Masterarbeit, 2014
70 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Poetry Slam versus Slam Poetry – eine theoretische Darstellung
2.1 Poetry Slam
2.2 Begrifflichkeiten
2.2.1 Entwicklung
2.2.2 Ablauf
2.2.3 Regeln und Bewertung
2.2.4 Funktion der Akteure
2.3 Slam Poetry
2.3.1 Genre
2.3.2 Merkmale
2.3.3 Lyrische Elemente in der Performance Poesie
2.4 Zusammenführung von Poetry Slam und Slam Poetry
3 Poetry Slam im Literaturunterricht
3.1 Poetry Slam im Lyrikunterricht
3.1.1 Allgemeines
3.1.2 Organisation
3.1.3 Konzepte
3.2 Poetry Slam und literarische Kompetenzen
3.2.1 Literarisches Lernen
3.2.2 Literarische Kompetenz
3.2.3 Ansätze zur Vermittlung literarischer Kompetenzen
3.3 Potential von Poetry Slam für den Lyrikunterricht
4 Poetry Slam in ausgewählten Unterrichtsmaterialien
4.1 Sachanalyse von BAS BÖTTCHERS „Dran glauben“
4.1.1 „Dran glauben“ und literarische Kompetenzen
4.1.2 Aufgabenstellung und Literarische Kompetenzen
4.2 Sachanalyse von NORA GOMRINGERS „Seid ihr alle da“
4.2.1 „Seid ihr alle da“ und literarischer Kompetenzen
4.2.2 Aufgabenstellung und literarische Kompetenzen
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Potenzial von Poetry Slam als innovatives Medium im Deutsch- und Literaturunterricht, um literarische Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern effektiv zu fördern.
2.2.1 Entwicklung
Um nachvollziehen zu können, was Poetry Slam ist und wieso es für viele Menschen und auch für den LU in den Schulen heutzutage einen immer stärker werdenden Einfluss hat, ist es notwendig zu erläutern, wo dieses Phänomen seinen Ursprung hat und auf die die historische Entwicklung dieser Szene einzugehen. Da der Ursprung des Poetry Slam in den USA liegt, wird kurz die Entwicklung von Poetry Slam in den USA dargestellt, um dann die Entstehung und Entwicklung in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren.
In Anbetracht des zunehmenden Hypes um Poetry Slam, könnte die Vermutung entstehen, dass es sich dabei um ein relativ neues Phänomen handelt. Doch schon lange, bevor es die ersten Poetry Slams in den USA und Europa gab, lassen sich erstaunlich ähnliche Vorgehensweisen zu Gedichtvorträgen in der Zeitgeschichte finden. MARIO ANDREOTTI weist in seinem Artikel „Von Dada zur Slam Poetry“ darauf hin, dass sich Wettkampflesungen und Dichterwettstreite bereits in der abendländischen Literaturgeschichte finden und bis in die Antike zurückreichen. Des Weiteren verweist ANDREOTTI auf das Mittelalter, in welchem höfische Wettstreits hinsichtlich des Könnens der Minnesänger stattfanden. Die größte Nähe zum heutigen Poetry Slam sieht ANDREOTTI in den Veranstaltungen der Meistersänger und im Dadaismus. Er betont vor allem das ähnliche Vorgehen bei den Vorträgen der Meistersänger im Vergleich zu den heutigen Poetry Slam Veranstaltungen, denn die Meistersinger arbeiteten die gesamte Woche über an neuen Versen, welche sie dann am Sonntag beim Hauptsingen einem Publikum vortrugen, um dann bewertet zu werden und gegebenenfalls einen Preis für ihre gute Leistung zu erhalten. Hinsichtlich des Dadaismus betont ANDREOTTI, dass sowohl beim Poetry Slam, als auch beim Dadaismus der Performance-Charakter stark hervorgehoben wird und die Betonung der oralen Kultur auffällig ist. Bei den Veranstaltungen beider Genres handelt es sich nicht nur um reine Lesungen, sondern auch optische und akustische Elemente spielen hierbei eine Rolle.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten im Lyrikunterricht und stellt Poetry Slam als motivierende Ergänzung vor.
2 Poetry Slam versus Slam Poetry – eine theoretische Darstellung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Poetry Slam und Slam Poetry und verortet die Szene historisch sowie gattungstheoretisch.
3 Poetry Slam im Literaturunterricht: Hier wird der theoretische Rahmen für die didaktische Integration von Poetry Slam in den Lyrikunterricht abgesteckt und der Begriff der literarischen Kompetenz ausdifferenziert.
4 Poetry Slam in ausgewählten Unterrichtsmaterialien: In diesem Kapitel werden konkrete Texte von Bas Böttcher und Nora Gomringer hinsichtlich ihres Potenzials zur Kompetenzförderung analysiert.
5 Fazit und Ausblick: Abschließend wird die Eignung von Poetry Slam für den schulischen Kontext bewertet und eine verstärkte Integration in Lehrwerke gefordert.
Poetry Slam, Slam Poetry, Lyrikunterricht, Literaturdidaktik, Literarische Kompetenz, Bas Böttcher, Nora Gomringer, Performance, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Kaspar H. Spinner, Sinnbildungsprozess, Medienkompetenz, Deutschunterricht, Literaturpädagogik, Schüleraktivierung.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Poetry Slam als literarisches Medium zur Förderung von Kompetenzen im Deutschunterricht.
Die Themen umfassen die Definition von Poetry Slam, didaktische Modelle des Lyrikunterrichts und die Analyse ausgewählter slam-poetischer Texte.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, inwieweit Poetry Slam den Schülerinnen und Schülern einen motivierenden Zugang zur Lyrik ermöglicht und dabei fachspezifische Kompetenzen fördert.
Es wird eine fachdidaktische Analyse durchgeführt, die bestehende Modelle (u.a. von Kaspar H. Spinner) auf die spezifischen Merkmale der Slam Poetry anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung sowie eine Sachanalyse und didaktische Untersuchung der Texte von Bas Böttcher und Nora Gomringer.
Zu den zentralen Begriffen zählen Poetry Slam, literarische Kompetenz, didaktische Reduktion, Performanz und handlungsorientierter Unterricht.
Die Arbeit verdeutlicht den Unterschied primär durch den performativen Charakter, die Mündlichkeit und den engen Bezug zur Alltagssprache und Aktualität.
Bas Böttcher dient als Pionier des Poetry Slams in Deutschland, dessen Werk „Dran glauben“ als Fallbeispiel für eine fachdidaktische Analyse herangezogen wird.
Da Slam Texte oft durch Vieldeutigkeit und Leerstellen geprägt sind, bietet das literarische Gespräch den notwendigen Raum für Schüler, um subjektive Sinndeutungen zu artikulieren.
Die Autorin betont, dass trotz der Subjektivität eine Benotung möglich ist, sofern sie transparent auf festgelegten Kriterien basiert und den Entstehungsprozess miteinbezieht.
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