Examensarbeit, 2015
64 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Hinführung
2. Grundfragen und Grundstruktur der Aussiedler- und Ausländerbeschulung
3. Allgemeine Fördermöglichkeiten für ausländische Kinder in der Grund- und Mittelschule
3.1 Sprachstandsdiagnostik – das Beobachtungsverfahren SISMIK
3.2 Vorkurs Deutsch
3.3 Deutschförderklassen
3.4 Deutschförderkurse: DFK 5+, DFK 1 - 4
3.5 Ergänzungsschule SchlaU-Schule München
4. Übergangsklassen
4.1 Aktuelle Zahlen aus Bayern
4.2 Rechtliche Regelungen für Übergangsklassen in Bayern
4.3 Aktuelle Zahlen im Vergleich zum Bundesland Berlin
4.4 Grenzen der Förderung
5. Der aktuelle Lehrplan Deutsch als Zweitsprache
5.1 Lernfelder im Lehrplan Deutsch als Zweitsprache
5.2 Stundenverteilung in Übergangsklassen
5.2.1 Stundenverteilung in Übergangsklassen der Grundschule
5.2.2 Stundenverteilung in Übergangsklassen der Mittelschule
6. Ausbildung von Lehrkräften für Übergangsklassen
6.1 Ausbildung während des Studiums
6.2 Ausbildung nach dem Studium
7. Befragung zur aktuellen Lehrersituation der Übergangsklassen
7.1 Fragebogen
7.2 Auswertungen der Fragebögen
7.3 Verbesserungsmöglichkeiten
7.3.1 Lehrerbildung
7.3.2 Material
8. Praktischer Teil – Vorstellung der Unterrichtsstunde einer Übergangsklasse
8.1 Lehrplanbezug
8.2 Übergeordnete Zielsetzungen
8.3 Vorstellung der Unterrichtsstunde
9. Ausblick und Resümee
Die Arbeit untersucht die Integration ausländischer Kinder in das deutsche Schulsystem mit Fokus auf bayerische Übergangsklassen, analysiert deren theoretische Grundlagen, beleuchtet die aktuelle Lehrersituation durch eine eigene Befragung und entwickelt praktische Unterrichtsvorschläge.
4. Übergangsklassen
Übergangklassen sind sogenannte Sonderklassen. Laut dem Beschluss der Regierung der Oberpfalz sehen Übergangsklassen so aus, wie im Folgenden beschrieben. Die Zielgruppe besteht aus Schülerinnen und Schülern, deren Erstsprache nicht Deutsch ist und die ohne oder nur mit sehr geringen Sprachkenntnisse aus dem Ausland nach Deutschland ziehen. Die Aufnahme in eine Übergangsklasse kann flexibel auch während des laufenden Schuljahrs geleistet werden, wobei die Zuweisung durch das zuständige Schulamt erfolgt. Die Klassenstärke soll in der Oberpfalz zwischen 13 und 23 Kindern liegen, es können jahrgangsübergreifende Klassen gebildet werden kann.
Besucht wird die Übergangsklasse in der Regel zwei Jahre. Bei fortgeschrittenem Spracherwerb kann eine Eingliederung in eine Regelklasse aber sinnvollerweise auch schon vorher passieren. Auch ein probeweiser Besuch der Übergangsklasse mit späterer Rückkehr an die Sprengelschule ist möglich.
Grundlage der Beschulung bietet der Lehrplan „Deutsch als Zweitsprache“ der jeweiligen Jahrgangsstufe, Lehrkräfte von Übergangsklassen sollen eine Ausbildung in Deutsch als Zweitsprache absolviert haben oder sehr erfahren sein. Angeboten werden sollen außerdem Differenzierungsstunden für Seiteneinsteiger, Kinder mit persönlichen oder familiären Problemen und Schülerinnen und Schüler, die in eine Regelklasse überführt werden sollen. Auch 10 Unterrichtsstunden Deutsch als Zweitsprache pro Woche sind obligatorisch.
Falls möglich soll ein gemeinsamer Unterricht mit muttersprachlichen Kindern in Fächern wie Sport, Werken, Musik oder Kunst angestrebt werden.
