Bachelorarbeit, 2015
51 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Der Wandel des Familienbildes in der Bundesrepublik Deutschland vom 18. Jahrhundert bis heute
2.1 Genderspezifische Rollenverteilung vom 18. Jahrhundert bis heute
2.2 Familienformen und gesellschaftlicher Wandel vom 18. Jahrhundert bis heute
3 Alleinerziehende in prekären Lebenslagen
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Lebenssituation Alleinerziehender in prekären Lebenslagen
4 Migration und Flucht nach Deutschland
4.1 Zuflucht über Asyl. Gründe und Verfahren
4.2 Aktuelle Statistik der Einwanderungen und Asylanträge
5 Restriktive Maßnahmen / Rechtsgrundlage
5.1 Asylbewerberleistungs-, Asylverfahrens- und Aufenthaltsgesetz
5.2 Die Gesetzgebung und ihre Bedeutung für Betroffene
6 Mögliche Auswirkungen restriktiver Maßnahmen auf die Lebenssituation alleinerziehender, asylsuchender Mütter anhand eines Fallbeispiels
6.1 Die Lebenssituation im Kontext der Wohnsituation einer kommunalen Gemeinschaftsunterkunft und Auswirkung restriktiver Maßnahmen auf die Gesundheit
6.2 Einfluss restriktiver Maßnahmen auf das Wohl des Kindes
7 Aktuelle Forschungssituation
8 Handlungsempfehlungen
9 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss staatlicher restriktiver Maßnahmen auf die Lebenssituation alleinerziehender, asylsuchender Mütter in Deutschland sowie deren Auswirkungen auf das Wohl der Kinder. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie gesetzliche Rahmenbedingungen und prekäre Lebensumstände die Bewältigung des Alltags sowie die psychische Gesundheit dieser Personengruppe belasten.
6.1 Die Lebenssituation im Kontext der Wohnsituation einer kommunalen Gemeinschaftsunterkunft und Auswirkung restriktiver Maßnahmen auf die Gesundheit
Gerade das Leben in einer Erstaufnahmeeinrichtung, in der eine Frau unter einer Vielzahl von Männern lebt, kann sehr schwierig sein. Dazu sind Alleinerziehende weiteren Belastungen ausgesetzt. Anhand eines Fallbeispiels aus dem Projekt „Flucht und Asyl in Oldenburg“ von 2012 bis 2014, soll aufgezeigt werden, wie sich Restriktionen auf Lebenssituation und Gesundheit dieser Personengruppe auswirken können. Das Interview wurde mit Hilfe einer Dolmetscherin durchgeführt.
Zu dem Zeitpunkt des qualitativen Interviews, war die befragte Frau mit unbekanntem Alter bereits 6 Jahre in Deutschland, nachdem sie aus ihrem Heimatland in Afrika geflüchtet war. Sie wurde nach ihrer Einreise für etwas mehr als 3 Jahre in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung Blankenburg untergebracht, die 2012 geschlossen wurde. Sie hat eine zu dem Zeitpunkt fünfjährige Tochter, die sie alleine erzog. Zu dem Zeitpunkt hatte sie eine sogenannte „Kettenduldung“ mit regelmäßiger Erneuerung im 2-Monats-Rhythmus. Das Interview wird für die Untersuchung herangezogen, weil sich diese Person zunächst lange im Asylverfahren befand, bevor sie eine Duldung erhielt. Die Frau lebt seit der Schließung des ZAAB Blankenburgs alleine mit ihrer Tochter in einer dezentralen Wohnung und arbeitete zur Zeit des Interviews in Teilzeit als Reinigungskraft in einem Privathaushalt und hatte mit einem Sprachkurs begonnen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in den Wandel des Familienbildes ein und stellt die Relevanz der Untersuchung für die Lebenssituation von alleinerziehenden, geflüchteten Frauen sowie deren rechtliche und soziale Belastungen dar.
2 Der Wandel des Familienbildes in der Bundesrepublik Deutschland vom 18. Jahrhundert bis heute: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der vorindustriellen Arbeitsgemeinschaft zur bürgerlichen "Normalfamilie" und deren heutige Pluralisierung nach.
3 Alleinerziehende in prekären Lebenslagen: Hier wird der Begriff der Alleinerziehenden definiert und die spezifischen, meist durch Armut und Überlastung geprägten Herausforderungen dieser Lebensform analysiert.
4 Migration und Flucht nach Deutschland: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Dimensionen von Migration, definiert den Flüchtlingsbegriff und gibt einen Überblick über aktuelle Asylverfahren und Statistiken.
5 Restriktive Maßnahmen / Rechtsgrundlage: Es werden die zentralen Gesetze wie das AsylbLG, das AsylVfG und das AufenthG erläutert, die den rechtlichen Rahmen und die Einschränkungen für Asylsuchende bestimmen.
6 Mögliche Auswirkungen restriktiver Maßnahmen auf die Lebenssituation alleinerziehender, asylsuchender Mütter anhand eines Fallbeispiels: Anhand eines qualitativen Interviews werden die psychischen und sozialen Folgen restriktiver staatlicher Maßnahmen auf die Lebenssituation und das Wohl der Kinder aufgezeigt.
7 Aktuelle Forschungssituation: Das Kapitel identifiziert Forschungslücken hinsichtlich der Situation von alleinerziehenden, geflüchteten Frauen in Deutschland und kritisiert den mangelnden Fokus der bisherigen Studien auf diese Subjekte.
8 Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Erkenntnissen werden konkrete Empfehlungen gegeben, um die Lebensbedingungen, den Bildungszugang und das Kindeswohl durch dezentrale Unterbringung und schnellere Verfahren zu verbessern.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die prekäre Lage geflüchteter Alleinerziehender einen dringenden Reformbedarf im Asylrecht und in der sozialen Unterstützung begründet.
Alleinerziehende, Asylsuchende, Geflüchtete Mütter, Familienbild, Restriktive Maßnahmen, Kindeswohl, Prekäre Lebenslagen, Asylverfahren, Duldung, Gemeinschaftsunterkunft, Integration, Psychische Belastung, Sozialgesetzgebung, Familienrecht, Empowerment
Die Arbeit analysiert die prekäre Lebenssituation von alleinerziehenden, geflüchteten Frauen in Deutschland unter dem Einfluss staatlicher restriktiver Maßnahmen.
Zu den Schwerpunkten zählen der Wandel des Familienbildes, die rechtliche Situation von Asylsuchenden, die gesundheitlichen Folgen der Unterbringung in Lagern sowie das Kindeswohl.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie staatliche Restriktionen die Lebensbewältigung alleinerziehender Mütter erschweren und das Wohl ihrer Kinder gefährden.
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse und statistischen Daten ein qualitatives Interview aus einem Fallbeispiel, um die individuelle Betroffenheit und die Auswirkungen der Politik aufzuzeigen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Historie des Familienbegriffs, den rechtlichen Grundlagen der Asylpolitik in Deutschland und einer detaillierten Analyse der Lebenssituation im Kontext restriktiver Maßnahmen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Alleinerziehende, Asylsuchende, Kindeswohl, restriktive Maßnahmen und Integration charakterisieren.
Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften führt durch Enge, mangelnde Privatsphäre und das Gefühl staatlicher Überwachung häufig zu Depressionen, Retraumatisierungen und sozialer Isolation.
Die ständige Unsicherheit durch kurze Erneuerungsintervalle der Duldung verhindert langfristige Lebensplanung, erschwert den Arbeitsmarktzugang und löst dauerhafte Ängste bei den betroffenen Müttern aus.
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