Examensarbeit, 2015
60 Seiten, Note: 1,5
2. Einleitung
3. Begriffsklärung „Coaching“
3.1 Das Coachingkonzept der Karlsruher Schule
3.2 Abgrenzung von Coaching zu anderen Beratungsformen
3.3 Vom Präsenz-Coaching zum Online-Coaching
3.3.1 „Virtuelles Coaching“ - Prof. Dr. Harald Geißler
3.3.2 „ecoachings“ – Michael Karsten
3.3.3 “CAI® Coaching World” - CAI GmbH
3.4 Online-Coaching
3.4.1 Merkmale von Online-Coaching
3.4.2 Einsatzbereiche und Zielgruppen von Online-Coaching
4. Fragestellung dieser Arbeit
4.1 Methodik
4.2 Stichprobe
4.3 Online-Befragung
5. Ergebnisdarstellung
5.1 Befragungsergebnisse der Klienten
5.2 Befragungsergebnisse der Coachs
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Akzeptanz von Online-Coaching im Jahr 2015 bei professionellen Coachs und coachingerfahrenen Klienten, um Potenziale für die Zukunft dieses Formats aufzuzeigen.
3.4.1 Merkmale von Online-Coaching
Online-Coaching bringt zweifelfrei vielfältige Vorteile mit sich. An dieser Stelle ist besonders die damit verbundene örtliche Flexibilität als bedeutender Pluspunkt zu nennen. Ein weltweiter Einsatz, ganz unabhängig von Zeitzonen wird möglich, akute Anliegen können sehr kurzfristig bearbeitet werden und Reisezeiten, die mit entsprechenden Kosten verbunden sind, entfallen (vgl. Geißler, 2011). Auch die zeitliche Unabhängigkeit, die insbesondere asynchrone Varianten von Online-Coaching (Telefon- und Video-Coaching) mit sich bringen, entzerrt die Terminproblematik kollidierender Termine von Coach und Klient oder die der Arbeit in unterschiedlichen Zeitzonen, vor allem aber entfallen Ausfallzeiten im Job und damit einhergehende indirekte Kosten aufgrund der flexiblen Zeitgestaltung (vgl. Geißler, 2011, Rauen, 2014). Generell ermöglicht Online-Coaching dem Klienten größere Anonymität, sofern dies generell oder thematisch-selektiv gewünscht ist. Dieser Aspekt kann alternativ jedoch auch im Rahmen von Blended Coaching-Formaten durch die Kombination mit regelmäßigen Präsenz-Coachings relativiert werden. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass Online Coaching, insbesondere bei textbasierten Formaten zu einer größeren Offenheit des Klienten führt, da mache Themen sich schlichtweg einfacher verschriftlichen lassen, als sie von Angesicht zu Angesicht zu verbalisieren.
Insbesondere im Bereich von Softwarelösungen und Plattformen für das Online-Coaching wie z.B. der CAI Coaching World oder der virtuellen Coaching-Programme von Harald Geißler ist häufig eine klare Prozessstruktur vorgegeben, so dass sich der Coachingprozess transparent gestaltet und allen Beteiligten Orientierung bietet. Geißler berichtet zudem in Zusammenhang mit seinen Virtuellen Coaching-Programmen von einer vergleichsweise hohen Prozesseffizienz in Hinblick auf die Dauer und das Ergebnis der in Kombination mit seinen textbasierten Coaching-Fragen eingesetzten Telefon-Coachings (vgl. Geißler, 2011). Die in vielen Online-Coachings häufig und je nach Format des Online Coachings durchgängig oder sequenziell genutzte Schriftform der Kommunikation kann als produktive Klärung im Sinne eines Selbstcoachings dienen (vgl. Geißler, 2011) und damit zusätzliche, positive Effekte mit sich bringen. Einerseits entsteht durch die Schriftform zugleich ein Protokoll, das die Nachhaltigkeit des Prozesses erhöht, andererseits wird aber durch die Verschriftlichung auch eine intensive Selbstreflektion ermöglicht (vgl. Geißler, 2011).
2. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Boom des Coachings sowie die zunehmende Bedeutung mediengestützter Formate und formuliert die Forschungsfrage zur Akzeptanz von Online-Coaching im Jahr 2015.
3. Begriffsklärung „Coaching“: Es erfolgt eine Definition von Coaching auf Basis des systemisch-lösungsorientierten Konzepts der Karlsruher Schule sowie eine Abgrenzung zu anderen Beratungsformen wie Therapie oder Training.
3.1 Das Coachingkonzept der Karlsruher Schule: Das Kapitel erläutert die Grundlagen dieses Ansatzes, der klientenzentrierte, hypnosystemische und neurowissenschaftliche Aspekte integriert.
3.2 Abgrenzung von Coaching zu anderen Beratungsformen: Hier wird das Selbstverständnis des Coachs als Prozessbegleiter hervorgehoben, der sich von fachberatenden oder therapeutischen Ansätzen unterscheidet.
