Masterarbeit, 2014
106 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Struktur der Arbeit
2. Unternehmenskrisen
2.1 Krisenbegriff
2.2 Krisenstadien
2.3 Krisenursachen und -symptome
2.3.1 Endogene Krisenursachen
2.3.2 Exogene Krisenursachen
2.3.3 Krisensymptome
2.4 Konsequenzen der Insolvenzreife
2.4.1 Rechtliche Rahmenbedingungen der Insolvenz
2.4.1.1 Insolvenzgründe
2.4.1.2 Antragspflicht und Haftungsrisiken
2.4.2 Prüfung der Insolvenztatbestände
2.4.2.1 Prüfung der Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 InsO
2.4.2.2 Prüfung der Überschuldung gemäß § 19 InsO
2.4.2.3 Prüfung der Fortführung des Unternehmens gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB
2.4.3 Forschungsstand der Krisenursachen im Insolvenzkontext
2.5 Erkenntnisse aus der Unternehmenskrise für das Sanierungscontrolling
3. Unternehmenssanierung in der Krise
3.1 Sanierungsbegriff
3.2 Sanierungsmaßnahmen
3.2.1 Finanzielle Sanierungsmaßnahmen
3.2.2 Operative Sanierungsmaßnahmen
3.2.3 Strategische Sanierungsmaßnahmen
3.2.4 Sanierungsmaßnahmen unter Insolvenzschutz
3.3 Integrierte Sanierungsplanung
4. Sanierungscontrolling
4.1 Controlling-Begriff
4.1.1 Funktionen und Aufgaben des Controllings
4.1.2 Controlling-Konzeptionen
4.2 Definition von Sanierungscontrolling
4.2.1 Abgrenzung strategisches und operatives Controlling
4.2.2 Sanierungscontrolling-Begriff
4.2.3 Sanierungsmanagement-Begriff
4.2.4 Anforderungen an das Sanierungscontrolling
4.3 Sanierungscontrolling im Risikomanagement-Kontext
4.3.1 Terminologie des Risikomanagements und -controllings
4.3.1.1 Risikobegriff
4.3.1.2 Risikomanagement-Begriff
4.3.1.3 Risikocontrolling-Begriff
4.3.2 Risikomanagement-Prozess
4.3.2.1 Risikoidentifikation
4.3.2.2 Risikoanalyse
4.3.2.3 Risikosteuerung
4.3.2.4 Risikosteuerungsinstrumente
4.3.2.5 Risiko- und Prozessüberwachung
4.3.3 Indikatorbasierte Früherkennungssysteme
4.3.3.1 Anforderungen an Indikatoren
4.3.3.2 Methodik indikatorbasierter Früherkennungssysteme
4.4 Erkenntnisse aus dem Risikomanagement für das Sanierungscontrolling
4.5 Mehrdimensionale Steuerungssysteme
4.5.1 Performance Management-System
4.5.2 Balanced Scorecard
5. Crisis Intervention & Restructuring-Scorecard
5.1 Konzeptioneller Rahmen und Methodik
5.1.1 Definition des konzeptionellen Rahmens
5.1.2 Definition der Strategieoperationalisierung
5.1.3 Definition der Ursache-Wirkungsbeziehungen
5.2 Implementierung in den Sanierungsprozess
5.3 Erörterung der Funktionsweise und Implementierung am Gestaltungsbeispiel
5.3.1 Ausgangssituation
5.3.2 Gestaltung der Perspektiven und Zieldefinition des strategiebezogenen Teilzentrums
5.3.3 Zielorientierte Messgrößen und Vorgaben des strategiebezogenen Teilzentrums
5.3.3.1 Finanzspezifische Messgrößen und Vorgaben
5.3.3.2 Kundenspezifische Messgrößen und Vorgaben
5.3.3.3 Prozessorientierte Messgrößen und Vorgaben
5.3.3.4 Mitarbeiterbezogene Messgrößen und Vorgaben
5.3.4 Zielorientierte Ableitung von Maßnahmen des strategiebezogenen Teilzentrums
5.3.5 Gestaltung der Perspektiven des Teilzentrums der isolierten Sanierungseffekte
5.3.6 Gestaltung der Berichtsplattform
5.3.7 Eintritt in die Umsetzungs- und Kontrollphase
6. Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines holistischen Sanierungscontrolling-Konzepts für kleine und mittlere Unternehmen, um die Geschäftsführung bei der Krisenintervention und -prävention zu unterstützen. Dabei wird der Fokus auf die Gestaltung einer "Crisis Intervention & Restructuring-Scorecard" (CIR-SC) nach dem Prinzip der Balanced Scorecard gelegt, um komplexe Sanierungsprozesse steuerbar zu machen.
