Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Methodischer Aufbau und Zielgruppe
1.2. Inhaltlicher Aufbau
1.3. Ziel der Arbeit
1.4. Wissenschaftliche und praktische Relevanz
2. Aktueller Wissensstand zum Athletiktraining
2.1. Zum Begriff Athletiktraining
2.2. Die Leistungsstruktur der Sportart Fußball
2.2.1. Weitere Differenzierung
2.3. Bestandteile eines Athletiktrainings im Fußball
2.3.1. Aufwärmprogramm
2.3.2. Koordinations- und Schnelligkeitstraining
2.3.3. Schnelligkeitstraining
2.3.4. Schnellkrafttraining mit Zusatzgewicht
2.3.5. Plyometrisches Krafttraining
2.3.6. Maximalkrafttraining
2.3.7. Sensomotorisches Training
2.3.8. Rumpfstabilisationstraining
2.3.9. Beweglichkeit
2.4. Zusammenfassung der Inhalte eines Athletiktrainings
3. Fußball und geistige Behinderung
3.1. Zum Begriff „geistige Behinderung“
3.2. Einfluss geistiger Behinderung auf sportliches Training
3.2.1. Erlernen von Bewegungshandlungen
3.2.2. Notwendigkeit einer speziellen Trainingslehre
3.3. Geistige Behinderung der Zielgruppe
3.4. Special Olympics Deutschland
4. Zusammenfassung und Eingangshypothese
5. Methodik
6. Konzeption und Durchführung des Trainingsprogramms
6.1. Zeitliche Konzeption
6.2. Organisations- und Übungsformen der Bestandteile des Trainings
6.2.1. Funktionelle Erwärmung
6.2.2. Schnelligkeits- und Koordinationstraining
6.2.3. Plyometrische Übungen
6.2.4. Krafttraining ohne Großgeräte
6.2.5. Krafttraining mit Zusatzgewichten.
6.3. Aufbau der Testbatterie
6.4. Vermittlungsmethode und Organisationsformen
6.5. Herausforderungen für Trainer und Spieler
7. Evaluation
7.1. Analyse und Interpretation der Ergebnisse der Tests 1-3
7.2. Analyse und Interpretation der Ergebnisse der Einzeltests 4-6
7.3. Diskussion der Ergebnisse
7.4. Zielgruppentauglichkeit des Athletiktrainings und Bezugnahme zur Eingangshypothese
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob ein Athletiktraining, das auf gängigen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, effektiv in den Trainingsalltag einer wettkampforientierten Fußballmannschaft mit geistig behinderten Spielern integriert werden kann, ohne dass hierfür eine spezielle Zielgruppenmethodik erforderlich ist.
1. Einleitung
Die Sportart Fußball hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen, woraus sich ein verändertes Anforderungsprofil für Spieler und Trainer ergibt. Besonders gestiegen ist der konditionelle Anspruch, da die Dynamik des Spiels (Geese, 2009) über die volle Spielzeit deutlich zunahm und es dadurch häufiger zu intensiven Zweikämpfen, Sprints und Situationen, in denen höchste Handlungsschnelligkeit abgefragt wird, kommt. Eine Konsequenz dessen ist, dass in der öffentlichen Wahrnehmung nicht nur die „spielentscheidenden“ Aktionen der Spieler im Fokus stehen, sondern immer mehr Statistiken zur Laufleistung, Zweikampfbilanz und Maximalgeschwindigkeit in der medialen Berichterstattung in den Vordergrund gerückt werden. Neben der Ausdauerfähigkeit ist ebenfalls der Anspruch an Kraft und der damit zusammenhängenden Stabilität, Schnelligkeit und Beweglichkeit gestiegen.
Im Jahre 2006, als sich Begriffe wie „Functional Training“, „Stabilisationstraining“ oder „Athletiktraining“ längst in der Trainingswissenschaft etabliert hatten, fand auch im deutschen Profifußball ein Umdenken statt und man profitierte in Hinblick auf die WM 2006 vom Trainingsprogramm der Mitarbeiter der US-amerikanischen Sportfirma „Athlets‘ Performance“. Die Fitnesstrainer etablierten Trainingsinhalte und -methoden aus anderen Sportarten, welche allerdings genau auf die Erfordernisse der Sportart und der Spieler zugeschnitten wurden und stets die Bewegungsstrukturen der Sportart Fußball berücksichtigten. Wurden die Methoden anfangs kritisiert, setzte nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft 2006 weitestgehend Akzeptanz ein in Bezug auf das isolierte und individualisierte Komponententraining der Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer sowie der allgemeinen Koordination (Steinhöfer, 2008).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen im Fußball und stellt die Relevanz eines Athletiktrainings auch für den wettkampforientierten Behindertensport heraus.
