Diplomarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Teil 1: Situation der deutschen Orchesterlandschaft
1. Orchesterland Deutschland - eine Bestandsaufnahme
1.1. Situation nach der deutschen Wiedervereinigung
1.2. Orchesterarten
1.2.1. Opernorchester
1.2.2. Konzertorchester
1.2.3. Rundfunkorchester
1.3. Organisationsformen
1.3.1. Wirtschaftlichkeit vs. Rechtsform
1.3.2. Regiebetrieb
1.3.3. Eigenbetrieb
1.3.4. Zweckverband
1.3.5. GmbH/ gGmbH
1.3.6. eingetragener Verein
1.3.7. Stiftung
1.3.8. Rundfunkklangkörper/ Sendeanstalt
1.4. Finanzierung
Teil 2: Erfolgsfaktoren für die Zukunftssicherung von Orchestern
2. Kulturmanagement: Ansätze/ Instrumente/ Maßnahmen
2.1. Marketing/ Kulturmarketing
2.1.2. Kulturprodukt
2.1.3. Kulturmarketing für Orchester – Orchestermarketing
2.1.4. Organisationszweck
2.1.5. Erstellung eines Leitbildes
2.1.6. Branding/ Markenbildung/ Markenpflege
2.1.7. Besucherorientierung/ Besucherbindung
2.1.8. Audience Development
2.1.9. Sponsoring
2.1.10. Fundraising
2.1.11. Medienpartnerschaft
2.1.12. Social Media
2.2. Kombinierte ganzheitliche Maßnahmen
2.2.1. Konzertpädagogik/ Education
2.2.2. Innovative Konzepte
2.2.3. Neue Spielstätten
Teil 3: Strategie am Beispiel Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
3. Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin - „Das Wesentliche ist die Musik“
3.1. Einleitung
3.1.1. Geschichte und Status quo
3.1.2. Organisation/ Finanzierung
3.1.3. Rundfunk- Orchester und Chöre GmbH
3.2. Kulturmarketing
3.2.1. Markenbildung- und Pflege/ Kommunikation - „Das Wesentliche ist die Musik“
3.2.2. Besucherbindung
3.2.3. Freunde und Förderer des RSB e.V.
3.2.4. Spielstättenvielfalt
3.2.5. Preisgestaltung
3.2.6. Medienpartnerschaft mit dem Deutschlandradio
3.2.7. Nutzung neuer Medien
3.3. Education
3.3.1. Orchesterakademie/ Partnerorchester
3.3.2. Deutsche Streicherphilharmonie
3.3.3. Familienkonzerte und Educationarbeit
3.3.4. Bildungs-App „Villa Cäcilia“
3.4. Programmgestaltung und Produktplanung
3.4.1. Chefdirigent auf Lebenszeit
3.4.2. Festival Zyklus: Wagner konzertant
3.4.3. Filmmusikkonzerte
3.5. Fazit Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
4. Fazit
Die Diplomarbeit analysiert die Erfolgsfaktoren für die Zukunftssicherung von Orchestern unter dem Druck knapper öffentlicher Kassen und sich wandelnder Publikumsstrukturen. Das zentrale Forschungsziel ist die Untersuchung, wie klassische Orchester durch modernes Kulturmanagement, eine geschärfte Markenpositionierung und innovative Vermittlungsstrategien ihre Existenz langfristig sichern und neue Besucherschichten erschließen können.
3.4.1. Chefdirigent auf Lebenszeit
Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin hat in seiner mittelweile 90jährigen Geschichte zahlreiche namhafte Chefdirigenten gewählt. Hervorzuheben sind Sergiu Celibidache, Eugen Jochum und Heinz Rögner. Eine besondere Beziehung hat das Ensemble zu seinem aktuellen Chefdirigenten Marek Janowski. Unter Ihm hat das Orchester eine rasante Entwicklung hin zum international beachteten Spitzenensemble genommen. Unter Janowski fand das RSB zu einem Profil des deutschen Klanges. Neben Beethoven, Haydn und Mozart werden regelmäßig Schwerpunkte mit Werken von Bruckner, Brahms, Henze und Wagner gesetzt. Janowski, bekannt als fantastischer Arbeiter und Orchestererzieher, verstand sich auf Anhieb mit diesem Klangkörper.
