Diplomarbeit, 2004
164 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Intention des Themas
1.2 Zielsetzungen und Leitfragen der Arbeit
1.3 Theoretische Grundlagen zur unternehmerischen Standortwahl
1.4 Gliederung der Arbeit
2 Empirische Arbeitsmethodik
2.1 Methoden der empirischen Sozialforschung
2.2 Auswahl der Methoden und ihre Begründung
2.3 Durchführung der Befragungen
2.3.1 Quantitative schriftliche Befragung
2.3.2 Der Fragebogen
2.3.3 Qualitative Expertengespräche
3 Theorien der unternehmerischen Standortwahl
3.1 Standorttheorien
3.1.1 Theoretische Grundlagen
3.1.2 Historisch-genetische Standorttheorien
3.1.3 Jüngere Standorttheorien
3.1.4 Standortfaktoren als Kriterien unternehmerischer Standortwahl
3.2 Clustertheorien
3.2.1 Industrielle Cluster nach PORTER
3.2.2 Theorie der regionalen Clusterbildung
3.3 Zusammenfassung
4 Wirtschaftsförderung in Zeiten des globalisierten Außenhandels
4.1 Internationalisierung und Globalisierung
4.1.1 Intensivierter Standortwettbewerb durch veränderte Rahmenbedingungen
4.2 Außenhandel
4.3 Wirtschaftsförderung
4.3.1 Kommunale Wirtschaftsförderung
4.3.2 Instrumente der Wirtschaftsförderung
4.4 Zusammenfassung
5 Der Wirtschaftraum Hamburg
5.1 Metropolregionen
5.1.1 Zentralität
5.1.2 Europäische Metropolregionen in Deutschland
5.1.3 Metropolregion Hamburg und Stadtstaat Hamburg
5.2 Das Senatskonzept ´Metropole Hamburg - Wachsende Stadt´
5.3 Bevölkerungsentwicklung
5.4 Hamburg als Wirtschaftsstandort
5.4.1 Landwirtschaft
5.4.2 Industrie
5.4.3 Dienstleistungen
5.5 Hamburger Wirtschaft in sektoren- und branchenübergreifender Sicht
5.5.1 Cluster LifeSciences
5.5.2 Cluster Nano- und optische Technologien
5.5.3 Cluster IT und Medien
5.5.4 Cluster Luftfahrtindustrie
5.5.5 Cluster Hafen und Logistik
5.5.6 Cluster China
5.6 Zusammenfassung
6 Hamburgs Wirtschaftsbeziehungen zur Volksrepublik China
6.1 Hamburg und China - Verbindungen mit langer Tradition
6.1.1 Hamburgs Partnerstadt Shanghai
6.1.2 China-Wochen
6.2 Der politische und wirtschaftliche Wandel in der Volksrepublik China
6.3 Deutschlands Wirtschaftsbeziehungen zur Volksrepublik China
6.4 Hamburgs Bedeutung im nationalen China-Handel
6.5 Zusammenfassung
7 Die chinesischen Unternehmen in Hamburg
7.1 Standortverteilung in Deutschland und in Europa
7.1.1 Deutschland- und Europazentrale
7.1.2 Erweiterungstendenzen
7.2 Schwerpunkte der Unternehmensaktivitäten
7.2.1 Schwerpunktländer innerhalb Europas
7.3 Allgemeine Unternehmenscharakteristika
7.3.1 Unternehmensursprung in der VR China
7.3.2 Branchenklassifizierung
7.3.3 Ansiedlungszahlen
7.3.4 Betriebsgröße
7.4 Standortfaktorenanalyse
7.4.1 ´Harte´ Standortfaktoren
7.4.2 ´Weiche unternehmensbezogene´ Standortfaktoren
7.4.3 ´Weiche personenbezogene´ Standortfaktoren
7.5 Chinesische Unternehmen in Hamburg: Cluster oder Agglomeration?
7.5.1 ´Agglomeration chinesischer Unternehmen´
7.5.2 ´Kontakt zu Unternehmen der gleichen Branche´
7.5.3 ´Nähe zu chinesischen Verbänden und Gesellschaften´
7.6 Zusammenfassung
8 Hamburgs Zukunft und Potenziale als Chinastandort
8.1 Handlungsempfehlungen für die Zukunft des Chinastandortes Hamburg
8.1.1 Aufbau einer Direktflugverbindung nach China
8.1.2 Angebotsvielfalt an chinesischen Dienstleistungen, Bildung und Kultur
8.1.3 Förderung der englischsprachigen Umwelt und des Informationsaustausches
8.1.4 Ausbau des Messestandorts Hamburg
8.1.5 Aufbau eines Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
8.1.6 Weitere Anforderungen und Wünsche
8.2 Die HafenCity als Standort eines China-Zentrums
8.2.1 Bedarfsanalyse für ein China Center Europe in der HafenCity
8.2.2 Nutzung eines China Center Europe
8.2.3 Vor- und Nachteile eines Dienstleistungszentrums
8.3 Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Hamburg als Wirtschaftsstandort für chinesische Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf deren spezifische Standortanforderungen und die Möglichkeiten zur Förderung von Agglomerationsvorteilen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Hamburg seine Kompetenz als China-Standort stärken und chinesische Unternehmen langfristig binden kann, um als europäisches Kompetenzzentrum für das Chinageschäft zu fungieren.
