Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Restriktionen
2 Veränderte Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie
2.1 Wirkungsweise der Unternehmens- und Wettbewerbsumwelt auf Automobilhersteller
2.2 Megatrends
2.3 Megatrend Mobilität und dessen Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr
2.3.1 Steigender Mobilitätsbedarf und zunehmende Urbanisierung
2.3.2 Zunahme von Einschränkungen und Alternativen für den motorisierten Individualverkehr
2.3.3 Veränderungen des Nachfrageverhaltens und Wertesystems
3 Auswirkungen des Megatrends auf Geschäftsfelder der Automobilhersteller
3.1 Die Entstehung neuer Mobilitätsbedürfnisse
3.2 Der Begriff des strategischen Geschäftsfeldes
3.3 Kausalzusammenhänge des Megatrends mit Geschäftsfeldern
3.3.1 Geschäftsfeld Car Sharing
3.3.2 Geschäftsfeld Elektromobilität
3.3.3 Geschäftsfeld Fahrzeugdienste
4 Theoretische Grundlagen zu Geschäftsmodellen
4.1 Der Begriff Geschäftsmodell
4.2 Ebenen und Ziele von Geschäftsmodellen
4.3 Geschäftsmodell und Strategie
5 Erwartete Auswirkungen neuer Geschäftsfelder auf Geschäftsmodelle
5.1 Traditionelles Geschäftsmodell von OEM
5.2 Erwartete Veränderungen auf Partialelement-Ebene nach Geschäftsfeldern
5.2.1 Einflüsse auf die Value Proposition
5.2.2 Einflüsse auf die Wertschöpfungsarchitektur
5.2.3 Einflüsse auf das Ertragsmodell
5.3 Erwartete Auswirkungen auf Geschäftsmodellebene
6 Zusammenfassung und Managementimplikationen
6.1 Zusammenfassung der Arbeit
6.2 Managementimplikationen
Die Bachelor-Arbeit untersucht, wie der Megatrend Mobilität das traditionelle Geschäftsmodell deutscher Premium-Automobilhersteller beeinflusst. Ziel ist es, die kausalen Zusammenhänge zwischen veränderten Kundenbedürfnissen, neu entstehenden Geschäftsfeldern wie Car Sharing, Elektromobilität und Fahrzeugdiensten sowie deren Auswirkungen auf die Wertschöpfung, das Nutzenversprechen und das Ertragsmodell der Automobilhersteller zu analysieren.
3.3.1 Geschäftsfeld Car Sharing
Bei Car Sharing handelt es sich um eine Sonderform der Autovermietung, die auf dem Prinzip des Teilens von Fahrzeugen durch die serielle Nutzung durch mehrere Personen basiert. Kerncharakteristika sind die kurze Anmietdauer, ein einfacher Zugang zu den Fahrzeugen und eine gute Vernetzung mit anderen Mobilitätsformen. Dies soll den Umstieg von beispielweise öffentlichen Nahverkehrsmitteln zum Individualverkehr erleichtern. Möglichst vielen Bewohnern in Ballungsgebieten wird damit die Möglichkeit gegeben, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten um so das Verkehrsaufkommen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Car Sharing entspricht wie kein anderes Modell dem Wunsch der Kunden nach preiswerter, ökologisch nachhaltiger und bedarfsgerechter Mobilität.
Behrendt definiert dabei drei typische Nutzergruppen. Zum einen sind das automobile Neueinsteiger, die mit Car Sharing erste Fahrpraxis sammeln möchten. Des weiteren Nutzer, die ihr eigenes Fahrzeug zu Gunsten des Car Sharings aufgeben möchten und schließlich Nutzer, die Car Sharing ergänzend zum eigenen Fahrzeug verwenden.
Obwohl das Prinzip Car Sharing nicht neu ist, erfährt es in den letzten Jahren einen weltweiten Zulauf. Bei dem letzten ausführlichen Endbericht des Bundesverbands für CarSharing e.V. wurden 2010 bereits 385.000 Car Sharing-Kunden und ca. 12.000 Fahrzeuge in 14 EU-Ländern gezählt. Bis 2020 wird ein Anstieg auf ca. 15 Mio. Benutzer erwartet.
