Bachelorarbeit, 2014
115 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Deutsche Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2012
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Thematische Abgrenzung
2 Entstehung einer Unternehmenskrise
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Das Vier-Phasen-Modell
2.3 Krisenursachen
3 Grundlagen des Insolvenzrechts
3.1 Rahmenbedingungen der Insolvenzordnung
3.1.1 Ziele des Insolvenzrechts
3.1.2 Beteiligte des Insolvenzverfahrens
3.1.2.1 Gläubigergruppen
3.1.2.2 Gläubigerversammlung
3.1.2.3 Gläubigerausschuss
3.1.2.4 Insolvenzgericht
3.1.2.5 Insolvenzverwalter
3.1.2.6 Insolvenzschuldner
3.2 Ablauf eines Insolvenzverfahrens
3.2.1 Insolvenztatbestände
3.2.2 Das Insolvenzeröffnungsverfahren
3.2.3 Das eröffnete Insolvenzverfahren
4 Unternehmenssanierung im Zuge der Insolvenz
4.1 Grundlagen des Sanierungsmanagements
4.1.1 Sanierungsprüfung
4.1.2 Der klassische Sanierungsprozess
4.1.3 Allgemeine Sanierungsmaßnahmen
4.1.3.1 Finanzwirtschaftliche Maßnahmen
4.1.3.2 Strategische Maßnahmen
4.1.3.3 Operative Maßnahmen
4.2 Eine neue Chance im Insolvenzverfahren
4.2.1 Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Insolvenzordnung
4.2.1.1 Arbeitsrechtliche Maßnahmen
4.2.1.2 Finanzwirtschaftliche Maßnahmen
4.2.2 Sanierungsverfahren innerhalb der Insolvenz
4.2.2.1 Insolvenzplanverfahren
4.2.2.1.1 Rechtlicher Hintergrund
4.2.2.1.2 Inhaltliche Bestandteile eines Insolvenzplans
4.2.2.1.2.1 Darstellender Teil
4.2.2.1.2.2 Gestaltender Teil
4.2.2.1.3 Arten von Insolvenzplänen
4.2.2.2 Eigenverwaltungsverfahren
4.2.2.3 Übertragende Sanierung
5 Der Fall Herlitz
5.1 Vom Marktführer zum Insolvenzfall
5.2 Der Einstieg in das Insolvenzverfahren
5.3 Anwendung des Insolvenzplanverfahrens
5.3.1 Inhalt und Umsetzung der Insolvenzpläne
5.3.2 Ergebnisse des Insolvenzplanverfahrens
6 Zusammenfassung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Möglichkeiten einer Unternehmenssanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens darzustellen. Dabei wird die Insolvenz nicht primär als das Ende eines Unternehmens, sondern als eine Chance zur Wiederherstellung seiner Wettbewerbs- und Ertragsfähigkeit analysiert.
4.1.3.3 Operative Maßnahmen
Operative bzw. leistungswirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen verfolgen zum einen das Ziel, die strategische Neuausrichtung im Unternehmen umzusetzen. Zum anderen soll durch die „systematische Ausschöpfung von Verbesserungspotentialen im betrieblichen Leistungserstellungs- und -verwertungsprozess“ das Unternehmen wieder in die Gewinnzone gebracht werden. Somit finden operative Sanierungsmaßnahmen in allen betrieblichen Funktionsbereichen des Unternehmens ihre Anwendung, wie es in der Abbildung 14 veranschaulicht wird.
Im Folgenden werden einige der in der Abbildung 14 ausgewählten Sanierungsmaßnahmen bestimmter Unternehmensbereiche kurz näher erläutert.
Als Zielsetzung des Sanierungsmanagements für den Absatzbereich eines notleidenden Unternehmens wird neben der Steigerung der Umsatzerlöse auch die Umsetzung kurzfristiger Kosteneinsparungen fokussiert. Hierfür bedarf es in vielen Fällen einer Optimierung der Kundenbearbeitung und -betreuung. Durch eine Neuausrichtung der Vertriebsorganisation mit Blick auf die Segmentierung der Kundenstruktur in einzelne Kundengruppen, kann nach der Auffassung von Bergauer eine effizientere und effektivere Arbeitsweise im Vertrieb ermöglicht werden. Somit kann beispielsweise die Betreuung der sogenannten Schlüsselkunden, als eine mögliche Kundengruppe, durch ein spezielles Key Account Management erfolgen. Ein Key Account Manager trägt die Aufgabe, „aktuell oder potentiell bedeutende Schlüsselkunden des Unternehmens systematisch zu analysieren, auszuwählen und zu bearbeiten sowie die dazu notwendige organisatorische Infrastruktur aufzubauen und zu optimieren“.
1 Einführung: Dieses Kapitel thematisiert die aktuelle Lage deutscher Unternehmensinsolvenzen und erläutert Zielsetzung sowie Abgrenzung der Arbeit.
2 Entstehung einer Unternehmenskrise: Hier werden die Definition einer Unternehmenskrise, das Vier-Phasen-Modell nach Müller sowie die Ursachen einer Krise (endogen/exogen) behandelt.
3 Grundlagen des Insolvenzrechts: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Akteure des Insolvenzverfahrens und den typischen Verfahrensablauf.
4 Unternehmenssanierung im Zuge der Insolvenz: Hier werden Sanierungsmanagement, allgemeine sowie insolvenzspezifische Sanierungsmaßnahmen und Verfahrensarten wie der Insolvenzplan detailliert beschrieben.
5 Der Fall Herlitz: Dieses Kapitel analysiert anhand des Fallbeispiels Herlitz die Praxis der Unternehmenssanierung und die Anwendung des Insolvenzplanverfahrens.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer Unternehmenssanierung in der Insolvenz.
Unternehmenssanierung, Insolvenzrecht, Insolvenzverfahren, Insolvenzordnung, Unternehmenskrise, Sanierungsmanagement, Gläubigerversammlung, Insolvenzplanverfahren, Eigenverwaltung, Übertragende Sanierung, Herlitz-Konzern, Liquidität, Restrukturierung, Krisenursachen, Unternehmensfortführung.
Die Arbeit untersucht, wie ein Unternehmen in der Krise im Rahmen eines Insolvenzverfahrens saniert werden kann, anstatt es liquidieren zu müssen.
Die zentralen Themen sind das deutsche Insolvenzrecht, die theoretischen Ansätze zum Krisenmanagement und praktische Instrumente zur Sanierung in einer Insolvenz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein Insolvenzverfahren die Chance bietet, die Wettbewerbs- und Ertragsfähigkeit eines Unternehmens wiederherzustellen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen sowie eine Fallstudie zum Herlitz-Konzern.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen des Sanierungsmanagements, allgemeinen Maßnahmen, dem Insolvenzplanverfahren sowie den Besonderheiten der Eigenverwaltung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Unternehmenssanierung, Insolvenzordnung, Sanierungsmanagement und das Insolvenzplanverfahren.
Der Fall Herlitz dient als praktisches Beispiel, um die Anwendung eines Insolvenzplans und die Restrukturierung eines Konzerns innerhalb eines Insolvenzverfahrens zu verdeutlichen.
Der Insolvenzplan wird als zentrales Instrument dargestellt, das es erlaubt, abweichend vom Regelverfahren maßgeschneiderte Lösungen für den Erhalt eines Unternehmens zu finden.
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