Ziel der Übergangsklassen sind laut Oberpfälzer Regierung die Hinführung an den Unterricht in Regelklassen (Integration) und der Erwerb der Schrift. Als Nachteil wird die Segregation aufgeführt.
1. Hinführung: Die Einleitung thematisiert die steigende Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem und definiert das Ziel der Arbeit, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Übergangsklassen zu untersuchen.
2. Grundfragen und Grundstruktur der Aussiedler- und Ausländerbeschulung: Dieses Kapitel erläutert die grundsätzliche Entscheidung zwischen Sonderbeschulung und Integration in Regelklassen anhand offizieller Leitsätze.
3. Allgemeine Fördermöglichkeiten für ausländische Kinder in der Grund- und Mittelschule: Hier werden verschiedene in Bayern existierende Maßnahmen wie SISMIK, Vorkurse und Deutschförderklassen vorgestellt.
4. Übergangsklassen: Das Kapitel detailliert die Struktur, Zielgruppe, rechtliche Grundlagen und statistische Entwicklung der Übergangsklassen in Bayern im Vergleich zu Berlin.
5. Der aktuelle Lehrplan Deutsch als Zweitsprache: Es wird das Konzept und die Lernfelder des Lehrplans beschrieben, der als Grundlage für den Sprachunterricht dient.
6. Ausbildung von Lehrkräften für Übergangsklassen: Die Aus- und Weiterbildungssituation von Lehrkräften in diesem Bereich, sowohl während als auch nach dem Studium, wird kritisch analysiert.
7. Befragung zur aktuellen Lehrersituation der Übergangsklassen: Basierend auf einer eigenen empirischen Umfrage bei Lehrkräften werden Herausforderungen, Wünsche und Verbesserungspotenziale dargelegt.
8. Praktischer Teil – Vorstellung der Unterrichtsstunde einer Übergangsklasse: Ein konkretes Stationentraining zur Wortschatzarbeit wird methodisch-didaktisch geplant und vorgestellt.
9. Ausblick und Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderungen nach verbesserter Lehrerbildung und Materialbereitstellung.
Übergangsklassen, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Migration, Sprachförderung, Lehrplan, Lehrerbildung, Integration, Grundschule, Mittelschule, Stationentraining, Wortschatzarbeit, Bildungsauftrag, Sprachstand, Flüchtlingskinder.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Eingliederung von Kindern ohne Deutschkenntnisse in das bayerische Schulsystem, wobei der Schwerpunkt auf der Funktionsweise und den Herausforderungen von sogenannten Übergangsklassen liegt.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Beschulung, die aktuellen Fördermöglichkeiten in Bayern, die spezifische Situation der Lehrkräfte sowie die praktische Gestaltung des Sprachunterrichts.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten der Eingliederung ausländischer Kinder aufzuzeigen, bestehende Schwierigkeiten im aktuellen Schulsystem zu identifizieren und durch eine Lehrerbefragung sowie einen praktischen Unterrichtsentwurf praxisnahe Ansätze zu formulieren.
Neben einer fundierten theoretischen Aufarbeitung der rechtlichen und pädagogischen Grundlagen nutzt die Arbeit eine qualitative Befragung von Lehrkräften, die aktuell Übergangsklassen leiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Fördersysteme, den Vergleich der Situation in Bayern und Berlin, eine Untersuchung der Ausbildungssituation für Lehrkräfte sowie die Vorstellung einer konkreten Unterrichtsstunde.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Übergangsklassen, Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Migration, Inklusion und Lehrerfortbildung charakterisiert.
Laut der Untersuchung ist die mangelnde spezifische Ausbildung vieler Lehrkräfte ein gravierendes Problem, das dringend durch verbindliche Pflichtmodule im Studium und verbesserte Fortbildungsangebote adressiert werden muss.
Das Stationentraining wird gewählt, um der großen Heterogenität der Schülergruppen in Bezug auf Leistungsstand und Tempo gerecht zu werden und zudem soziale Kompetenzen zu fördern.
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