Masterarbeit, 2013
142 Seiten, Note: 2,1
B. THEORETISCHER TEIL
1. BEGRIFFLICHE ANNÄHERUNG
1.1 Sexualität
1.2 Einrichtungen der stationären Altenhilfe
2. LITERATURSTUDIE
2.1 Methodik der Literaturstudie
2.2 Tabuisierung von Sexualität in der Lebensphase Alter
2.3 Das Alter, eine asexuelle Lebensphase?
2.4 Veränderungen der Sexualität in der Lebensphase Alter
2.5 Veränderungen des Körpers
2.5.1 Der sexuelle Reaktionszyklus
2.5.2 Sexualphysiologische Veränderungen bei der Frau
2.5.3 Sexualphysiologische Veränderungen beim Mann
2.6 Der Einfluss von Gesundheit und Krankheit auf die Sexualität im Alter
2.6.1 Der Einfluss des Gesundheitszustandes auf die Sexualität im Alter
2.6.2 Der Einfluss von Erkrankungen und Medikamenten auf die Sexualität im Alter
2.6.3 Sexuelle Funktionsstörungen
2.6.3.1 Sexuelle Funktionsstörungen bei älteren Frauen
2.6.3.2 Sexuelle Funktionsstörungen bei älteren Männern
2.6.4 Einnahme von Medikamenten
2.6.5 Kardiovaskuläre Erkrankungen
2.6.6 Diabetes mellitus
2.6.7 Inkontinenz
2.6.8 Schlaganfall
2.6.9 Morbus Parkinson
2.6.10 Depression
2.6.11 Demenz
2.6.12 Krebserkrankungen
2.6.12.1 Krebserkrankungen bei Frauen
2.6.12.2 Krebserkrankungen bei Männern
2.7 Sexualität in Einrichtungen der stationären Altenhilfe
2.7.1 Sexuelle Aktivität von Pflegeheimbewohnern
2.7.2 Tabuisierung von Sexualität in Einrichtungen der stationären Altenhilfe
2.7.3 Einstellungen des Personals zur Sexualität der Heimbewohner
2.7.4 Intimsphäre und Privatsphäre
2.7.5 Fehlende Strategien im Umgang mit Sexualität
2.7.6 Rahmenempfehlungen und Leitlinien
2.7.7 Sexualassistenz
C. METHODISCHES VORGEHEN
1. SYMBOLISCHER INTERAKTIONISMUS
2. KENNZEICHEN QUALITATIVER FORSCHUNG
3. GÜTEKRITERIEN QUALITATIVER FORSCHUNG
4. GENERALISIERUNG UND GENERALISIERUNGSZIELE
5. ERHEBUNGSMETHODE
5.1 Das problemzentrierte Interview
5.2 Einstiegsfrage und Vorstellung des Leitfadens
6. DATENANALYSE
6.1 Qualitative Inhaltsanalyse
6.2 Computergestützte Datenauswertung
6.3 Sampling-Strategie
6.3.1 Feldzugang und Gewinnung von Probanden
6.3.2 Einschlusskriterien
6.4 Transkription
6.5 Datenschutz
7. ETHISCHE ÜBERLEGUNGEN
7.1 Ethische Überlegungen und Antrag an die Ethikkommission
7.2 Informed Consent
D. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
1. REKRUTIERUNG DER STUDIENTEILNEHMER
2. RÜCKMELDUNGEN DER ANGESCHRIEBENEN EINRICHTUNGEN
3. BESCHREIBUNG DES SAMPLES
4. CHARAKTERISTIKA DER STATIONÄREN EINRICHTUNGEN
5. BESCHREIBUNG DES ANALYSEPROZESSES
6. BESCHREIBUNG DER EINZELFÄLLE
6.1 Herr Müller
6.2 Herr Braun
6.3 Herr Stromberg
6.4 Herr Fuchs
7. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE ANHAND DER HAUPT- UND SUBKATEGORIEN
7.1 Adaption an die Situation
7.1.1 Hoffnung:
7.1.2 Abfinden / Resignation
7.1.3 Neupriorisierung
7.2 Biografie
7.3 Tabuisierung
7.4 Stereotype
7.5 Religion
7.6 Einstellungen zur Sexualität
7.7 Sexuelles Interesse
7.8 Sexuelle Aktivität
7.9 Weitere Ausdrucksformen von Sexualität
7.9.1 Nicht-genitale Berührungen
7.9.2 Fantasien
7.9.3 Verbale Äußerungen über Sexualität
7.10 Partnerschaft
7.10.1 Sexuelles Interesse der Partnerin
7.10.2 Liebe
7.11 Körperliche Veränderungen
7.12 Krankheit
7.12.1 Mobilitätseinschränkungen
7.12.2 Medikamente
7.12.3 Inkontinenz
7.12.4 Operationen
7.12.5 Erektionsprobleme
7.13 Heim / Institution
7.13.1 Regeln / Restriktionen
7.13.2 Räumliche Faktoren
7.14 Grenzen
7.15 Pflege als funktionale Handlung
E. DISKUSSION UND AUSBLICK
1. ZUSAMMENFASSUNG
2. DISKUSSION
3. KRITISCHE METHODENREFLEXION
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR FORSCHUNG UND PRAXIS
Ziel der Arbeit ist es, hemmende und fördernde Faktoren zu identifizieren, die das subjektive Erleben von Sexualität bei männlichen Bewohnern in stationären Altenpflegeeinrichtungen beeinflussen. Hierbei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie die institutionellen Rahmenbedingungen sowie individuelle Faktoren auf die sexuelle Bedürfnisbefriedigung der betroffenen Männer wirken.
