Diplomarbeit, 2015
70 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Grundlagen
2.1 Begriff und Ziele der Jahresabschlussanalyse
2.2 Cashflow Begriff und Arten
2.3 Anforderungen an Maßgrößen der Jahresabschlussanalyse
3 Cashflow als Indikator der Finanzkraft
3.1 Begriff Finanzkraft
3.2 Cashflow-Größen
3.3 Cashflow-Kennzahlen
4 Cashflow als Indikator der Investitionskraft
4.1 Begriff Investitionskraft
4.2 Cashflow-Größen
4.3 Cashflow-Kennzahlen
5 Cashflow als Indikator der Ertrags- und Erfolgskraft
5.1 Begriff Ertrags- und Erfolgskraft
5.2 Cashflow-Größen
5.3 Cashflow-Kennzahlen
6 Zusammenfassung
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Aussagekraft des Cashflows als zentrale Maßgröße der externen Jahresabschlussanalyse. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Cashflow-Konzepte kritisch zu beurteilen und deren Eignung als Indikatoren für die Finanz-, Investitions- und Erfolgskraft eines Unternehmens zu prüfen.
2.2 Cashflow Begriff und Arten
Der englischsprachige Begriff Cashflow (auch „Cash Flow“ sowie „Cash-Flow“) wird seit Mitte der 1950er-Jahre diskutiert. Im europäischen Raum wurde er im Jahr 1959 im Geschäftsbericht des britischen Unternehmens Imperial Chemical Industries Ltd. erstmals verwendet. Zu dieser Zeit war es üblich, den Cashflow insbesondere zur Analyse von Wertpapieren und zur Untersuchung von Unternehmen der Öl-Branche zu verwenden.
Dabei ist der Cashflow von Anfang an als praxisnahes Instrument und nicht als theoretische Konzeption entstanden. Dieser Umstand erklärt zudem, warum keine einheitliche Definition existiert und er seitdem fortlaufend im Fokus von Diskussionen steht. Nicht zuletzt durch seinen vielseitigen Einsatz in der externen Rechnungslegung, der Unternehmens- und Bilanzanalyse, der Investitionsrechnung sowie der Unternehmensbewertung und -steuerung war seine Verbreitung auch ohne Definition ab Mitte der 1960er-Jahre nicht mehr zu stoppen.
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Erläuterung der Bedeutung des Cashflows in der Finanzanalyse und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen: Definition der Jahresabschlussanalyse sowie der theoretischen Basis der Cashflow-Betrachtung, ergänzt durch Kriterien zur Prüfung der Cashflow-Größen.
3 Cashflow als Indikator der Finanzkraft: Untersuchung der Finanzkraft, Vorstellung verschiedener Cashflow-Konzeptionen nach IAS 7 und DRS 21 sowie Analyse relevanter Finanzkennzahlen.
4 Cashflow als Indikator der Investitionskraft: Analyse der Fähigkeit zur Investition und Schuldentilgung sowie Erörterung von Free-Cashflow-Größen und Investitionskennzahlen.
5 Cashflow als Indikator der Ertrags- und Erfolgskraft: kritische Betrachtung des Cashflows als Erfolgsmaßstab, Vorstellung spezifischer Ertrags-Cashflow-Konzepte und Analyse entsprechender Kennzahlen.
6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und kritische Würdigung des Cashflows als Hilfsmittel für externe Analysen.
Cashflow, Jahresabschlussanalyse, Finanzkraft, Investitionskraft, Erfolgskraft, Liquidität, Bilanzanalyse, Kennzahlen, Free Cashflow, Innenfinanzierung, IAS 7, DRS 21, Prognoseeignung, Bilanzpolitik, Unternehmensbewertung
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Aussagekraft verschiedener Cashflow-Größen innerhalb der externen Jahresabschlussanalyse, um deren Eignung für die Beurteilung der Unternehmenslage zu klären.
Die zentralen Felder umfassen die Finanzkraft, die Investitionskraft sowie die Ertrags- und Erfolgskraft eines Unternehmens, jeweils betrachtet durch die Linse des Cashflows.
Das Ziel ist es, die Aussagefähigkeit und Zuverlässigkeit verschiedener Cashflow-Konzeptionen für externe Bilanzleser kritisch zu evaluieren und deren Manipulationsanfälligkeit aufzuzeigen.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse sowie eine systematische Gegenüberstellung gängiger Berechnungsschemata unter Anwendung der Kriterien Prognoseeignung, Manipulierbarkeit und Ermittelbarkeit.
Im Hauptteil werden die Cashflow-Größen und Kennzahlen in den drei Bereichen Finanzkraft, Investitionskraft und Erfolgskraft detailliert hergeleitet, diskutiert und auf ihre praktische Anwendbarkeit geprüft.
Die zentralen Begriffe sind Cashflow, Jahresabschlussanalyse, Finanz- und Erfolgskraft, Liquidität, Bilanzpolitik, Prognoseeignung sowie Kennzahlenanalyse.
Der Cashflow ist aufgrund fehlender einheitlicher Definitionen und der Anfälligkeit für bilanzpolitische Gestaltungsmaßnahmen durch das Management nur eingeschränkt als verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen nutzbar.
Während der operative Cashflow den Mittelzufluss aus dem Kerngeschäft darstellt, berücksichtigt der Free Cashflow zusätzlich die notwendigen Investitionen und dient als Indikator für frei verfügbare Mittel zur Schuldentilgung oder Ausschüttung.
Standards wie IAS 7 und DRS 21 beeinflussen die Definition und Gliederung der Cashflow-Rechnung, wobei sie unterschiedliche Schwerpunkte bei der Zuordnung von Zahlungsströmen setzen.
Der Cashflow kann als Warnsignal dienen, ist jedoch als alleiniges Instrument zur Insolvenzprognose kritisch zu bewerten, da er auf Vergangenheitsdaten beruht und durch bilanzpolitische Eingriffe verzerrt sein kann.
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