Masterarbeit, 2015
103 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Gegenstand und Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in Deutschland und den USA
2.1 Begrifflichkeiten und Akteure
2.2 Funktion und Merkmale
2.3 Historische Entwicklung
2.3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3.2 Gewerkschaften und Verbände der Arbeitgeber
2.4 Arbeitswelt im strukturellen Wandel
3 Staatliche Regulierung der Arbeitsbeziehungen in Deutschland und den USA
3.1 Staat und regulative Politik
3.2 Arbeitsrecht in der Rechtsordnung
3.3 Individuelles Arbeitsrecht
3.3.1 Innere Struktur und Grundsätze
3.3.2 Gesetzliche Vorschriften
3.4 Kollektives Arbeitsrecht
3.4.1 Tarifrecht und Recht der Mitbestimmung
3.4.2 Arbeitskampfrecht und Schlichtungsverfahren
3.5 Gegenwärtiger Stand und neue Herausforderungen
4 Tarifpartnerschaft und Mitbestimmung in Deutschland und den USA
4.1 Gewerkschaften als Vertreter der Arbeitnehmerinteressen
4.1.1 Aufbau und Aufgabenfelder
4.1.2 Organisationswachstum und Organisationsgrad
4.2 Verbände der Arbeitgeber als Vertreter der Kapitalinteressen
4.2.1 Aufbau und Aufgabenfelder
4.2.2 Organisationswachstum und Organisationsgrad
4.3 Tarifvertragsbeziehungen zwischen Kooperation und Konflikt
4.3.1 Tarifverhandlungen und Lobbyismus
4.3.2 Arbeitskampfmaßnahmen - Ultima Ratio zur Interessendurchsetzung
4.4 Landesspezifische Formen der Mitbestimmung
4.4.1 Organisation der deutschen Betriebsverfassung
4.4.2 Worker Centers - Organisation der Unorganisierbaren
4.5 Direkte Arbeitnehmerpartizipation im Rahmen des Human Resource Management
4.6 Gegenwärtiger Stand und neue Herausforderungen
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit vergleicht die Arbeitsbeziehungen in Deutschland und den USA, um grundlegende Unterschiede in deren Ausgestaltung und Regulierung zu identifizieren und die Ursachen für die Divergenzen zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit die Sorgen vor einer Angleichung an die US-amerikanischen Standards begründet sind.
2.1 Begrifflichkeiten und Akteure
Die Begriffe "Arbeitsbeziehungen" und "Industrielle Beziehungen" werden in der wissenschaftlichen Literatur synonym verwendet. Beide Bezeichnungen wurden wörtlich aus dem Englischen übernommen und sind mit labour relations und industrial relations zu übersetzen.5
Bei Arbeitsbeziehungen handelt es sich um wirtschaftliche Austauschprozesse. Sie bestehen zwischen Kapital und Arbeit bzw. den Akteuren, die Kapital und Arbeit in einem Betrieb, einem Wirtschaftszweig, einem Land oder einem regulierten transnationalen Wirtschaftsraum repräsentieren. Sie umfassen zudem Normen, Verträge, Institutionen und Organisationen zur Regulierung der Arbeit, die aus der Interaktion zwischen den Akteuren und staatlichen Eingriffen hervorgehen.6 Nach einer Definition von Hillmann lassen sich Arbeitsbeziehungen als "System von Regeln, nach denen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ihre besonderen Interessen artikulieren, konfrontieren, aushandeln und institutionalisieren“7 beschreiben.
Zu den Akteuren zählen im Allgemeinen Personen, Gruppen und Organisationen.8 Auf Seiten des Kapitals sind dies in erster Linie die Arbeitgeber und deren Verbände. Ferner sind das Management und der unmittelbare Vorgesetzte zu nennen, die für die Umsetzung der Instruktionen des Arbeitgebers verantwortlich sind. Die Seite der Arbeit wird hingegen von den Arbeitnehmern, den Gewerkschaften und den Arbeitsgruppen repräsentiert. Darüber hinaus wird die Arbeitnehmervertretung in Deutschland u. a. durch den Betriebsrat9 und in den USA durch die shop stewards vorgenommen.10 Von elementarer Bedeutung ist die Tarifpartnerschaft. Sie bezeichnet das Verhältnis zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern und deren Vertretern zum Zwecke des Tarifabschlusses. Den gesetzlichen Rahmen für die zugehörigen Normen, Verträge, Institutionen und Organisationen gibt der Staat vor, der damit die "dritte Partei" im System der Arbeitsbeziehungen darstellt.11 Zur besseren Verdeutlichung soll die nachfolgende Übersicht dienen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um Arbeitsbeziehungen im Kontext internationaler Handelsabkommen wie TTIP und stellt die Forschungsfrage nach den Unterschieden zwischen den Systemen in Deutschland und den USA.
2 Gegenstand und Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in Deutschland und den USA: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe, analysiert die historische Entwicklung des Arbeitsrechts sowie der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen und betrachtet den strukturellen Wandel der Arbeitswelt.
3 Staatliche Regulierung der Arbeitsbeziehungen in Deutschland und den USA: Der Abschnitt vergleicht die staatliche Rolle, die rechtlichen Hierarchien sowie das individuelle und kollektive Arbeitsrecht beider Staaten im Hinblick auf ihre Regulierungsdichte.
4 Tarifpartnerschaft und Mitbestimmung in Deutschland und den USA: Dieses Kapitel untersucht die Organisation und Aufgaben von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, die Mechanismen der Tarifvertragsbeziehungen und landesspezifische Mitbestimmungsformen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Unterschiede zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten sowie Herausforderungen für Arbeitnehmervertreter beider Länder.
Arbeitsbeziehungen, Tarifpartnerschaft, Mitbestimmung, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Arbeitsrecht, Industriebeziehungen, Globalisierung, Betriebsverfassung, Tarifautonomie, Arbeitskampf, Human Resource Management, Worker Centers, Arbeitsmarktregulierung, Strukturwandel
Die Arbeit vergleicht die Systeme der Arbeitsbeziehungen in Deutschland und den USA hinsichtlich ihrer Struktur, Regulierung und Entwicklung.
Zu den zentralen Themen zählen die rechtliche Regulierung, die Organisation der Tarifpartner (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände), der Einfluss von Mitbestimmungsrechten sowie die Anpassung an den globalen Strukturwandel.
Das Ziel ist es, grundlegende Unterschiede und deren Ursachen zwischen den beiden Systemen herauszuarbeiten und zu beurteilen, inwieweit die Sorgen des DGB vor einer Angleichung an die US-amerikanischen Verhältnisse begründet sind.
Es handelt sich um eine ländervergleichende Studie, die auf der Analyse von Fachliteratur, Statistiken und rechtlichen Dokumenten basiert, um die unterschiedlichen Modelle der Arbeitsbeziehungen gegenüberzustellen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Organisation der Tarifpartner, die Prozesse von Tarifverhandlungen und Arbeitskämpfen sowie neue Partizipationsformen wie worker centers.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Arbeitsbeziehungen, Tarifautonomie, Betriebsverfassung, Mitbestimmung, gewerkschaftliche Organisation, globaler Strukturwandel und Arbeitskampf.
Sie bildet neben der Tarifautonomie eine zentrale Säule des dualen Systems und ermöglicht die Mitbestimmung auf Betriebs- und Unternehmensebene, was einen wesentlichen Unterschied zum US-System darstellt.
Die Dezentralisierung ist historisch bedingt und resultiert aus einer Kombination von schwacher staatlicher Regulierung, einem Fokus auf Unternehmertum sowie der zersplitterten Struktur der dortigen Gewerkschaften.
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