Masterarbeit, 2014
67 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Definitionsversuch der Begriffe „Religion“ und „Popmusik“
2.1 Definition „Religion“
2.2 Definition „Popmusik“
3. Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen
3.1 Definition „Jugendphase“
3.2 Die Jugendphase und ihre Bedeutung
3.3 Die Funktion der Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen
3.4 Religiosität Jugendlicher
4. Musik in der Religion
4.1 Die Wurzeln der Popmusik
4.2 Popmusik von 1950 bis heute
5. Religion in der Musik
5.1 Symbole im Bereich der Popmusik
5.2 Explizite und implizite religiöse Aussagen in der Popmusik
5.3 Mythische Aspekte der Popmusik
6. Der Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten
6.1 Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten aus pädagogischer Perspektive
6.1.1 Chancen
6.1.1.1 Subjektwerdung
6.1.1.2 Popmusik als Motivator
6.1.1.3 Lebenswelt und Identität
6.1.1.4 Popmusik als biografischer Schlüssel
6.1.1.5 Steigerung der Gesprächsbereitschaft im Unterricht
6.1.1.6 Kompetenzförderung
6.1.2 Schwierigkeiten
6.1.2.1 Drei Hauptargumente gegen den Einsatz von Popmusik im Unterricht
6.1.2.2 Analyse von Liedtexten
6.1.2.3 Die Kompetenz des Religionslehrers im musikalischen Bereich
6.1.2.4 Die Klassensituation und -atmosphäre
6.1.2.5 Lebenswelt vs. Schulunterricht
6.2 Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten aus theologischer Perspektive
6.2.1 Chancen
6.2.1.1 Überwindung der religiösen Sprachlosigkeit
6.2.1.2 Religiöse Neugier wecken
6.2.1.3 Religiöse Identitätsbildung und Sinnsuche
6.2.1.4 Die kultische Dimension der populären Musik
6.2.1.6 Symboldidaktik
6.2.2 Schwierigkeiten
6.2.2.1 Ablehnung der Popmusik auf evangelischer Seite
6.2.2.2 Die kultische Dimension der populären Musik
6.2.2.3 Pop-Religiosität
6.3 Kriterien für eine Liedanalyse im Religionsunterricht
6.3.1 Vorüberlegungen
6.3.2 Liedauswahl
6.3.3 Text und Musik
6.3.4 Vorteile deutschsprachiger Popmusik
6.3.5 Analyse
6.4 Sacropop
7. Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II am Berufskolleg am Beispiel des Liedes „OMG!“
7.1 Bezug zum Lehrplan
7.2 Materialien
7.2.1 Informationen zum Künstler und zu seinem Album
7.2.2 Songtext – Liedinhalt
7.2.3 Musikvideo
7.3 Unterrichtsvorschlag
7.3.1 Lied und Songtext
7.3.2 Religiöse und ethische Themen
7.3.2.1 „Himmel“ und christliche Hoffnung
7.3.2.2 „Gute“ Taten und Nächstenliebe
7.3.2.3 Kirche
7.3.2.4 Ethische Schlüsselprobleme
7.3.2.5 Reflexion
7.3.2.6 Anmerkung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Popmusik als kulturelles Medium im Religionsunterricht der Sekundarstufe II am Berufskolleg eingesetzt werden kann, um religiöse Fragestellungen und Sinnsuche bei Jugendlichen aufzugreifen. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche didaktischen Chancen und Herausforderungen sich durch die Einbindung aktueller Popmusik ergeben und wie diese als Brücke zur christlichen Tradition dienen kann.
3.3 Die Funktion der Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen
Welche Funktion der Popmusik bei der Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher zugeschrieben wird, soll nun anhand historischer, soziologischer, musikwissenschaftlicher, psychologischer und pädagogischer Perspektiven erläutert werden.
Dass die Peergroup im Leben eines Jugendlichen wichtig ist wurde bereits erwähnt. Die Peergroups junger Heranwachsender sind ein wichtiger Bestandteil der Identitätsfindung bei Jugendlichen. Sie tragen dazu bei, auftretende Probleme, die sich beim Übergang vom „Schonraum“ der Familie in „größere soziale Umfelder“ ergeben, zu bewältigen. Popmusik hat in einer Peergroup die Funktion, Gesprächsstoff zu sichern, was sich beispielsweise durch die Verehrung einer Boygroup (z. B. Tokio Hotel) bemerkbar macht. Auffällig ist hier, dass dann auch die äußere Erscheinung (Haarfarbe, Frisur, Kleidung etc.) den anderen Gruppenmitgliedern ähnelt. Gleiches gilt für die gesellschaftliche und politische Einstellung, die schließlich ebenso wie das äußere Erscheinungsbild als Erkennungszeichen untereinander dienen. Die jungen Heranwachsenden denken, dass sie die gleiche Lebenseinstellung haben, sie meinen, sich gegenseitig zu kennen. Innerhalb der Peergroup baut der Jugendliche sich mithilfe einer Musikform ein Image auf. Die Identifikation mit anderen, die die Musik ebenfalls mögen, macht die Lebensbedingungen sinnvoll erfahrbar. Popmusik ist somit auch gemeinschaftsstiftend. Im Wesentlichen lässt sich sagen, dass Popmusik u. a. eine Orientierungsfunktion hat, die besonders in Bezug auf die Peergroup erkennbar wird.
