Bachelorarbeit, 2015
58 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Definition: junge Unternehmen
2.1. Gründung und Systematisierung junger Unternehmen
2.2. Charakteristika junger Unternehmen
2.3. Unsicherheiten junger Unternehmen
3. Unternehmensbewertung
3.1. Zweck einer Unternehmensbewertung
3.2. Unternehmensbewertungsmethoden
3.2.1. Unternehmensbewertungsmethoden allgemein
3.2.2. Erfolgsorientierte Unternehmensbewertungsverfahren
3.2.3. Marktorientierte Unternehmensbewertungsverfahren
3.2.4. Kostenorientierte Unternehmensbewertungsverfahren
4. Realoptionsverfahren
4.1. Definition Realoptionen und Realoptionsansatz
4.2. Arten von Realoptionen
4.3. Kennzeichen von Realoptionen
4.4. Bewertung von Realoptionen
4.4.1. Grundannahmen der Bewertung von Realoptionen
4.4.2. Bewertung anhand des Replikationsportfolioansatzes
4.4.3. Prinzip der Risikoneutralen Bewertung
4.4.4. Binomialmodell
4.4.5. Black-Scholes Modell
5. Unternehmensbewertung junger Unternehmen
5.1. Problematik Bewertung junger Unternehmen
5.2. Scheitern bisheriger Bewertungsmethoden
5.3. Bewertung anhand des Realoptionsverfahren
6. Schlussteil
Die Arbeit untersucht, warum klassische Unternehmensbewertungsmethoden bei der Bewertung junger Unternehmen an ihre Grenzen stoßen und inwieweit das Realoptionsverfahren als ergänzende Methode einen Mehrwert bieten kann, um die spezifische Flexibilität und Unsicherheit dieser Unternehmen abzubilden.
1. Einleitung
In den letzten 25 Jahren sind Realoptionen zu einem der sich am schnellsten entwickelnden Bereichen der Finanzliteratur geworden. Es gibt zahlreiche Artikel, Bücher und Fachzeitschriften zu diesem Thema. Die Überprüfung des methodischen Fortschritts führt zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen von Flexibilität auf Firmen- und Projektwerte. Ein besonderer Fokus liegt auf bemerkenswerten Beiträgen, die entweder die Forschung von Realoptionsbewertung vorangebracht oder einen grundlegenden Einblick in den Einsatz von Realoptionen in der Realität gegeben haben.
Die Wurzeln der Optionspreistheorie sind vor allem den zwei Nobelpreisträgern, Myron Samuel Scholes und Robert Cox Merton zu verdanken. Sie zeigten auf, dass der Optionswert von den Kosten zur Absicherung des Risikos abhängig ist. Eine einfache Annäherung an den Optionspreis bietet die binomische Annäherung an den Zufallsprozess. Die Optionspreistheorie nutzt die risikoneutrale Bewertung und fügt das Wahrscheinlichkeitsmaß hinzu, um die Übereinstimmungen mit den Markterwartungen zu erhalten. Das heißt, dass der Optionswert über den risikoneutralen diskontierten Cashflow erhalten werden kann.
Das Thema Realoptionen wird im Zusammenhang mit der Unternehmensbewertung immer mehr diskutiert, da in den vergangenen Jahren zunehmend die Unzufriedenheit im Zusammenhang mit dem Discounted Cash Flow-Verfahren (DCF) bei akademischen Forschern und Unternehmenspraktikern wuchs. Diese Unzufriedenheit bezieht sich vor allem auf die systematische Unterbewertung des Unternehmens auf Grund der nicht berücksichtigten unternehmerischen Flexibilität. Aber nicht nur das DCF-Verfahren wurde als unzureichend erachtet, auch andere Unternehmensbewertungsverfahren unterliegen steigender Kritik.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Realoptionen in der Finanzliteratur und begründet deren Relevanz als Antwort auf die Unzulänglichkeiten klassischer Bewertungsverfahren wie DCF bei der Bewertung unternehmerischer Flexibilität.
2. Definition: junge Unternehmen: Dieses Kapitel definiert junge Unternehmen über den Prozess der Neugründung, identifiziert deren spezifische Charakteristika wie Dynamik und Wachstumspotenzial und analysiert das zentrale Merkmal der Unsicherheit.
3. Unternehmensbewertung: Hier werden die Ziele der Unternehmensbewertung erläutert und die gängigen Verfahren, nämlich erfolgs-, markt- und kostenorientierte Methoden, detailliert vorgestellt.
4. Realoptionsverfahren: Das Kapitel führt in das Realoptionsverfahren ein, definiert dessen theoretische Grundlagen, erläutert die verschiedenen Arten von Optionen und stellt Bewertungsmethoden wie das Binomialmodell und Black-Scholes dar.
5. Unternehmensbewertung junger Unternehmen: Dieser Hauptteil verknüpft die theoretischen Konzepte, arbeitet die Problematik der Bewertung junger Unternehmen heraus und begründet, warum Realoptionen in diesem speziellen Kontext einen wertvollen Ergänzungsansatz darstellen.
6. Schlussteil: Der Schlussteil zieht das Fazit, dass Realoptionen in Kombination mit anderen Verfahren einen tatsächlichen Mehrwert bieten, die alleinige Anwendung jedoch aufgrund hoher Komplexität und unrealistischer Marktannahmen in der Praxis begrenzt ist.
Unternehmensbewertung, junge Unternehmen, Realoptionen, Discounted Cash Flow, DCF, Flexibilität, Unsicherheit, Optionspreistheorie, Binomialmodell, Black-Scholes, Investitionsentscheidung, Unternehmenswachstum, Start-up, Bewertungsmethodik, Unternehmensgründung
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Herausforderung, junge Unternehmen zu bewerten, die aufgrund mangelnder Historie und hoher Unsicherheit schwer mit traditionellen Verfahren erfassbar sind.
Die zentralen Themen sind die Unternehmensgründung, die Defizite klassischer Bewertungsansätze bei Start-ups und die theoretische Fundierung sowie praktische Anwendung von Realoptionen als Bewertungsinstrument.
Das Ziel ist zu prüfen, ob der Realoptionsansatz eine besser geeignete Bewertungsmethode für junge Unternehmen darstellt, um deren strategische Flexibilität adäquat abzubilden.
Die Arbeit basiert auf einer rein theoretischen Analyse, die bestehende Literatur, Finanzmodelle und Bewertungsmethoden zusammenführt, kritisch würdigt und in den Kontext junger Unternehmen setzt.
Der Hauptteil analysiert die Schwächen gängiger Verfahren wie DCF oder Substanzwertverfahren und stellt diesen die Funktionsweise, Modellvarianten und Bewertungsansätze von Realoptionen gegenüber.
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmensbewertung, junge Unternehmen, Realoptionen, Flexibilität, Unsicherheit und Bewertungsmethodik.
Traditionelle Methoden erfordern oft vergangenheitsbezogene Daten und stabile Planungsrechnungen, die bei jungen Unternehmen aufgrund fehlender Historie und hoher Volatilität meist nicht in ausreichender Qualität vorliegen.
Der Mehrwert liegt darin, dass er Handlungsspielräume – wie das Abwarten bei Unsicherheit – in den Unternehmenswert einrechnet, statt diese Flexibilität als reines Risiko oder gar nicht zu erfassen.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Realoptionen als alleinige Methode wenig sinnvoll sind und in der Praxis aufgrund hoher mathematischer Anforderungen und unrealistischer Marktannahmen besser als Ergänzung zu klassischen Modellen eingesetzt werden sollten.
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