7.1.3 Neupriorisierung
Das Ausleben der Sexualität tritt in der Heimsituation / Situation der Erkrankung in den Hintergrund und anderen Betätigungen können größere Bedeutungen beigemessen werden. In einem Interview trat dies zum Vorschein:
Herr Stromberg (59): „Das ist äh, die Sexualität ist (.) sagen wir mal, hier sehr, sehr tief angesetzt. Ne. Also bevor Sexualität äh (.) ins Spiel kommt, da hat alles andere Vorrang. Zeit totschlagen oder (.) äh sich beschäftigen, so dass man nicht mehr an die Zeit denkt. (.) Halt so die, die Richtung. (.) Ne.“
1. BEGRIFFLICHE ANNÄHERUNG: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Sexualität“ und „Einrichtungen der stationären Altenhilfe“ definiert und für die Arbeit präzisiert.
2. LITERATURSTUDIE: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zum Thema Sexualität im Alter und in stationären Pflegeeinrichtungen zusammengetragen und analysiert.
C. METHODISCHES VORGEHEN: Dieses Kapitel erläutert das methodische Forschungsdesign, insbesondere den Symbolischen Interaktionismus, die Datenerhebung mittels problemzentrierter Interviews sowie das Analyseverfahren.
D. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der Interviews präsentiert, detailliert für die einzelnen Fälle aufbereitet und anhand des Kategoriensystems systematisch ausgewertet.
E. DISKUSSION UND AUSBLICK: Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse diskutiert, kritisch reflektiert und Schlussfolgerungen für die pflegerische Praxis sowie zukünftige Forschungsansätze abgeleitet.
Sexualität, stationäre Altenhilfe, männliche Bewohner, Pflegeheimbewohner, subjektives Erleben, Intimsphäre, Privatsphäre, qualitative Forschung, problemzentriertes Interview, Tabuisierung, Alterssexualität, Multimorbidität, institutionelle Rahmenbedingungen.
Die Arbeit untersucht das subjektive Erleben von Sexualität bei männlichen Bewohnern in stationären Altenpflegeeinrichtungen, um hemmende und fördernde Faktoren in diesem Umfeld zu identifizieren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss von körperlichen Veränderungen und Krankheiten, der Bedeutung von Privatsphäre und Intimität, den Auswirkungen institutioneller Strukturen sowie den Einstellungen des Pflegepersonals.
Ziel ist es, Faktoren aufzudecken, die das Ausleben von Sexualität bei älteren Männern im Heim fördern oder hemmen können, um daraus Handlungsempfehlungen für die stationäre Altenpflege zu entwickeln.
Der Autor führt qualitative, problemzentrierte Interviews (PZI) mit den Bewohnern durch, die anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse in Anlehnung an Mayring ausgewertet werden.
Der theoretische Teil umfasst eine umfassende Literaturstudie zu den physiologischen, psychologischen und soziokulturellen Veränderungen der Sexualität im Alter sowie eine Analyse der speziellen Bedingungen in Altenpflegeeinrichtungen.
Wichtige Begriffe sind Sexualität im Alter, stationäre Altenpflege, subjektives Erleben, Tabuisierung, Intimsphäre, Privatsphäre und qualitative Sozialforschung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Bewohner körperliche Veränderungen oft mit Distanz oder Abwertung ihres eigenen Leibes erleben, wobei insbesondere Erektionsstörungen infolge von Operationen als gravierend für die sexuelle Identität empfunden werden.
Das Heim wird oft als restriktive Umgebung wahrgenommen, in der formelle und informelle Regeln, mangelnde Rückzugsmöglichkeiten und die ständige Gefahr des ungebetenen Betretens des Zimmers das Ausleben von Sexualität erschweren.
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