2. Aktueller Wissensstand zum Athletiktraining: Dieses Kapitel definiert Athletiktraining, analysiert die Leistungsstruktur im Fußball und erläutert relevante Trainingsinhalte wie Kraft-, Schnelligkeits-, Koordinations- und Beweglichkeitstraining.
3. Fußball und geistige Behinderung: Hier wird der Begriff der geistigen Behinderung im Kontext des Sports erörtert und die spezifischen Anforderungen sowie Herausforderungen für ein Training dieser Zielgruppe dargestellt.
4. Zusammenfassung und Eingangshypothese: Dieses Kapitel bündelt die theoretischen Erkenntnisse und formuliert die zentrale Hypothese für das praktische Trainingsprogramm.
5. Methodik: Es wird die Vorgehensweise bei der Konzeption, Durchführung und Evaluation des Athletiktrainings mittels sportmotorischer Tests beschrieben.
6. Konzeption und Durchführung des Trainingsprogramms: Hier wird die praktische Umsetzung des Programms detailliert erläutert, inklusive zeitlicher Planung, Übungsformen und der Herausforderungen für Trainer und Spieler.
7. Evaluation: Die Ergebnisse der Ein- und Ausgangstests werden analysiert, interpretiert und kritisch im Hinblick auf die Wirksamkeit des Athletiktrainings diskutiert.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Praktikabilität und Wirksamkeit des Athletiktrainings für Menschen mit geistiger Behinderung.
Athletiktraining, Fußball, Geistige Behinderung, Behindertensport, Konditionstraining, Koordination, Krafttraining, Schnellkraft, Leistungsstruktur, Special Olympics, Testbatterie, Leistungsfähigkeit, Bewegungsschulung, Rumpfstabilisation, Beweglichkeit.
Die Arbeit untersucht die Integration eines Athletiktrainings in den Trainingsbetrieb einer Fußballmannschaft von Menschen mit geistiger Behinderung und dessen Auswirkungen auf konditionelle Fähigkeiten.
Die zentralen Themen sind sportwissenschaftliche Grundlagen des Athletiktrainings, die Besonderheiten des Sports mit geistig behinderten Menschen sowie die praktische Konzeption und Evaluation eines Trainingsprogramms.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob ein Athletiktraining mit konditionell und koordinativ anspruchsvollen Methoden für diese Zielgruppe wirksam und durchführbar ist, ohne dass spezielle, exklusive Trainingslehren notwendig sind.
Es wird eine praxisorientierte Forschungsmethode angewandt, bei der durch ein zehenwöchiges Training und begleitende Ein- und Ausgangstests (Testbatterien) Daten erhoben und evaluiert werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der konkreten Trainingsplanung, der praktischen Durchführung mit den Spielern der Behindertenwerkstätten Berlin sowie der datengestützten Auswertung der Testergebnisse.
Zu den Kernbegriffen zählen Athletiktraining, Fußball, geistige Behinderung, Konditionstraining, Leistungsstruktur und Evaluation.
Die Spieler zeigten anfangs großes Interesse, hatten jedoch aufgrund der Komplexität Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Durch kontinuierliche Korrekturen und Wiederholungen verbesserten sie sich jedoch in ihrer Bewegungsausführung.
Die Testergebnisse zeigten, dass das Athletiktraining zwar die konditionellen Grundlagen wie Schnelligkeit und Kraft verbesserte, aber kein spezifisches Techniktraining ersetzen konnte.
Ja, die Hypothese wurde mit Einschränkungen bestätigt: Ein integriertes Athletiktraining ist zielgruppengerecht und fördert konditionelle sowie motorische Fähigkeiten, auch ohne spezifisch für geistig Behinderte entwickelte Methoden.
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