Bachelorarbeit, 2004
74 Seiten, Note: 1,4
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Erhebungen zum Thema
1.4 Definitionen
1.4.1 Lieferantenkredit
1.4.2 Forderungsmanagement
2 Bedeutung von Forderungen
2.1 Rahmenbedingungen
2.1.1 Insolvenzen und Insolvenzschäden
2.1.2 Eigenkapitalquoten
2.1.3 Marktstellung, Marktmacht und Finanzierungsalternativen
2.1.4 Zahlungsbedingungen und Zahlungsziele
2.1.5 Umsatzrendite und Forderungsausfälle
2.2 Betriebswirtschaftliche Bedeutung
2.2.1 Finanzwirtschaftliche Bedeutung
2.2.2 Absatzwirtschaftliche Bedeutung
2.2.3 Risikopolitische Bedeutung
2.2.4 Branchenspezifische Betrachtung
3 Forderungsmanagement
3.1 Aufgaben und Ziele
3.1.1 Absatzförderung
3.1.2 Liquiditätssicherung
3.1.3 Risikominimierung
3.1.4 Bilanzstrukturierung
3.1.5 Prozessoptimierung
3.1.6 Kostenminimierung
3.1.7 Interessenkonflikt
3.2 Bausteine im Forderungsmanagement
3.2.1 Kreditmanagement
3.2.1.1 Aufgaben
3.2.1.2 Risikomanagement
3.2.1.3 Risikopolitik
3.2.2 Bonitätsanalyse
3.2.2.1 Komponenten der Bonitätsanalyse
3.2.2.2 Verfahren und Instrumente zur Bonitätseinschätzung
3.2.3 Schwachstellen im Kreditmanagement
3.3 Forderungsbearbeitung
3.3.1 Debitorenbuchhaltung
3.3.2 Administrative Systeme
3.3.3 Mahnwesen und Inkasso
3.3.4 Forderungscontrolling
3.3.4.1 Kennzahlen
3.3.4.2 Benchmarking
3.3.4.3 Berichtswesen
4 Anforderungen an die Gestaltung eines effektiven FM
4.1 Organisatorische Einordnung
4.2 Schnittstellen
4.3 Kompetenzen
4.4 Prozesse
4.5 Systeme
4.6 Informationsmanagement
4.7 Bonitätsprüfung und Kreditlimite
4.8 Mahnwesen und Inkasso
5 Steuerung von Forderungsbeständen
5.1 Forderungsstruktur
5.2 Maßnahmen zur Steuerung der Forderungsbestände
5.2.1 Interne Steuerungsmaßnahmen
5.2.1.1 Sensibilisierung
5.2.1.2 Prozesse
5.2.1.3 Sicherheiten
5.2.1.3.1 Eigentumsvorbehalt
5.2.1.3.2 Kreditversicherung
5.2.1.4 Kreditlimite
5.2.1.5 Ziel- und Bonussysteme
5.2.1.6 Vertragsgestaltung
5.2.1.7 Zahlungsbedingungen
5.2.2 Externe Steuerungsmaßnahmen
5.2.2.1 Möglichkeiten zum Outsourcing
5.2.2.2 Kreditversicherung
5.2.2.3 Factoring
5.2.2.4 Forfaitierung
5.2.2.5 Pensionsgeschäfte
5.2.2.6 Asset-Backed Securities (ABS)
5.2.2.7 Wechsel
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die betriebswirtschaftliche Bedeutung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und analysiert die Möglichkeiten eines ganzheitlichen Forderungsmanagements zur aktiven Steuerung von Forderungsbeständen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine pro-aktive Optimierung dieser Bestände ihre Liquidität sichern, Risiken minimieren und ihre Bilanzstruktur verbessern können.
3.2.1.2 Risikomanagement
Das eigentliche Herzstück und den anspruchvollsten Teil des Forderungsmanagement stellt das Kreditrisikomanagement dar. Diesem obliegt die Analyse, Bewertung und Steuerung der Kreditrisiken (siehe Anlage 1.8). Als Basis können hierfür Ratingsysteme und Kreditrisikomodelle von Banken herangezogen werden. Aufgrund des Umfanges dieser Arbeit, wird hier jedoch nur auf die grundlegende Idee, nicht aber auf die quantitative Herleitung, solcher Systeme und Modelle, eingegangen.
