Diplomarbeit, 2003
157 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Grundlegendes
1.2. Thematik
1.3. Zum Gang der Arbeit
2. Das Empowerment-Modell
3. Vorstellung anderer Trainingsprogramme
3.1. PTS (Psychoedukatives Training für schizophrene Patienten)
3.1.1. Ziel
3.1.2. Zielgruppe
3.1.3. Inhaltlicher Leitfaden/ Konzept
3.2. RET (Rational-Emotive Therapie) als Gruppentraining (RGT) gegen Stress
3.2.1. Ziel
3.2.2. Zielgruppe
3.2.3. Inhaltlicher Leitfaden/ Konzept
3.3. IPT (Integriertes psychologisches Therapieprogramm für schizophrene Patienten)
3.3.1. Zielgruppe
3.3.2. Inhaltlicher Leitfaden/ Konzept
3.3.3. Ziel
3.4. Das Psychose-Seminar
3.4.1. Ziel
3.4.2. Zielgruppe
3.4.3. Inhaltlicher Leitfaden/ Konzept
4. Rahmengrundlagen unseres Selbständigkeitstrainings
4.1. Methoden
4.2. Dokumentation
4.3. Organisation
5. Das Selbständigkeitstraining
6.1. Ziel
5.2. Zielgruppe
5.3. Inhaltlicher Leitfaden / Konzept
5.3.1. Vorbereitung
5.3.2. Einführung, Themensammlung
5.3.3. Haushaltsführung
5.3.4. Umgang mit Behörden u.ä.
5.3.5. Medikation und Ärzte
5.3.6. Tagesstruktur, Freizeitgestaltung, Kontakte oder die Frage: Was tut mir gut? Was mache ich, wenn es mir schlecht geht?
5.3.7. Hoffnungen und Ängste; Umgang mit Niederlagen
5.3.8. Abschluß
6. Das Selbständigkeitstraining im SIR Ascheberg
6.1. Vorstellung der Einrichtung SIR
6.1.1. Konzeptionelle Grundlagen
6.1.2. Arbeitsbereich/ MitarbeiterInnen
6.1.3. BewohnerInnen
6.2. Die TeilnehmerInnen
6.3. Der Verlauf
6.3.1. Vorbereitung
6.3.2. Einführung, Themensammlung
6.3.3. Haushaltsführung
6.3.4. Umgang mit Behörden u.ä.
6.3.5. Medikation und Ärzte
6.3.6. Tagesstruktur, Freizeitgestaltung, Kontakte oder die Frage: Was tut mir gut? Was mache ich, wenn es mir schlecht geht?
6.3.7. Hoffnungen und Ängste; Umgang mit Niederlagen
6.3.8. Abschluß
6.4. Auswertung - inhaltlich und persönlich
7. Das Selbständigkeitstraining in Abgrenzung und Vergleich zu anderen Trainingsprogrammen
8. Schluß und Ausblick (weitere Durchführung des Trainings in der Einrichtung, evtl. auch in anderen Einrichtungen?)
9. Begriffserklärungen
10. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Entwicklung, Planung und Durchführung eines Selbständigkeitstrainings, das Menschen mit psychischen Erkrankungen bei dem Übergang von vollstationären Einrichtungen in eine teilstationäre Wohnform oder in die eigene Häuslichkeit unterstützen soll. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die praktische Umsetzbarkeit eines solchen Programms zur Förderung der Eigenständigkeit unter Einbeziehung des Empowerment-Modells.
PTS (Psychoedukatives Training für schizophrene Patienten)
Psychoedukative Gruppen sind in der Regel ausgerichtet auf das Informieren über die Schizophrenie und Neuroleptika und auf Krisenbewältigung bei Erkennen von Frühwarnsymptomen. Wobei der Schwerpunkt mehr bei der theoretischen Vermittlung und weniger bei der Konfliktlösung liegt (vgl. Kieserg, Hornung, 1996, S.10).
Das PTS versucht, „..., eine Auseinandersetzung mit der Medikation zu ermöglichen, die eingebettet ist in den Rahmen weiterer Maßnahmen der Krankheitsbewältigung und Belastungsregulation.“ (Kieserg, Hornung, 1996, S.10). Krisenmanagement und Belastungsbewältigung sollen erlernt werden.
