation aller beteiligten Akteure für eine gelungene Duale Karriere unerlässlich ist.
Doppelbelastung, Leistungssport, Schule, Duale Karriere, Verbundsystem, Soziale Ressourcen, Bewältigungsstrategien, Nachwuchsathleten, Sportbetonte Schulen, Eliteschulen des Sports, Sportinternate, Soziale Unterstützung, Schulkarriere, Trainingsbelastung, Empirische Forschung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Doppelbelastung, der jugendliche Leistungssportler ausgesetzt sind, wenn sie versuchen, sowohl ihre schulische Karriere als auch ihre sportlichen Ambitionen erfolgreich zu verfolgen.
Zentrale Themen sind die Analyse schulischer und trainingsspezifischer Anforderungen, die Rolle des sozialen Umfelds als Bewältigungsressource sowie die institutionellen Förderkonzepte wie Sportbetonte Schulen.
Ziel ist es, den Forschungsstand zur Doppelbelastung zu beleuchten und zu klären, in welchem Maße soziale und institutionelle Unterstützung dazu beitragen, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Forschungsstandanalyse sowie der Auswertung verschiedener empirischer Studien zu den Lebenswelten von Nachwuchsathleten.
Der Hauptteil behandelt die Definition von Doppelbelastung, die institutionellen Verbundsysteme, die Bewältigung durch soziale Ressourcen sowie die Auswirkungen auf Schulkarriere und soziale Entwicklung.
Schlüsselwörter sind unter anderem Doppelbelastung, Duale Karriere, Nachwuchsathleten, soziale Unterstützung und das Verbundsystem von Schule und Leistungssport.
Studien zeigen, dass Athleten in der Oberstufe aufgrund der zeitlichen Nähe zum Abitur ein höheres Belastungsempfinden und größere Koordinationsschwierigkeiten aufweisen als Athleten in der Mittelstufe.
Das soziale Netz, insbesondere Eltern und Freunde, bietet instrumentelle und emotionale Unterstützung, die entscheidend dazu beiträgt, Belastungssituationen als erträglicher wahrzunehmen und Resignation zu verhindern.
Internate können durch die Ökonomisierung des Tagesablaufs und verkürzte Wege zwischen Schule und Trainingsstätten dazu beitragen, den Zeitaufwand zu reduzieren und damit die Doppelbelastung abzufedern.
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