Bachelorarbeit, 2012
74 Seiten, Note: 1,0
1.0 Zusammenfassung
2.0 Einleitung
3.0 Methodik
4.0 Theorie
4.1 Proteine allgemein
4.2 Aufbau der Proteine
4.2.1 Aminosäuren
4.2.1.1 Aufbau der Aminosäuren
4.2.1.2 Einteilung der Aminosäuren nach ihrer Essentialität
4.3 Funktionen der Proteine
4.4 Verdauung, Absorption und Transport der Proteine und die Rolle der BCAAs
4.5 Protein – Turnover und Stickstoffbilanz
4.5.1 Protein – Turnover (Proteinumsatz)
4.5.2 Stickstoffbilanz (N-Bilanz)
4.5.3 Faktoren, die die Stickstoffbilanz beeinflussen
4.6 Proteinqualität
4.6.1 Methoden zur Ermittlung der Proteinqualität
5.0 Empfehlungen für die Proteinzufuhr
5.1 Informationen zu den „D-A-CH“ - Referenzwerten
5.2 Wünschenswerte Proteinzufuhr für die Normalbevölkerung laut „D-A-CH“
5.3 Informationen zu den „Dietary Reference Intakes (DRI)“
5.4 Ist – Proteinzufuhr von Kraft- und Ausdauerathleten
5.5 Risiken einer zu hohen Proteinzufuhr
5.6 Probleme bei der Ermittlung des Proteinbedarfs
5.7 Proteinbedarf von Kraft- und Ausdauersportlern
5.7.1 Gründe für einen erhöhten Proteinbedarf
5.7.2 Die Sportarten und die Intensitätslevel
5.7.3 Proteinbedarf im Kraftsport
5.7.4 Proteinbedarf im Ausdauersport
5.8 Der Geschlechterunterschied
6.0 Diskussion und Vergleich
6.1 Der Vergleich
6.2 Vorteile einer hohen Proteinzufuhr
6.3 Nachteile einer hohen Proteinzuhr
6.4 Die Notwendigkeit der Supplementierung
6.5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Proteinbedarf von Leistungs- und Hochleistungssportlern aus den Bereichen Kraft- und Ausdauersport. Das primäre Ziel ist es, auf Basis aktueller Literatur zu klären, ob für diese Gruppen ein Mehrbedarf gegenüber den allgemeinen Ernährungsempfehlungen besteht, welche Gruppe einen höheren Bedarf aufweist und wie hoch dieser tatsächlich ist.
4.2.1.1 Aufbau der Aminosäuren
Es gibt ca. 20 verschiedene Aminosäuren (s. Abb. 3), die für die Biosynthese von Proteinen verwendet werden (sog. proteinogene Aminosäuren). Alle Aminosäuren weisen das selbe Grundgerüst auf (s. Abb. 2), ein zentrales C-Atom (das sog. α-C-Atom), welches mittels kovalenter Bindung an eine Aminogruppe (NH2), eine Carboxylgruppe (COOH), ein Wasserstoffatom (H) sowie einen variablen Substituenten, der auch als Seitenkette oder Rest (R-) bezeichnet wird, geknüpft ist (vgl. Horn, 2009:37).
Mit Ausnahme des Glycins, „ist bei allen α-Aminosäuren das α-C-Atom ein asymmetrisch substituiertes C-Atom“ (Mortimer/Müller, 2010:619). Deshalb sind die Aminosäuren chiral, das heißt, dass es jeweils zwei Strukturen gibt, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten und nicht ineinander überführbar sind (vgl. Horn, 2009:37). Bild und Spiegelbild bezeichnet man als D- und L- Isomere (D für lat. dexter = rechts und L für lat. laevus = links). Mit Ausnahme von fermentierten Lebensmitteln enthält Nahrungsprotein keine D-Aminosäuren. Für die Ernährung des Menschen haben D-Aminosäuren praktisch keine Bedeutung (vgl. Elmadfa, 2009:81). Nur die L-Aminosäuren sind die Bestandteile aller Proteine (vgl. Christen/Jaussi, 2005:25).
1.0 Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Studienlage zum Proteinbedarf von Leistungssportlern und stellt fest, dass individuelle Faktoren bei der Bestimmung eine zentrale Rolle spielen.
2.0 Einleitung: Beleuchtet die hohe Bedeutung von Protein im Sport sowie die unterschiedlichen Mythen und Meinungen zur optimalen Proteinzufuhr.
3.0 Methodik: Beschreibt das Vorgehen der reinen Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken und Fachbibliotheken.
4.0 Theorie: Erläutert die biochemischen Grundlagen von Proteinen, deren Aufbau, Funktionen und die Mechanismen des Protein-Turnovers.
5.0 Empfehlungen für die Proteinzufuhr: Fasst die offiziellen Referenzwerte für die Allgemeinbevölkerung zusammen und stellt diese der täglichen Praxis von Sportlern gegenüber.
6.0 Diskussion und Vergleich: Diskutiert kritisch, ob Kraft- oder Ausdauersportler einen signifikant höheren Proteinbedarf haben und ob Supplementierung notwendig ist.
Proteinbedarf, Kraftsport, Ausdauersport, Stickstoffbilanz, Aminosäuren, Protein-Turnover, Sporternährung, Leistungssteigerung, Muskelhypertrophie, Biologische Wertigkeit, Supplementierung, Proteinsynthese, D-A-CH Referenzwerte, Stoffwechsel, Energiezufuhr
Die Arbeit untersucht den Proteinbedarf von Leistungssportlern im Kraft- und Ausdauerbereich und vergleicht diesen mit den offiziellen allgemeinen Empfehlungen für die Bevölkerung.
Die zentralen Themen sind der biochemische Aufbau von Proteinen, die verschiedenen Methoden zur Proteinbedarfsbestimmung und der Vergleich der Anforderungen an die Ernährung bei unterschiedlichen Sportarten.
Es soll geklärt werden, ob Leistungssportler einen wissenschaftlich nachweisbaren Mehrbedarf an Protein haben und ob dieser Bedarf zwangsläufig über teure Präparate gedeckt werden muss.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die wissenschaftliche Datenbanken, Meta-Analysen und Fachliteratur einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, offizielle Empfehlungen sowie die spezifische Betrachtung des Proteinbedarfs für Kraft- und Ausdauersportler unter Berücksichtigung von Trainingszustand und individuellen Zielen.
Proteinbedarf, Kraftsport, Ausdauersport, Stickstoffbilanz, Aminosäuren und Muskelhypertrophie sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Sie dient als wichtiges, wenn auch kritisiertes, wissenschaftliches Instrument, um den Proteinbedarf zu ermitteln und den Stoffwechselzustand (anabol versus katabol) eines Sportlers zu beurteilen.
Nach Erkenntnis dieser Arbeit ist eine Supplementierung nicht zwingend, da der erhöhte Bedarf bei einer adäquaten, ausgewogenen Ernährung meist über die normale Kost abgedeckt werden kann.
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