Masterarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitender Gedanke zur Hochbegabtenförderung
2 Theoretische Auseinandersetzung zum Thema „Hochbegabung“
2.1 Eine begriffliche Analyse
2.2 Die Vorstellung von Konzepten und Modellen
2.2.1. Das Drei-Ringe-Modell nach Renzulli
2.2.2. Das triadische Interdependenzmodell nach Mönks
2.2.3. Das Münchner Hochbegabungsmodell nach Heller
2.3 Zur mathematischen Hochbegabung
2.3.1. Merkmale und Charakteristika besonderer mathematischer Begabung
2.3.2. Das Stufenmodell zur Diagnose mathematisch begabter Kinder nach Käpnick
2.4 Besonderheiten und Probleme mathematisch hochbegabter Kinder
2.4.1. Eine Betrachtung von hochbegabten Kindern
2.4.2. Eine Betrachtung von extrem hochbegabten Kindern
3 Förderungsmaßnahmen der Hochbegabung
3.1 Förderung von Hochbegabten in der Schule
3.2 Anforderungen an den Lehrer
3.3 Maßnahmen zur Förderung
3.3.1 Einsatz heuristischer Hilfsmittel
3.3.2 Allgemeine Strategien des Lösens mathematischer Probleme
3.3.3 Logisches Denken
3.3.4 Argumentieren und Begründen
3.3.5 Beweisen
3.3.6 Muster und Strukturen erkennen, Verallgemeinern und Abstrahieren
3.3.7 Kreativ sein dürfen
3.3.8 Selbstständiges Erweitern und Variieren von Aufgaben
3.3.9 Räumliches Vorstellungsvermögen
3.4 Förderungsprogramme für mathematisch hochbegabte Schüler
3.4.1 Aufgabe des Monats – Förderung durch Eigeninitiative
3.4.2 Die Entdeckertag-Schule des Landes Rheinland-Pfalz
3.4.3 Das Hochbegabtenzentrum Rheinland in Brühl
3.5 Betrachtung eines Fallbeispiels
4 Resümee
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten zur gezielten Förderung mathematisch hochbegabter Kinder in der Grundschule, ausgehend von der theoretischen Fundierung bis hin zu praktischen Ansätzen im Unterricht und außerschulischen Projekten.
3.3.1 Einsatz heuristischer Hilfsmittel
Heuristische Vorgehensweisen helfen dem Schüler dabei, eine geeignete Strategie oder einen Plan innerhalb der problemlösenden Phase zu entwickeln. „Charakteristisch für Heurismen ist, dass sie von den konkreten Inhalten der zu lösenden mathematischen Probleme weitgehend unabhängig sind und den Problemlöser beim Generieren von Ansätzen und Ideen bei beliebigen Aufgaben unterstützen.“94
Damit Schüler mit heuristischen Mitteln zielgerichtet umgehen können, brauchen diese eine bewusste Thematisierung der theoretischen Grundlagen, die sie anschließend selbst durch Erproben praktisch umsetzen können.95 Folgende heuristische Hilfsmittel sind für die Förderung von hochbegabten Grundschulkindern bedeutsam:
1. Zweckmäßige Bezeichnungen einführen/Wortsprache in eine geeignete Symbolsprache überführen
Dieses heuristische Mittel hilft den Schülern dabei, eine Aufgabe zu verstehen und besser erfassen zu können. Eine mögliche Umsetzung wäre das Einsetzen von abkürzenden Bezeichnungen für wichtige Elemente der Aufgabe, beispielsweise das Verwenden der Anfangsbuchstaben von Namen oder Berufen. Auch das Ersetzten von unbekannten Zahlen/Größen durch Variable ist ein heuristisches Hilfsmittel, wodurch Schüler die in der Aufgabe vorkommenden Informationen in Gleichungen oder Ungleichungen setzten können und somit einen besseren Überblick über die Sachlage erlangen.96
2. Anlegen einer Tabelle
