Bachelorarbeit, 2013
72 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Begriffsabgrenzung
2 Historische Entwicklung der Unternehmensbewertung
2.1 Objektive Werttheorie
2.2 Subjektive Werttheorie
2.3 Funktionale Werttheorie
2.3.1 Hauptfunktionen der Kölner Funktionslehre
2.3.2 Nebenfunktionen der Kölner Funktionslehre
2.3.3 Funktionslehre des IDW
3 Verfahren der Unternehmensbewertung
3.1 Voraussetzungen einer erfolgreichen Unternehmensbewertung
3.2 Erfolgsorientierte Verfahren
3.2.1 Ertragswertverfahren
3.2.2 Discounted Cashflow-Verfahren
3.2.2.1 Bruttoverfahren
3.2.2.1.1 Weighted Average Cost of Capital
3.2.2.1.1.1 Free Cashflow-Verfahren
3.2.2.1.1.2 Total Cashflow-Verfahren
3.2.2.1.2 Adjusted Present Value Verfahren
3.2.2.2 Nettoverfahren
3.2.2.2.1 Flow to Equity-Ansatz
3.3 Erfolgsorientierten Verfahren im Überblick
3.4 Marktorientierte Verfahren
3.4.1 Comparative Company Approach
3.4.1.1 Similar Public Company Method
3.4.1.2 Recent Acquisitions Method
3.4.1.3 Initial Public Offering
3.4.2 Market Multiples
4 Praxisbeispiele zur Bewertung der Bayer-AG
4.1 Das Unternehmen
4.2 Bewertung der Bayer AG mittels WACC-Ansatz
4.3 Bewertung der Bayer AG mittels KGV-Multiplikator
4.4 Bewertung der Bayer AG mittels KBV-Multiplikator
4.5 Kritik an den verwendeten Multiplikatoren
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorthesis hat zum Ziel, einen umfassenden Überblick über die gängigen Methoden der Unternehmensbewertung zu geben und deren praktische Anwendung anhand der Bayer AG zu illustrieren. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche theoretische Ansätze zur Wertermittlung in der Praxis zum Einsatz kommen und welche Herausforderungen dabei entstehen.
3.2 Erfolgsorientierte Verfahren
Zu den erfolgsorientierten Verfahren zählen die ursprünglich aus den USA stammenden DCF-Verfahren sowie das deutsche Ertragswertverfahren. Während die DCF-Verfahren international schon lange Standard sind, haben sie sich in Deutschland erst in den letzen Jahren gegen das Ertragswertverfahren durchsetzen können. Noch im Jahre 2003 dominierte hierzulande das Ertragswertverfahren mit einem Anteil von 39%, dicht gefolgt von den DCF-Methoden mit 33%. Beide leiten sich aus der Investitionstheorie ab und bestimmen den Kapitalwert eines Unternehmens anhand von auf den Stichtag der Bewertung abgezinsten, zukünftigen Cashflows. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge sind zuvor zu bereinigen. Die Wertbestimmung erfolgt nach dem Prinzip der Gesamtbewertung des Vermögens.
Dabei wird das Unternehmen als Bewertungseinheit betrachtet und der Wert aus dem zukünftig erwarteten Gesamtertrag bestimmt. Erfolgsorientierte Verfahren haben Stärken und Schwächen. Sie sind zukunftsorientiert und berücksichtigen viele Informationen. Hier liegen jedoch auch ihre Schwächen. Die Berücksichtigung von vielen Informationen führt zu komplexen Modellen. Da diese zusätzlich zukunftsorientiert sind, müssen Planwerte geschätzt oder aus der Vergangenheit extrapoliert werden. Obwohl versucht wird, vorhandene Informationen und Planungen einzubeziehen, führt dies zu großen Unsicherheiten bezüglich der zu prognostizierenden Cashflows. Des Weiteren bieten die angewendeten Modelle den Bewertenden in ihren Annahmen viele Freiheitsgrade, was die ermittelten Werte durch ungenaue Schätzungen zusätzlich verzerren kann.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Unternehmensbewertung dar, umreißt die Problemstellung und definiert die grundlegenden Begriffe der Arbeit.
2 Historische Entwicklung der Unternehmensbewertung: Hier wird der theoretische Wandel der Bewertungsmethoden von objektiven über subjektive bis hin zu funktionalen Werttheorien analysiert.
3 Verfahren der Unternehmensbewertung: Dieses Kernkapitel bietet eine detaillierte Übersicht über erfolgs- und marktorientierte Bewertungsverfahren, inklusive ihrer mathematischen Herleitungen und methodischen Voraussetzungen.
4 Praxisbeispiele zur Bewertung der Bayer-AG: Die erarbeiteten Methoden werden hier konkret auf die Bayer AG angewendet, um die praktische Umsetzung sowie die Herausforderungen der verschiedenen Ansätze zu verdeutlichen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die Freiheitsgrade bei der Modellanwendung und gibt einen Ausblick auf die stetige Weiterentwicklung der Bewertungsverfahren.
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow, DCF-Verfahren, WACC, Free Cashflow, Flow to Equity, Multiplikatorverfahren, Marktkapitalisierung, Unternehmenssteuerung, Bayer AG, Kapitalkosten, CAPM, Werttreiber, Unternehmensplanung.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und praktischen Methoden der Unternehmensbewertung, insbesondere den Vergleich zwischen erfolgsorientierten und marktorientierten Verfahren.
Zentral sind die historische Entwicklung der Werttheorie, die Anwendung von DCF-Modellen sowie die Bewertung mittels Multiplikatoren anhand von Börsendaten.
Das Ziel ist ein methodischer Überblick über die gängigsten Bewertungsverfahren und deren exemplarische Anwendung auf einen DAX-Konzern, um die Stärken und Schwächen der jeweiligen Modelle aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse finanzwirtschaftlicher Theorien und der quantitativen Anwendung dieser Methoden auf ein praktisches Fallbeispiel (Bayer AG) unter Nutzung realer Geschäftsberichtsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der DCF-Verfahren (WACC, APV, FtE) sowie der marktorientierten Verfahren (Comparative Company Approach, Market Multiples) und deren anschließende Anwendung auf die Bayer AG.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, DCF, WACC, Multiplikatoren und Kapitalkosten.
Das Zweiphasenmodell wird verwendet, um die detaillierte Planung der ersten Jahre von der anschließenden, auf einer ewigen Rente basierenden Wachstumsphase des Unternehmens mathematisch sauber zu trennen.
Da der WACC (die Kapitalkosten) den Marktwert des Eigenkapitals zur Berechnung benötigt, dieser Wert aber erst das Ziel der Bewertung ist, entstehen zirkuläre Abhängigkeiten, die iterative Schätzungen oder Annahmen zur Zielkapitalstruktur erforderlich machen.
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