Masterarbeit, 2015
104 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen des Shitstorms aus einer neuen, medientheoretischen Perspektive zu betrachten. Dabei soll die Systemtheorie Niklas Luhmanns als theoretischer Rahmen herangezogen werden, um die Entstehung, die Merkmale und die gesellschaftliche Funktion dieses Phänomens zu beleuchten.
Die Einleitung stellt den Shitstorm als aktuelles Phänomen vor, das sich durch massive und meist negative Reaktionen in Online-Medien, insbesondere in sozialen Netzwerken, auszeichnet.
Kapitel 2 definiert den Shitstorm anhand bekannter Beispiele und analysiert die Merkmale eines Shitstorms.
Kapitel 3 bietet eine allgemeine Einführung in die Systemtheorie Luhmanns, mit Fokus auf die Konzepte sozialer Systeme, Kommunikation und die funktional differenzierte Gesellschaft.
Kapitel 4 diskutiert die Frage, ob der Shitstorm als eine Protestbewegung im Sinne Luhmanns betrachtet werden kann.
Kapitel 5 analysiert die spezifischen Kommunikationsbedingungen des Internets und Social Media im Vergleich zu traditionellen Massenmedien.
Kapitel 6 untersucht den Konfliktcharakter des Shitstorms und die Rolle von Moralkommunikation in der Eskalation von Konflikten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Shitstorms, der Systemtheorie Niklas Luhmanns, Social Media, Konflikt, Moralkommunikation, Skandal, Kommunikation, Internet, Protestbewegung, Massenmedien und gesellschaftliche Funktion.
Ein Shitstorm wird im Duden als ein Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets definiert, der oft mit beleidigenden Äußerungen einhergeht. Der Begriff wurde 2011 zum Anglizismus des Jahres gewählt.
Das Ziel ist es, das Phänomen aus einer medientheoretischen Perspektive zu beleuchten, die über reine Consulting-Literatur hinausgeht, um die Entstehung, Merkmale und die gesellschaftliche Funktion von Shitstorms zu verstehen.
Luhmanns Theorie betrachtet die Gesellschaft als soziale Systeme, die aus Kommunikation bestehen. Aufgrund ihres Universalitätsanspruchs eignet sie sich zur Analyse neuer Phänomene wie dem Shitstorm.
Die Arbeit untersucht, ob ein Shitstorm Merkmale einer Protestbewegung im Sinne Luhmanns teilt oder ob es wesentliche Unterschiede in der Kommunikationsstruktur gibt.
Das Internet zeichnet sich durch eine niedrige Zugangsschwelle, Feedback in Echtzeit und das Fehlen einer Kontaktunterbrechung aus, was die Dynamik von Shitstorms massiv beschleunigt.
Moralkommunikation führt oft zur Eskalation auf persönlicher Ebene und verwandelt sachliche Konflikte in eine fundamentale Gegnerschaft.
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