Bachelorarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der Reichweitenerhebungen
2.1 Definition Reichweite
2.2 Klassische Methoden der Reichweitenerhebung
2.2.1 Print
2.2.2 TV
2.2.3 Online
2.3 Crossmediale Erhebungsmethodik
3. Qualitätssicherung der Reichweitenerhebungen
3.1 Kriterien der Qualitätsmessung
3.2 Überprüfung der Erhebungsqualität
3.2.1 Print
3.2.2 TV
3.2.3 Online
3.3 Crossmediale Erhebungsqualität
4. Optimierung der crossmedialen Reichweitenerhebung
4.1 Defizite der bisherigen Reichweitenerhebungen
4.2 Maßnahmen zur Verbesserung der crossmedialen Erhebung
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die methodischen Grundlagen und die Qualität der Erhebung von crossmedialen Reichweiten in Deutschland. Ziel ist es, Defizite bei der Messung in den Mediengattungen Print, TV und Online zu identifizieren und Optimierungsvorschläge für die Ausweisung crossmedialer Reichweiten für Mediaagenturen und Werbetreibende zu entwickeln.
1.1 Problemstellung
In der heutigen Zeit ist das tägliche Leben gefüllt mit Werbebotschaften. Sie verdeutlichen, wohin man gehen, was man sich ansehen oder was man kaufen soll. Durch das Schalten von Werbung versuchen Werbetreibende potenzielle Konsumenten zu beeinflussen. Innerhalb der Mediaplanung werden die Kanäle zur Schaltung der Werbung geplant. Hierfür ist die richtige Auswahl der crossmedialen Kanäle entscheidend um den Erfolg der Werbekampagne zu sichern.
Insgesamt verbringen die Deutschen durchschnittlich ca. 10,5 Stunden pro Tag mit der Nutzung eines Mediums. Die meiste Zeit verbringen sie mit Fernsehen (4 Stunden/ Tag). Weiterhin nutzen die Deutschen ca. drei Stunden Radio, weitere zwei Stunden das Internet und ca. eine Stunde für Printmedien.
„Print ist tot.“ – dieser vielzitierte Satz von Johnny Häusler wird seit der Verteilung der Printausgabe seines Blogs Spreeblick auf der re:publica immer wieder widerlegt. Abbildung 1 zeigt, dass das Medium Print im Ranking der Werbeumsätze mit einem Werbeumsatz von über 8,3 Mrd. Euro im Jahre 2014 immer noch auf dem zweiten Platz liegt. Es zeigt sich zwar seit 2007 eine Abwärtstendenz (mit Ausnahme von 2011), jedoch beträgt die Differenz von 2004 zu 2014 gerade einmal -5%. Trotz der sinkenden Werbeumsätze von Print, ist das Werbeniveau insgesamt sehr hoch: Während es 2004 noch bei 18,4 Mrd. Euro lag, liegt es aktuell bei 27,6 Mrd. Euro (Stand 2014), also ist es um 50% gestiegen.
Besonders das Medium TV zeigt nicht nur sehr hohe Werbeumsätze im Jahr 2014 in Höhe von über 13 Mrd. Euro, es weist außerdem einen sehr steilen Anstieg in der Jahresbetrachtung auf (siehe Abbildung 1). Durch die neuen Möglichkeiten des Second Screens findet das Medium TV zusätzlich mehr Beachtung. Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 sehen bereits 57% der Onlinenutzer ab 14 Jahren parallel zum Internet fern.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Mediaplanung und crossmedialer Werbebotschaften ein und formuliert die Forschungsfragen der Bachelor Thesis.
2. Grundlagen der Reichweitenerhebungen: Das Kapitel definiert den Begriff Reichweite, erläutert klassische Messmethoden der einzelnen Mediengattungen und beschreibt die Methodik der crossmedialen Erhebung.
3. Qualitätssicherung der Reichweitenerhebungen: Hier werden die Erhebungsverfahren anhand der wissenschaftlichen Gütekriterien Repräsentativität, Reliabilität und Validität kritisch bewertet.
4. Optimierung der crossmedialen Reichweitenerhebung: Dieses Kapitel zeigt bestehende Defizite in den Messverfahren auf und entwickelt auf Basis der vorangegangenen Analyse einen Lösungsvorschlag zur Verbesserung der Reichweitenerhebung.
5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und der Beantwortung der Forschungsfragen.
Reichweitenerhebung, Crossmedia, Mediaplanung, Markt-Media-Studien, agma, AGF, AGOF, Werbeträgerreichweite, Werbemittelreichweite, Datenfusion, Repräsentativität, Reliabilität, Validität, Second Screen, MediaScanner.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Auseinandersetzung und Optimierung der Methoden, die in Deutschland zur Ermittlung von crossmedialen Reichweiten in der Werbe- und Medienwirtschaft eingesetzt werden.
Zentral sind die Erhebungsmethodiken für Print, TV und Online, die methodische Zusammenführung (Fusion) dieser Daten sowie die Qualitätssicherung anhand der Kriterien Repräsentativität, Reliabilität und Validität.
Die leitende Forschungsfrage lautet: Wie kann die Reichweitenerhebung für die Ausweisung der crossmedialen Reichweite für Mediaagenturen und Werbetreibende optimiert werden?
Die Autorin führt eine tiefgehende Literatur- und Sekundärdatenanalyse durch, um die bestehenden Markt-Media-Studien und deren Messverfahren zu evaluieren und Schwachstellen zu identifizieren.
Der Hauptteil analysiert, wie Reichweiten aktuell gemessen werden, führt eine Bewertung der Qualitätsstandards durch und unterbreitet Vorschläge, wie das System durch modernere, technische Messansätze verbessert werden kann.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Reichweitenerhebung, Crossmedia, Mediaplanung, Datenfusion sowie die Qualitätsparameter Validität, Reliabilität und Repräsentativität.
Die Autorin kritisiert das Drei-Säulen-Modell der AGOF als methodisch instabil, insbesondere aufgrund von Problemen bei der Strukturabbildung und der Abhängigkeit von Cookies, die von Nutzern gelöscht oder blockiert werden können.
Ein Single-Source-Panel, angelehnt an das TV-System der AGF, soll die komplizierte und fehleranfällige statistische Fusion verschiedener Einzelstudien ersetzen und eine direktere, genauere Messung sowie eine höhere Aktualität der Daten ermöglichen.
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