Es geht also in erster Linie um Rückfallprophylaxe und Medikamentencompliance (s.9. „Begriffserklärungen“) durch Verbesserung des Wissens über die Erkrankung und Erlernen von konkreten Bewältigungsstrategien (vgl. ebenda, S.11).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung des Selbständigkeitstrainings "Treffpunkt Leben" aus der Praxis der vollstationären Einrichtung und benennt die zentralen Empowerment-Ansätze.
2. Das Empowerment-Modell: Dieses Kapitel stellt das Empowerment-Modell von Knuf und Seibert als theoretisches Fundament vor, um Defizitorientierung durch Ressourcenorientierung zu ersetzen.
3. Vorstellung anderer Trainingsprogramme: Es werden vier etablierte Programme (PTS, RET, IPT, Psychose-Seminar) analysiert, um deren Eignung für das geplante Selbständigkeitstraining zu bewerten.
4. Rahmengrundlagen unseres Selbständigkeitstrainings: Hier werden die methodischen Ansätze wie Gruppendynamik, Brainstorming und Beratung dargelegt, die den Kern des praktischen Trainings bilden.
5. Das Selbständigkeitstraining: Dieses Kernkapitel definiert Zielgruppe und Ziele und skizziert den Leitfaden von der Haushaltsführung bis hin zum Umgang mit Behörden und Medikamenten.
6. Das Selbständigkeitstraining im SIR Ascheberg: Das Kapitel bietet einen Einblick in die konkrete Einrichtung und dokumentiert den detaillierten Verlauf des Trainings inklusive der inhaltlichen und persönlichen Auswertung.
7. Das Selbständigkeitstraining in Abgrenzung und Vergleich zu anderen Trainingsprogrammen: Hier wird das eigene Programm kritisch zu den zuvor vorgestellten Modellen abgegrenzt und der Alleinstellungsgrad hervorgehoben.
8. Schluß und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wichtigsten Erfahrungen zusammen und diskutiert Möglichkeiten der Weiterverwendung des Trainings.
Selbständigkeitstraining, Psychische Erkrankungen, Empowerment-Modell, Vollstationäre Einrichtung, Rückfallprophylaxe, Alltagsbewältigung, Soziale Integration, Gruppenarbeit, Psychiatrie, Eigenverantwortung, Sozialintegrative Rehabilitation, Krisenmanagement, Selbsthilfe, Wohnformwechsel.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Trainingsprogramms, das Menschen mit psychischen Erkrankungen den Wechsel von einer vollstationären Einrichtung in eine selbständigere Wohnform erleichtern soll.
Die zentralen Felder umfassen die Haushaltsführung (Finanzen, Verpflegung), den Umgang mit Behörden, das Management der Medikation sowie die psychologische Stärkung durch Tagesstruktur und den Austausch über Hoffnungen und Ängste.
Das primäre Ziel ist die Förderung der Eigenständigkeit der Klienten durch Vermittlung von alltagsrelevanten Kompetenzen und die Stärkung der Eigenverantwortung unter Anwendung des Empowerment-Modells.
Das Training nutzt einen integrativen Ansatz, der Elemente der psychoedukativen Arbeit, der kognitiven Verhaltenstherapie und der systemischen Beratung kombiniert und stark auf den Austausch innerhalb der Gruppe setzt.
Im Hauptteil steht der detaillierte Leitfaden für das Selbständigkeitstraining sowie die praktische Dokumentation des Trainingsverlaufs in der Einrichtung "SIR Ascheberg" im Zentrum.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Selbständigkeitstraining, Empowerment, soziale Integration, Rückfallprophylaxe und Alltagsbewältigung charakterisieren.
Die Anonymität wurde durch das Weglassen der Namen der Teilnehmer, die Verfremdung von persönlichen Daten sowie das Verschlüsseln der Einrichtungsbezeichnung und der zeitlichen Details gewährleistet.
Da Bewohner vollstationärer Einrichtungen oft eine hohe Überversorgung erfahren, müssen sie erst wieder an die eigenständige Bewältigung des Alltags herangeführt werden, um das Scheitern aus Überforderung oder Rückfälle zu vermeiden.
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