Auch in anderen Triade-Märkten wie den USA ist ein massiv boomender Car Sharing Markt zu beobachten. In Deutschland wird der Markt derzeit von zwei verschiedenen Anbietergruppen bedient: Zum einen gibt es freie Car Sharing-Organisationen wie „DB Flinkster”, „Cambio“ oder „Stadtmobil“. Sie stellen Fahrzeuge verschiedener OEM zur Verfügung und sind nicht Markengebunden. Die andere Gruppe sind OEM wie Mercedes-Benz mit „Car2Go“ oder BMW mit „DriveNow“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Automobilindustrie für Deutschland ein, definiert den Megatrend Mobilität als zentralen Einflussfaktor für den Branchenwandel und legt das Ziel sowie die Vorgehensweise der Arbeit fest.
2 Veränderte Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie: Das Kapitel erläutert die Einflüsse von Unternehmens- und Wettbewerbsumwelt auf Automobilhersteller und beschreibt den Megatrend Mobilität als Treiber für Veränderungen in Gesellschaft, Technik und Konsumentenverhalten.
3 Auswirkungen des Megatrends auf Geschäftsfelder der Automobilhersteller: Hier werden kausale Zusammenhänge zwischen Mobilitätsbedürfnissen und den Geschäftsfeldern Car Sharing, Elektromobilität sowie Fahrzeugdienste als Reaktion der Hersteller hergeleitet.
4 Theoretische Grundlagen zu Geschäftsmodellen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung, indem der Begriff des Geschäftsmodells sowie die relevanten Partialmodelle und Ebenen für die weitere Analyse definiert werden.
5 Erwartete Auswirkungen neuer Geschäftsfelder auf Geschäftsmodelle: Das Kernkapitel untersucht anhand der Bestandteile Value Proposition, Wertschöpfungsarchitektur und Ertragsmodell die Auswirkungen neuer Geschäftsfelder auf das traditionelle Geschäftsmodell der Automobilhersteller.
6 Zusammenfassung und Managementimplikationen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet Implikationen ab, wie das Management auf die Transformation vom Automobilhersteller zum Mobilitätsdienstleister reagieren kann.
Automobilindustrie, Megatrend Mobilität, Geschäftsmodell, Car Sharing, Elektromobilität, Fahrzeugdienste, Wertschöpfungsarchitektur, Value Proposition, Ertragsmodell, Transformation, Mobilitätsdienstleister, Kundenbedürfnisse, Unternehmensumwelt, Wettbewerbsumfeld, Strategie
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Megatrends Mobilität auf das Geschäftsmodell deutscher Premium-Automobilhersteller.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Megatrends, der Entstehung neuer Geschäftsfelder wie Car Sharing, Elektromobilität und Fahrzeugdienste sowie deren Einfluss auf die Struktur von Automobilherstellern.
Ziel ist es zu beantworten, wie der Megatrend Mobilität bestehende und neue Geschäftsfelder beeinflusst und wie diese wiederum auf die Geschäftsmodelle der Hersteller zurückwirken.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung, basierend auf Literaturrecherche und der Anwendung bestehender Geschäftsmodell-Partialmodelle, um Veränderungen im Branchenkontext zu strukturieren und zu bewerten.
Der Hauptteil analysiert, wie sich die neuen Geschäftsfelder spezifisch auf die Value Proposition, die Wertschöpfungsarchitektur und das Ertragsmodell auswirken und welche Bedeutung diese für die gesamte Geschäftslogik haben.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Automobilindustrie, Mobilitätswandel, Geschäftsmodellinnovation, Value Proposition, Elektromobilität, Car Sharing und Wertschöpfungskette.
Während der umfassende Mobilitätsdienstleister große Teile der Wertschöpfung selbst abdeckt, setzt der Agent verstärkt auf Partner, die auch vor dem Kunden in Erscheinung treten, um so Investitionsrisiken zu senken.
Die Elektromobilität hat isoliert betrachtet den größten Einfluss, da sie tiefgreifende technologische Einschnitte in der Kompetenzbasis und bei Wertschöpfungspartnern erfordert, während Car Sharing primär als ergänzendes Geschäftsfeld dient.
Aufgrund der zunehmenden Vernetzung mit neuen Akteuren (wie IT- oder Energieunternehmen) ist die korrekte Konfiguration der Wertschöpfungsstufen eine Schlüsselkomponente für die erfolgreiche Umsetzung neuer Mobilitätsangebote.
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