Tabellen helfen dem Schüler dabei Zusammenhänge zwischen Zahlen oder Größen zu erfassen und bieten eine Hilfestellung beim Erfassen aller möglichen Fälle. Zudem kann die Aufgabenstellung durch ein übersichtliches Festhalten der gegebenen und gesuchten Größen besser verfolgt und erfüllt werden und die Tabelle hilft dem Schüler beim Finden und Festhalten eines Lösungsplans.97
3. Skizzen/informative Figuren
Skizzen und informative Figuren veranschaulichen die Problemstellung. In dem Prozess des Verstehen und Erfassens der Aufgabenstellung dienen Skizzen für eine bessere Übersicht über die Informationen von gegebenen und gesuchten Elementen. Bei dem anschließenden Überlegen eines Lösungsweges veranschaulichen Skizzen und informative Figuren mögliche Lösungen und helfen dem Schüler dabei, einen genauen Lösungsplan zu notieren.98
1 Einleitender Gedanke zur Hochbegabtenförderung: Einführung in die Thematik der Hochbegabung im deutschen Schulsystem mit Fokus auf die Notwendigkeit von Förderangeboten in der Grundschule.
2 Theoretische Auseinandersetzung zum Thema „Hochbegabung“: Darstellung verschiedener Begabungsmodelle und eine vertiefende Analyse mathematischer Hochbegabung sowie deren Diagnose.
3 Förderungsmaßnahmen der Hochbegabung: Vorstellung konkreter schulischer und außerschulischer Förderansätze sowie die Analyse eines Fallbeispiels zur Anwendung dieser Strategien.
4 Resümee: Kritische Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Identifikation und Förderung mathematisch begabter Grundschüler mit Ausblick auf notwendige Entwicklungen.
Hochbegabung, Mathematikunterricht, Grundschule, Begabungsmodelle, Käpnick, Enrichment, Akzeleration, Heuristik, Diagnose, Fallbeispiel, Förderungsprogramme, Begabtenförderung, mathematische Hochbegabung, Leistungsfähigkeit, Lernmotivation.
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Förderung von mathematisch hochbegabten Kindern in der Grundschule unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und praktischer Ansätze.
Die zentralen Felder sind die Definition von Hochbegabung, Diagnoseinstrumente für mathematische Begabungen, unterrichtliche Förderstrategien und außerschulische Projekte.
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch spezifische Fördermaßnahmen wie Enrichment oder Akzeleration hochbegabte Kinder individuell unterstützen können, um ihre kognitive Entwicklung zu fördern.
Neben der theoretischen Literaturanalyse nutzt der Autor eine qualitative Vorgehensweise in Form eines Fallbeispiels, in dem die Arbeit mit einem hochbegabten Kind über mehrere Wochen hinweg beobachtet und analysiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begabungsmodelle, Diagnosekriterien für Mathematik, eine detaillierte Auflistung von Fördermethoden (heuristische Strategien, logisches Denken, Beweisen etc.) und eine Untersuchung von Förderprogrammen.
Charakteristische Begriffe sind unter anderem Hochbegabung, mathematische Begabung, Grundschule, Enrichment, Akzeleration, Diagnoseverfahren und Begabungsmodelle nach Renzulli, Mönks und Heller.
Das Stufenmodell nach Käpnick dient als systematisches Diagnosewerkzeug für Lehrer, um in drei Stufen – von der Grobauswahl bis zur prozessbegleitenden Identifikation – hochbegabte Kinder sicher zu erkennen.
Das Fallbeispiel bestätigt, dass hochbegabte Kinder oft intuitive Lösungswege nutzen, sehr schnell rechnen, aber in der Schule nicht zwingend durch auffälliges Verhalten glänzen müssen, was die Bedeutung der Beobachtung durch eine erfahrene Lehrkraft unterstreicht.
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