Da die Jugendlichen in der Jugendphase oft gestresst sind und unter enormem Druck stehen, dient Popmusik auch als Flucht- und Aktivitätsfunktion. Mithilfe der Musik können junge Heranwachsende dem grauen Alltag entfliehen und in Phantasiewelten abtauchen. Die Kopfhörer sind für Jugendliche ein bewährtes Mittel zur Abschottung von der Außenwelt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Popmusik für Jugendliche ein und verknüpft die kulturelle Bedeutung von Musik mit religiösen Fragestellungen für den Religionsunterricht.
2. Definitionsversuch der Begriffe „Religion“ und „Popmusik“: Es wird die Schwierigkeit einer wissenschaftlichen Definition beider Begriffe aufgezeigt und Paul Tillichs Ansatz als hilfreicher Rahmen für die Arbeit eingeführt.
3. Popmusik in der Lebenswelt der Jugendlichen: Dieses Kapitel erläutert die soziologische Definition der Jugendphase und die zentrale Funktion von Popmusik bei der Identitätsfindung und in der Peergroup.
4. Musik in der Religion: Die historische Entwicklung der afroamerikanischen Musiktradition, von Spirituals bis zum Rhythm & Blues, wird als bedeutende Wurzel der heutigen Popmusik und ihrer religiösen Bezüge dargestellt.
5. Religion in der Musik: Hier wird analysiert, wie religiöse Symbole, Mythen und explizite oder implizite religiöse Aussagen in modernen Popsongs vorkommen und interpretiert werden können.
6. Der Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht – Chancen und Schwierigkeiten: Dieses Kernkapitel untersucht pädagogische und theologische Vor- und Nachteile sowie Kriterien für die Liedanalyse im Unterricht.
7. Der religionspädagogische Einsatz von Popmusik im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II am Berufskolleg am Beispiel des Liedes „OMG!“: Es wird ein konkreter Unterrichtsvorschlag dargelegt, wie Marterias Lied zur Behandlung von Themen wie „Himmel“, Nächstenliebe und Kirche genutzt werden kann.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Popmusik ein wertvolles Instrument ist, um Jugendliche bei religiösen Fragestellungen und ihrer Identitätsbildung zu begleiten.
Religionspädagogik, Popmusik, Identitätsfindung, Jugendphase, Liedanalyse, Symbolik, christliche Tradition, Sinnsuche, Didaktik, Peergroup, Religion, Marteria, Sacropop, Spiritualität, Lebenswelt.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, Popmusik als Medium im evangelischen Religionsunterricht einzusetzen, um religiöse Fragestellungen in der Lebenswelt von Jugendlichen aufzugreifen.
Zentrale Themen sind die Rolle der Popmusik für Jugendliche, ihre historischen Wurzeln, ihre religiösen Dimensionen sowie die pädagogischen Chancen und methodischen Herausforderungen bei der Umsetzung im Unterricht.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie Popmusik als Brücke zur christlichen Tradition dienen kann, um die Sinnsuche und religiöse Sprachfähigkeit der Schüler zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der didaktischen Aufbereitung eines konkreten Unterrichtsvorschlags, wobei Ansätze der Theologie der Kultur (nach Paul Tillich) und der Symboldidaktik einfließen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Religion und Pop, die Analyse religiöser Aspekte in der Musikgeschichte, die pädagogische Reflexion über Chancen und Schwierigkeiten sowie ein Praxisbeispiel für die Sekundarstufe II.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Religionspädagogik, Popmusik, Identitätsfindung, Jugendphase, Liedanalyse, Symbolik und Lebenswelt.
Das Lied thematisiert auf provokante und lebensnahe Weise Fragen nach dem Himmel, christlichen Werten und der Kirche, wodurch es sich ideal eignet, um mit Schülern über existentielle Sinnfragen zu diskutieren.
Die Arbeit argumentiert, dass die Popmusik ihre ursprüngliche Form behalten sollte, da sie nur dann als emotionales Sprachrohr der Jugendlichen fungiert und ihre identitätsstiftende Kraft im Unterricht entfalten kann.
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