In erster Linie geht es darum, durch die Analyse qualitativer und quantitativer Faktoren, z.B. Management und Finanzbasis, im Rahmen einer Bonitätsanalyse (siehe Punkt 3.2.2 und Anlage 1.2) eine Bewertung der Ausfallrisikos, sowie die Zuordnung einer Ausfallwahrscheinlichkeit vorzunehmen. Die so ermittelte Ausfallwahrscheinlichkeit kann anschließend in ein Kreditrisikomodell, z.B. „Value at Risk“ (VaR) oder Expected Loss Konzept, übernommen werden. Das Expected Loss Konzept gibt die grundlegende Idee, auf dem das Forderungsmanagement eines Unternehmens beruhen sollte, sehr gut wieder und wird im Folgenden kurz dargestellt.
Nachdem die (aus bestehenden oder potenziellen Geschäften) resultierenden Risiken, im Rahmen einer Bonitätsanalyse, ermittelt und entsprechende Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet wurden, erfolgt anschließend die Quantifizierung der Ausfallrisiken. Das Expected Loss Modell (siehe Anlage 1.3) unterteilt die Ausfallrisiken dabei in die drei Bereiche: des erwarteten Verlustes (Expected Loss), des unerwarteten Verlustes (Unexpected Loss) und der außergewöhnlichen Verluste (Exceptional Losses).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung des Forderungsmanagements angesichts zunehmender Insolvenzen und schwierigerer Finanzierungsbedingungen für Unternehmen.
2 Bedeutung von Forderungen: Es wird analysiert, wie Forderungsbestände die Kapitalbindung und den Unternehmenswert beeinflussen und welche Risiken, wie z.B. Forderungsausfälle, dabei entstehen.
3 Forderungsmanagement: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben und Ziele eines Forderungsmanagements sowie die zentralen Bausteine Kreditmanagement und Forderungsbearbeitung.
4 Anforderungen an die Gestaltung eines effektiven FM: Hier werden die organisatorischen, prozessualen und systemtechnischen Rahmenbedingungen für ein ganzheitliches Forderungsmanagement beschrieben.
5 Steuerung von Forderungsbeständen: Dieser Teil detailliert interne und externe Maßnahmen zur aktiven Forderungssteuerung, von der Bonitätsprüfung bis hin zu Instrumenten wie Factoring oder ABS.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Es wird resümiert, dass Forderungsmanagement eine kontinuierliche, strategische Managementaufgabe ist, die maßgeschneidert auf die jeweilige Unternehmenssituation erfolgen muss.
Forderungsmanagement, Lieferantenkredit, Forderungsausfall, Liquiditätssicherung, Risikomanagement, Bonitätsanalyse, Kreditlimite, Forderungscontrolling, Factoring, Forfaitierung, Asset-Backed Securities, Zahlungsverzug, Bilanzstrukturierung, Prozessoptimierung, Risikopolitik
Die Arbeit behandelt das Forderungsmanagement als zentrales Instrument zur aktiven Steuerung von Kundenforderungen und zur Risikobegrenzung in Unternehmen.
Im Zentrum stehen die Bedeutung von Forderungen, die Bausteine des Kreditmanagements, Methoden zur Bonitätsanalyse sowie interne und externe Steuerungsinstrumente.
Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über ein ganzheitliches Forderungsmanagement zu geben und Strategien aufzuzeigen, wie Unternehmen Forderungsrisiken minimieren und Liquidität freisetzen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Dokumentenanalyse aktueller betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse, Studien von Wirtschaftsverbänden (z.B. Creditreform) und Analysen von Finanzierungspraktiken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung von Forderungen, die Aufgaben und Bausteine des Forderungsmanagements, Anforderungen an eine effektive Gestaltung sowie konkrete Maßnahmen der internen und externen Forderungssteuerung.
Zu den prägenden Begriffen gehören Forderungsmanagement, Liquiditätssicherung, Bonitätsanalyse, Factoring, Risikominimierung und Kreditversicherung.
Während die enge Auslegung lediglich die rechnerische Erfassung und Durchsetzung von Forderungen umfasst, beinhaltet die weite Auslegung auch dispositive Aufgaben wie Planung, Steuerung und kontinuierliche Bonitätsprüfung.
Es dient der systematischen Quantifizierung von Ausfallrisiken in erwartete, unerwartete und außergewöhnliche Verluste, was eine fundierte Grundlage für die Risikostrategie des Unternehmens bietet.
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