Bachelorarbeit, 2014
47 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Historische Entwicklung
2.1 Entstehung des Zero-Base Budgeting Konzeptes bei Texas Instruments
2.2 Erste Implementierung im öffentlichen Sektor
2.3 Folgejahre und Bezug zur Gegenwart
3. Theoretische Grundlagen des Zero-Base Budgeting
3.1 Anwendungsbereiche und Zielsetzung
3.1.1 Private Unternehmen versus öffentliche Organisationen
3.1.2 Zielerreichung durch systematische Evaluation
3.1.3 Mission und Ziele von Organisationen – Planungsbezug
3.2 Strukturierung und Durchführung
3.2.1 Definition der Entscheidungseinheiten
3.2.2 Entwicklung von Entscheidungspaketen
3.2.3 Rangordnungsverfahren
3.3 Zwischenfazit
4. Das Zero-Base Budgeting Konzept in der öffentlichen Verwaltung
4.1 Anwendung in den Vereinigten Staaten von Amerika
4.1.1 Zero-Base Budgeting auf kommunaler Ebene
4.1.2 Zero-Base Budgeting im Bundesstaat Georgia
4.1.3 Zero-Base Budgeting in der Bundesregierung
4.2 Implementierungsprobleme und praktische Bedeutung
4.2.1 Innerer & Äußerer Widerstand gegen Zero-Base Budgeting
4.2.2 Vermeidung von Budgetverschwendungen
4.3 Performance Measurement in staatlichen Organisationen
5. Zero-Base Budgeting im Vergleich
5.1 Planning-Programming-Budgeting-System
5.2 Target Base Budgeting
5.3 Sunset-Legislation Konzept
5.4 Program Review
6. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die wissenschaftliche Analyse des Zero-Base Budgeting (ZBB) als Budgetierungsinstrument für den öffentlichen Sektor, um die Eignung zur Kostenreduktion und Prozessoptimierung vor dem Hintergrund öffentlicher Haushaltsdefizite zu bewerten.
3.2.1 Definition der Entscheidungseinheiten
Zuerst werden die Bestandteile einer Organisation, in denen das ZBB-Konzept angewandt werden soll, als sog. Entscheidungseinheiten definiert, um diese zur Analyse und Entscheidungsfindung voneinander abzugrenzen. Die Organisation kann selbst festlegen, welche Abteilungen in Entscheidungseinheiten aufgespalten werden sollen. Es gibt folglich keine Vorschrift, das ZBB-Konzept auf jeder Organisationsstufe zu implementieren.
Anschließend werden alle Funktionen, Aktivitäten und Programmelemente innerhalb der Abteilung bestimmt, für die eine Mittelvergabe festgelegt werden soll. Eine Abteilung setzt sich demnach aus den jeweils identifizierten Entscheidungseinheiten zusammen.
Die Organisationsstufe auf welcher die Entscheidungseinheiten gebildet werden bestimmt das Top-Management, wobei Linien-Manager für ihre Entscheidungseinheit weitere Entscheidungseinheiten bestimmen können, wenn sie dies für notwendig erachten und die Entscheidungsfindung dadurch verbessert werden kann.
Für die Entwicklung und Festlegung dieser Entscheidungseinheiten gibt es kein Patentrezept und es ist notwendig, dass jede Organisation selbst entscheidet, wo sich die Elemente befinden, die mit Hilfe von ZBB analysiert werden müssen. Sarant empfiehlt ebenfalls, dass die Identifizierung der Entscheidungseinheiten auf höheren Organisationseben (Top-Down) erfolgt, um Zeit- und Arbeitsaufwand zu sparen, bezeichnet als „Z-Regel“.
1. Problemstellung: Einleitung in die Problematik öffentlicher Haushaltsdefizite und die Notwendigkeit moderner Budgetierungsinstrumente.
2. Historische Entwicklung: Darstellung der Entstehung des ZBB-Konzepts bei Texas Instruments und dessen erste Anwendung im öffentlichen Sektor unter Jimmy Carter.
3. Theoretische Grundlagen des Zero-Base Budgeting: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, insbesondere der Definition von Entscheidungseinheiten und der Erstellung von Entscheidungspaketen.
4. Das Zero-Base Budgeting Konzept in der öffentlichen Verwaltung: Analyse der praktischen Anwendung, der Implementierungshürden sowie der Bedeutung des Performance Measurements im öffentlichen Sektor.
5. Zero-Base Budgeting im Vergleich: Untersuchung ähnlicher Konzepte wie PPBS, Target Base Budgeting und Sunset-Legislation im Kontext ihrer Ähnlichkeit zum ZBB.
6. Schlussbetrachtung: Fazit zur Eignung des ZBB im öffentlichen Sektor und Einordnung der Implementierungsprobleme.
Zero-Base Budgeting, ZBB, Öffentlicher Sektor, Haushaltsplanung, Entscheidungseinheiten, Entscheidungspakete, Rangordnungsverfahren, Performance Measurement, Kostenreduktion, Budgetverschwendung, Haushaltsdefizit, Effizienz, Budgetierungstechnik, Verwaltungsreform, Finanzplanung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von Zero-Base Budgeting (ZBB) als Steuerungsinstrument zur Haushaltsplanung, primär im Kontext öffentlicher Organisationen.
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Strukturierung, der historischen Entwicklung, den praktischen Anwendungserfahrungen in den USA sowie dem Vergleich mit anderen Budgetierungsansätzen.
Ziel ist es zu bewerten, inwieweit das ZBB-Konzept im öffentlichen Sektor erfolgreich implementiert werden kann und ob es tatsächlich zur erwünschten Kostenreduktion beiträgt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Prozessschritte des ZBB und wertet empirische Erfahrungen der Implementierung in US-Behörden aus.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Fundamente des ZBB, die Details der Durchführung (Entscheidungseinheiten, Ranking) und die Analyse von Implementierungsproblemen und Widerständen.
Zentrale Begriffe sind Zero-Base Budgeting, öffentliche Verwaltung, Entscheidungspakete, Budgeteffizienz und Performance Measurement.
Jimmy Carter fungierte als zentraler politischer Förderer, der das Konzept zuerst in Georgia und später auf US-Bundesebene implementierte.
Da das Verfahren verlangt, sämtliche Aktivitäten von einer Nullbasis aus neu zu analysieren und zu bewerten, entsteht ein hoher personeller und administrativer Arbeitsaufwand.
Traditionelle Methoden schreiben meist existierende Budgets fort, während ZBB fordert, jedes Programm jährlich neu zu rechtfertigen und auf Basis einer Nullbasis zu planen.
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