Die chinesischen Unternehmen in Hamburg
Dieses Kapitel thematisiert die chinesischen Unternehmen in Hamburg auf Basis der schriftlichen Unternehmensbefragung. Im ersten Teil des Kapitels geht es um die Standortverteilung dieser Unternehmen in Deutschland und Europa sowie die Unternehmensaktivitäten vom Standort Hamburg aus. Im weiteren Verlauf werden allgemeine Unternehmenscharakteristika vorgestellt, bevor eine detaillierte Standortfaktorenanalyse folgt. Abschließend wird die Agglomeration der chinesischen Unternehmen mit ihren Ursachen und Hintergründen vorgestellt.
7.1 Standortverteilung in Deutschland und in Europa
7.1.1 Deutschland- und Europazentrale
Um die nationale Bedeutung des Chinastandortes Hamburg einschätzen zu können, muss man bundesweite Vergleichwerte heranziehen, die nachfolgend dargestellt werden.
97,6 % der befragten chinesischen Unternehmen geben Hamburg als ihre Deutschlandzentrale an (n = 41). Die restlichen 2,4 % entsprechen einem Unternehmen aus der Bankenbranche, welches seinen Deutschlandstandort in Frankfurt am Main hat. Die Gründe für Hamburgs Dominanz als Deutschlandzentrale liegen zum einen in der bestehenden Agglomeration chinesischer Unternehmen vor Ort sowie zum anderen in der Kompetenz Hamburgs als Handels- und Dienstleistungsstandort mit Anschluss an einen international bedeutenden Hafen. Des Weiteren haben kleinere Unternehmen oftmals nur einen Firmensitz, der dann neben der Funktion als Hamburg- und Norddeutschlandzentrale auch die Funktion als Deutschland- oder gar Europazentrale übernimmt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung, die Forschungsfragen und die theoretischen Grundlagen der Arbeit ein.
2 Empirische Arbeitsmethodik: Dieses Kapitel beschreibt die wissenschaftliche Vorgehensweise, insbesondere die Durchführung der schriftlichen Unternehmensbefragung und die ergänzenden Expertengespräche.
3 Theorien der unternehmerischen Standortwahl: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Standort- und Clustertheorien diskutiert, die als Basis für die Analyse der unternehmerischen Ansiedlung dienen.
4 Wirtschaftsförderung in Zeiten des globalisierten Außenhandels: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Wirtschaftsförderung im Kontext der Globalisierung und Außenhandelsprozesse.
5 Der Wirtschaftraum Hamburg: Hier wird Hamburg in den nationalen und europäischen Metropolenkontext eingeordnet und das Konzept "Metropole Hamburg - Wachsende Stadt" sowie die lokalen Wirtschaftscluster analysiert.
6 Hamburgs Wirtschaftsbeziehungen zur Volksrepublik China: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Stand der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Hamburg und China.
7 Die chinesischen Unternehmen in Hamburg: Dieser empirische Teil analysiert die Standortverteilung, Unternehmenscharakteristika und die Standortfaktoren aus Sicht der befragten chinesischen Unternehmen.
8 Hamburgs Zukunft und Potenziale als Chinastandort: Das abschließende Kapitel leitet Handlungsempfehlungen für Hamburg ab und diskutiert potenzielle Standorte für ein China-Zentrum.
Hamburg, China, Wirtschaftsförderung, Standortwahl, Agglomeration, Cluster, Außenhandel, Unternehmensempirie, Metropolregion, Direktinvestitionen, Unternehmensbefragung, Chinastandort, Hafenwirtschaft, Handelsbeziehungen, Standortfaktoren.
Die Arbeit analysiert Hamburg als Wirtschaftsstandort für chinesische Unternehmen, um deren Anforderungen zu verstehen und Handlungsempfehlungen für die künftige Standortpolitik abzuleiten.
Die zentralen Felder umfassen Standorttheorien, empirische Sozialforschung, Wirtschaftsförderung, regionale Clusteranalysen und die spezifischen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Hamburg und der Volksrepublik China.
Das Ziel ist es, die Gründe für die Agglomeration chinesischer Unternehmen in Hamburg zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Hamburg seine Attraktivität als führender Chinastandort in Europa weiter steigern kann.
Der Autor verwendet eine empirische Untersuchung, bestehend aus einer standardisierten schriftlichen Befragung von chinesischen Unternehmen in Hamburg sowie ergänzenden qualitativen Expertengesprächen mit Vertretern relevanter Institutionen.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Standortwahl, der Rolle der Wirtschaftsförderung, der detaillierten Analyse des Wirtschaftsraums Hamburg und der empirischen Auswertung der Unternehmensbefragung.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Wirtschaftsstandort, Agglomerationsvorteile, Standortfaktorenanalyse, Außenhandelsbeziehungen und Cluster-Strategien geprägt.
Die HafenCity wird als potenzieller Standort für ein neues "China-Zentrum" diskutiert, welches eine räumliche Konzentration und bessere Dienstleistungsangebote für chinesische Unternehmen bieten könnte.
Der Beitritt Chinas zur WTO hat das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China signifikant erhöht, was die Bedeutung Hamburgs als zentralem Logistik- und Handelsdrehkreuz weiter stärkt.
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