3.3 Vom Präsenz-Coaching zum Online-Coaching: Dieses Kapitel beschreibt die historische Diversifizierung von Coaching und die Entwicklung hin zur Verbindung mit modernen Medien.
3.3.1 „Virtuelles Coaching“ - Prof. Dr. Harald Geißler: Vorstellung der programmgeleiteten Coaching-Tools, die Telefon-Coaching mit didaktisch strukturierten Medien kombinieren.
3.3.2 „ecoachings“ – Michael Karsten: Einblick in ein auf einer geschützten Plattform basierendes Online-Coaching-Angebot mit systemischem Fokus.
3.3.3 “CAI® Coaching World” - CAI GmbH: Darstellung der umfassenden Coaching-Plattform, die den gesamten systemisch-lösungsorientierten Prozess digital abbildet.
3.4 Online-Coaching: Zusammenfassung verschiedener mediengestützter Ansätze unter dem Oberbegriff Online-Coaching zur Abgrenzung vom klassischen Präsenz-Format.
3.4.1 Merkmale von Online-Coaching: Analyse der Vorteile wie zeitliche und örtliche Flexibilität sowie Herausforderungen hinsichtlich technischer Voraussetzungen und Vertrauensaufbau.
3.4.2 Einsatzbereiche und Zielgruppen von Online-Coaching: Untersuchung der Zielgruppen, die von der Kosten- und Zeiteffizienz des Online-Coachings profitieren können.
4. Fragestellung dieser Arbeit: Hinführung zu der empirischen Untersuchung, die mittels Online-Umfragen die Einstellungen von Klienten und Coachs erhebt.
4.1 Methodik: Beschreibung des Forschungsdesigns unter Verwendung zweier anonymer Online-Befragungen.
4.2 Stichprobe: Erläuterung der Auswahl der Teilnehmer aus dem Coaching-Pool und dem Lehrgang der Führungsakademie Baden-Württemberg.
4.3 Online-Befragung: Darstellung der inhaltlichen Ausgestaltung der Fragebögen für Klienten und Coachs.
5. Ergebnisdarstellung: Zusammenfassung der quantitativen und qualitativen Rückmeldungen der Teilnehmer.
5.1 Befragungsergebnisse der Klienten: Auswertung der demografischen Daten, Erfahrungen und Präferenzen der befragten Klienten.
5.2 Befragungsergebnisse der Coachs: Analyse der Sichtweisen, Erfahrungen und Honorarvorstellungen der teilnehmenden Coachs.
6. Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Ableitung konkreter Marketing- und Handlungsempfehlungen für die Zukunft von Online-Coaching.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit zitierten Fachquellen.
Online-Coaching, Präsenz-Coaching, Coachingkonzept, Karlsruher Schule, CAI Coaching World, Akzeptanz, Systemisches Coaching, Blended Coaching, Prozessberatung, Virtuelles Coaching, Mediale Unterstützung, Online-Befragung, Personalentwicklung, Coaching-Qualität, Vertrauensverhältnis.
Die Abschlussarbeit beschäftigt sich mit der Akzeptanz von Online-Coaching im Jahr 2015, analysiert deren Vorteile und Herausforderungen und setzt diese in Bezug zum klassischen Präsenz-Coaching.
Im Zentrum stehen die Definition von Online-Coaching, die Vorstellung gängiger Plattformen wie der CAI Coaching World sowie die empirische Untersuchung von Nutzerpräferenzen und Erfahrungen.
Die Arbeit verfolgt das Ziel herauszufinden, wie Klienten und Coachs zu Online-Coaching stehen, welche Barrieren der Nutzung entgegenstehen und wie die Akzeptanz für dieses zukunftsweisende Format gesteigert werden kann.
Die Autorin nutzt ein qualitativ-quantitatives Forschungsdesign durch zwei anonyme Online-Befragungen, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet und durch Literaturanalysen gestützt werden.
Neben theoretischen Grundlagen zum Coaching nach der Karlsruher Schule werden spezifische Online-Formate wie das Virtuelle Coaching nach Prof. Dr. Geißler oder die CAI Coaching World detailliert analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Online-Coaching, Akzeptanz, systemisches Coaching, CAI Coaching World, Blended Coaching und Prozessbegleitung geprägt.
Die Umfrage ergab, dass sowohl Coachs als auch Klienten den persönlichen Kontakt als kritischen Erfolgsfaktor für Coaching ansehen. Die Arbeit zeigt, dass dieser Faktor bei Online-Formaten besonders bewusst gestaltet werden muss, um Akzeptanz zu finden.
Sie empfiehlt ein stufenweises Vorgehen: Beginnend mit einem persönlichen Erstkontakt im Präsenz-Format, gefolgt von einer schrittweisen Einführung in die Online-Tools, um so die Distanz abzubauen und Vertrauen zu sichern.
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