Die „Chemie“ stimmte unter den Künstlern. Seit seinem Amtsantritt mit Beginn der Saison 2000/ 2001 deckte er den vorhandenen warmen Streicherklang und den tollen Bläsersound auf, der heute für die Unverwechselbarkeit dieses Orchesters steht. Um dieser fruchtbaren Symbiose Ausdruck zu verleihen, trug man Janowski im Jahre 2008 den Titel „Chefdirigent auf Lebenszeit“ an. Diese etwas sperrige und merkwürdig anmutende Bezeichnung hatte jedoch den Hintergrund, sich nach außen fester mit dem Namen Marek Janowskis zu verbinden. Für die Pflege und Erweiterung der Marke „Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin“ war dieses Ansinnen wichtig. Keiner der Verantwortlichen konnte zu dieser Zeit ahnen, dass die Verbindung Janowski und RSB in den kommenden Jahren noch fester zusammenwachsen würde.
1. Orchesterland Deutschland - eine Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Analyse der aktuellen Situation öffentlich finanzierter Orchester in Deutschland, inklusive der verschiedenen Rechtsformen und Finanzierungsmodelle.
2. Kulturmanagement: Ansätze/ Instrumente/ Maßnahmen: Hier werden zentrale Werkzeuge des Kulturmarketings vorgestellt, um Orchester zukunftssicher und betriebswirtschaftlich effizienter zu führen.
3. Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin - „Das Wesentliche ist die Musik“: Dieser Teil wendet die zuvor erarbeiteten Theorien auf die konkrete Praxis des RSB an, beleuchtet dessen Geschichte, Marketingstrategien und Education-Arbeit.
4. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels für Orchester und betont die Bedeutung von Innovation und Besucherorientierung für den langfristigen Erhalt.
Kulturmanagement, Orchester, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Marketing, Besucherbindung, Education-Programm, Kulturfinanzierung, Zukunftssicherung, Markenbildung, Publikum, Sponsoring, Klassische Musik, Musikvermittlung, Strategie, Publikumsforschung.
Die Diplomarbeit untersucht Strategien, wie deutsche Orchester trotz sinkender Budgets und veränderter Publikumsstrukturen ihre Existenzgrundlage sichern und eine zukunftsfähige Relevanz im kulturellen Leben behalten können.
Die zentralen Themen umfassen die Struktur der deutschen Orchesterlandschaft, moderne Marketinginstrumente für Kulturbetriebe, die Bedeutung von Markenbildung, die Rolle von Education-Arbeit und Möglichkeiten der Mittelbeschaffung.
Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für die Zukunftssicherung von Orchestern zu identifizieren, um einen Weg aus dem Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und wirtschaftlicher Notwendigkeit aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein konkretes Fallbeispiel (RSB), gestützt durch empirische Studien und Fachdaten.
Der Hauptteil analysiert, wie Kulturmarketing-Instrumente (wie Branding, Audience Development und Sponsoring) bei Non-Profit-Kulturbetrieben eingesetzt werden können, ohne die künstlerische Identität aufzugeben.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kulturmanagement, Orchester, Besucherbindung, Education-Programm, Markenbildung und Audience Development.
Das Gebäude dient als historisch gewachsene Wirkungsstätte und zentraler Probenort, der das Orchester mit seiner Tradition verbindet und gleichzeitig als Ausgangspunkt für moderne Veranstaltungsformate genutzt wird.
Er prägte das Orchester als "Chefdirigent auf Lebenszeit" maßgeblich, schärfte das Profil des "deutschen Klanges" und trug durch sein Credo "Das Wesentliche ist die Musik" entscheidend zur unverwechselbaren Markenidentität des Ensembles bei.
Das RSB integriert modernere Vermittlungsformate, wie die Bildungs-App "Villa Cäcilia" und Mitmachkonzerte, und versucht damit gezielt, Barrieren abzubauen und auch Kinder und Jugendliche ohne Vorwissen frühzeitig zu erreichen.
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