Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,1
1 Hintergrund
1.1 Einleitung
1.2 Methodik
2 Grundlagen zur COPD Erkrankung
2.1 Anatomische Grundlagen
2.2 Symptome und Verlauf der COPD
2.3 Schweregradeinteilung der COPD
2.4 COPD und komorbide Begleiterkrankungen
2.5 Defizite in der Versorgung
3 Chronische Erkrankungen und Selbstmanagement
3.1 Handlungserfordernisse chronisch Kranker
3.2 Definition Selbstmanagement
3.3 Selbstmanagementkompetenzen
3.4 Bedarfe und Bedürfnisse von Patienten mit COPD
3.5 Selbstmanagementprogramme
3.6 Empowerment
3.7 Patientenedukation durch die Pflege
4 Selbstmanagementinterventionen durch die Pflege
4.1 Tabakentwöhnung
4.2 Exazerbationen
4.3 Bewegung und erhöhte körperliche Aktivitäten
4.4 Management von Dyspnoe
4.5 Ernährungsberatung
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Rolle der professionellen Pflege bei der Förderung des Selbstmanagements von Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Ziel ist es, pflegerische Interventionsmöglichkeiten innerhalb von Selbstmanagementprogrammen zu identifizieren, um die Krankheitsbewältigung, die Symptomkontrolle und die Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu verbessern.
1.1 Einleitung
Gemäß der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease gilt die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) deutschlandweit als die fünfthäufigste Todesursache (GOLD, 2014). Entsprechend der Erwartung des Statistischen Bundesamtes wird sich die COPD zur dritthäufigsten Ursache der weltweiten Todesursachenstatistik entwickeln (Statistisches Bundesamt, 2013). Die Prävalenz weist dabei große Schwankungen auf und liegt zwischen 1,3% und 13,2% der Gesamtbevölkerung (Aumann, I., Prenzler, A., 2013). Deutlich zu erkennen ist eine Zunahme dieser mit steigendem Alter (Aumann, I., Prenzler, A., 2013).
Die COPD wird durch eine anhaltende Verengung der Atemwege charakterisiert, die progressiv verläuft und mit einer erweiterten chronischen Entzündungsreaktion der Atemwege und der Lunge einhergeht (GOLD, 2014). Als weitere Begleiterkrankungen werden häufig Herz- Kreislauferkrankungen, Osteoporose, Depression und Lungenkrebs beobachtet (Bungeroth, U., 2010). Die Ursachen einer COPD sind im Tabakkonsum, der berufsbedingten Staubexposition, der allgemeinen Luftverschmutzung und einer genetischen Disposition zu sehen (GOLD, 2014).
Chronische Erkrankungen sind besonders durch eine hohe Komplexität der Erkrankungsfolgen, eine besondere Verlaufsdynamik und die Dauerhaftigkeit gekennzeichnet (Schaeffer, D., 2004). Eine chronische Erkrankung ist zwar nicht heilbar, kann jedoch in ihrem Verlauf grundsätzlich durch sekundärpräventive, gesundheitsförderliche und rehabilitative Maßnahmen beeinflusst werden (Hurrelmann, K., 2000). Die Betroffenen nehmen häufig Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch, sind vermindert belastbar und werden zunehmend hilfs- und pflegebedürftiger. Dabei entwickeln sich ausgeprägte Krankheitskarrieren (Schaeffer, D., Moers, M., 2003).
Eines der wichtigsten Interventionsprinzipien bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung ist die Förderung des Selbstmanagements. Das Selbstmanagement einer chronischen Erkrankung wird als ein Prozess beschrieben, der einer Person Vertrauen gibt und es ermöglicht mit Hilfe gesundheitsfördernder Verhaltensweisen die Auswirkungen ihrer Erkrankung über alle Aspekte ihrer Gesundheit zu minimieren. Dadurch können sowohl das Selbstwertgefühl gestärkt als auch physische, emotionale und soziale Schwierigkeiten bewältigt werden, um die Körperfunktion und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu steigern (Clark, N.M. et al., 1991; Corbin, S, Strauss, J., 1988).
1 Hintergrund: Einführung in die Thematik der COPD als chronische Erkrankung, Darlegung der epidemiologischen Relevanz und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen zur COPD Erkrankung: Darstellung der anatomischen und physiologischen Grundlagen, des Krankheitsverlaufs, der Komorbiditäten sowie bestehender Versorgungsdefizite in der klinischen Praxis.
3 Chronische Erkrankungen und Selbstmanagement: theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Selbstmanagement, den Anforderungen an chronisch Erkrankte, der Rolle von Empowerment und der Bedeutung der Patientenedukation.
4 Selbstmanagementinterventionen durch die Pflege: Detaillierte Analyse pflegerischer Interventionsmöglichkeiten in den Bereichen Tabakentwöhnung, Exazerbationsmanagement, Bewegung, Dyspnoe-Management und Ernährung.
5 Fazit und Ausblick: Synthese der Ergebnisse, Würdigung der pflegerischen Rolle bei der Förderung der Patientenautonomie sowie Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.
COPD, Selbstmanagement, professionelle Pflege, Patientenedukation, chronische Erkrankung, Tabakentwöhnung, Exazerbation, Dyspnoe, körperliche Aktivität, Ernährungsberatung, Empowerment, Gesundheitsförderung, Lebensqualität, Krankheitsbewältigung, Pflegewissenschaft.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Potenzial professioneller Pflege bei der Förderung des Selbstmanagements von Patienten mit der chronischen Lungenerkrankung COPD.
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen der COPD, die Konzepte des Selbstmanagements, Empowerment, Patientenedukation sowie spezifische pflegerische Interventionskompetenzen.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Pflegekräfte im Rahmen von Selbstmanagementprogrammen intervenieren können, um die Krankheitsbewältigung und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, bei der relevante Studien aus Datenbanken wie PubMed, Medline und Cochrane Collaboration analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Selbstmanagements sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit fünf spezifischen Interventionskomponenten (Tabak, Exazerbation, Bewegung, Dyspnoe, Ernährung).
Zu den zentralen Begriffen gehören COPD, Selbstmanagement, professionelle Pflege, Patientenedukation und Gesundheitsförderung.
Empowerment unterstützt Patienten dabei, sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden, Ressourcen zu mobilisieren und eine aktive Rolle bei der Gestaltung ihrer Lebensführung und Krankheitsbewältigung einzunehmen.
Da Tabakkonsum die Hauptursache der COPD ist, gilt die Entwöhnung als ein entscheidender Baustein, um die Progression der Erkrankung zu verzögern und die Symptomatik zu lindern.
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