2.4.2 Prüfung der Insolvenztatbestände
Für die Krisenintervention ist die Prüfung der Insolvenztatbestände von entscheidender Bedeutung. Ziel des folgenden Abschnitts ist daher, die wesentlichen Prüfungsschritte zur Feststellung des Vorliegens der zwingenden Insolvenzgründe Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) und/oder Überschuldung (§ 19 InsO) zu erläutern.
2.4.2.1 Prüfung der Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 InsO
Die Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO stellt für juristische Personen einen allgemeinen Insolvenzeröffnungsgrund dar und begründet die Verpflichtung zur Insolvenzantragsstellung durch die gesetzlichen Vertreter gemäß § 15a Abs. 1 InsO. Aus der Sicht des IDW ist die Prüfung der Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 InsO grundsätzlich auf dem Urteil des BGH vom 24.05.2005 basierend in drei Schritten vorzunehmen:
Schritt 1: Liquiditätsstatus
Im ersten Schritt ist zur Identifizierung einer stichtagsbezogenen Unterdeckung ein Liquiditätsstatus (oder Finanzstatus, Liquiditätsbilanz) zu erstellen. Im Rahmen einer Bestandsaufnahme werden alle zum Stichtag t0 zur Zahlung fälligen Verbindlichkeiten (Passiva I) den vorhandenen frei verfügbaren liquiden Mitteln (Aktiva I) gegenüber gestellt:
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund der hohen Krisenanfälligkeit kleiner und mittlerer Unternehmen und definiert die Zielsetzung eines holistischen Sanierungscontrollings.
2. Unternehmenskrisen: Das Kapitel bietet einen theoretischen Überblick über den Krisenbegriff, typische Krisenstadien, die Ursachen von Unternehmenskrisen sowie die insolvenzrechtlichen Konsequenzen.
3. Unternehmenssanierung in der Krise: Hier werden der Sanierungsbegriff sowie die verschiedenen Sanierungsmaßnahmen (finanziell, operativ, strategisch) erläutert und die Notwendigkeit einer integrierten Sanierungsplanung unterstrichen.
4. Sanierungscontrolling: Dieser Abschnitt erarbeitet die theoretischen Grundlagen für das Sanierungscontrolling, insbesondere die Verbindung zum Risikomanagement und die mehrdimensionale Steuerung mittels Performance Management-Systemen.
5. Crisis Intervention & Restructuring-Scorecard: Im Hauptteil wird die CIR-SC als Instrument des Sanierungscontrollings konzeptionell hergeleitet, dessen Implementierung beschrieben und an einem fiktiven Gestaltungsbeispiel demonstriert.
6. Resümee und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Controlling-Instrumenten für die krisenpräventive Führung.
Sanierungscontrolling, Unternehmenskrisen, Insolvenzreife, Krisenintervention, Krisenprävention, Balanced Scorecard, CIR-SC, Risikomanagement, KMU, Liquiditätsplanung, Unternehmenssanierung, Strategische Planung, Frühwarnindikatoren, Performance Management, Restrukturierung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Sanierungscontrolling-Konzepts für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um diesen bei der Krisenbewältigung und nachhaltigen Existenzsicherung zu helfen.
Die zentralen Felder umfassen die betriebswirtschaftliche Analyse von Unternehmenskrisen, die rechtlichen Insolvenzgrundlagen, das strategische und operative Sanierungscontrolling sowie das Risikomanagement.
Das Hauptziel ist die Gestaltung und Implementierung einer "Crisis Intervention & Restructuring-Scorecard" (CIR-SC), die der Geschäftsführung als kompaktes Steuerungs- und Berichts-Instrument dient.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und verbindet diese mit einer anwendungsorientierten Gestaltungsempfehlung anhand eines Fallbeispiels (MEW Computer Chassis GmbH).
Im Hauptteil werden das Konzept des Sanierungscontrollings, dessen Einbettung in das Risikomanagement sowie die detaillierte methodische Ausgestaltung der CIR-SC in verschiedenen Perspektiven und deren praktische Anwendung erläutert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sanierungscontrolling, Insolvenzreife, Krisenstadien, Risikosteuerung, Frühwarnindikatoren und Performance Measurement.
Die CIR-SC ist darauf spezialisiert, sowohl die akute Krisenintervention als auch die spätere Krisenprävention abzubilden, indem sie finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen ressourcenschonend zusammenführt.
Die Kapitaldienstfähigkeit ist eine zentrale Größe innerhalb des Teilzentrums für isolierte Sanierungseffekte, da sie die nachhaltige Schuldentilgung im Krisenkontext sicherstellt.
Während die klassische BSC primär auf die Umsetzung von Strategien zur Leistungssteigerung ausgerichtet ist, ist die CIR-SC speziell auf die besonderen Informations- und Zeitbedürfnisse von Unternehmen in einer akuten Krisensituation zugeschnitten.
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