Magisterarbeit, 2014
132 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Die Entwicklung des Unternehmens Google
2.1.1. Die Suchmaschine Google
2.1.2. Das Geschäftsmodell von Google
2.1.3. Die Expansion von Google
2.2. Das Verhältnis von Google zu traditionellen Medien
2.2.1. Journalistische Recherche mit der Suchmaschine Google
2.2.2. Google als Vermittler von Rezipienten
2.2.3. Google als neuer Gatekeeper?
2.2.4. Google als wirtschaftlicher Konkurrent der traditionellen Medien
2.2.5. Zusammenfassung des Verhältnisses von Google zum Journalismus
2.3. Bisherige Forschung zur Berichterstattung über Google
2.4. Herleitung der Forschungsfragen
3. Untersuchungsanlage
3.1. Die empirische Methode der Inhaltsanalyse
3.2. Untersuchungsobjekte
3.3. Stichprobe
3.4. Operationalisierung und Kategorien
3.5. Reliabilitätstest
4. Ergebnisse
4.1. Die Menge der Berichterstattung über Google
4.2. Die Themen der Berichterstattung über Google
4.3. Die Bewertung von Google in der Berichterstattung
4.4. Nutzen oder Schaden sowie Chancen oder Risiken durch Google in der Berichterstattung
4.5. Erfolge, Misserfolge und Zukunftsprognosen für Google in der Berichterstattung
4.6. Der Zusammenhang zwischen den Themen und der Darstellung von Google in der Berichterstattung
4.7. Die Personalisierung von Google in der Berichterstattung
4.8. Die Produkte von Google in der Berichterstattung
4.9. Medienunterschiede in der Berichterstattung über Google
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Berichterstattung über das Unternehmen Google in führenden deutschen Medien (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online) über einen Zeitraum von 1998 bis 2013, um den Wandel in der Wahrnehmung und Darstellung des Unternehmens nachzuvollziehen.
2.2.3. Google als neuer Gatekeeper?
In der wissenschaftlichen Literatur über Suchmaschinen sowie in journalistischen Aufarbeitungen des Themas wird häufig die Behauptung aufgestellt, bei Suchmaschinen und insbesondere bei Google handele es sich um einen „Gatekeeper“.82 Teilweise ist in diesem Zusammenhang auch von der Suchmaschine Google als „neuem Gatekeeper“ die Rede, der eine Rolle übernimmt, die zuvor die traditionellen Medien innehatten.83 Der Begriff wird jedoch meist nicht definiert oder zumindest näher erläutert; ein implizites Verständnis, was damit gemeint ist, scheint von den betreffenden Autoren vorausgesetzt zu werden.
Der Begriff „Gatekeeper“ (deutsch: „Torwächter“) wurde von Kurt Lewin geprägt, der damit beschrieb, wie eine Kette von Selektionsentscheidungen von bestimmten Personen (eben jenen Gatekeepern) die Ernährung von Familien beeinflusst.84 David Manning White übertrug das Konzept mit seiner Studie „The ‚Gate Keeper’. A Case Study in the Selection of News“ anschließend auf die Entscheidungen von Journalisten bei der Nachrichtenauswahl und führte es somit in die Kommunikationswissenschaft ein.85 Als Gatekeeper können Journalisten darüber entscheiden, über welche Ereignisse in den Medien berichtet wird und über welche nicht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den Aufstieg Googles sowie die Herausforderungen für die traditionellen Medien und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet einen fundierten Überblick über die Unternehmensentwicklung, das Geschäftsmodell von Google und das ambivalente Verhältnis zu den klassischen Medien.
3. Untersuchungsanlage: Hier wird das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse beschrieben, einschließlich der Auswahl der Untersuchungsobjekte, der Stichprobenbildung sowie der operationalisierten Kategorien.
4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die empirischen Befunde zur Berichterstattung über Google, unterteilt in Themen, Bewertungen, Nutzen-Schaden-Analysen, Personalisierung und Medienunterschiede.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und ordnet sie in den Kontext der Medienentwicklung und des journalistischen Wandels ein.
Google, Suchmaschine, Journalismus, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Gatekeeper, Online-Werbung, Datenschutz, Digitalisierung, Nachrichtenwert, Printmedien, Onlinemedien, Unternehmensbewertung, Pressefreiheit, Wirtschaftsthemen.
Die Arbeit analysiert, wie das Unternehmen Google über einen Zeitraum von 15 Jahren in den deutschen Medien dargestellt wurde und wie sich diese Berichterstattung im Kontext der Unternehmensentwicklung verändert hat.
Die Untersuchung konzentriert sich auf ökonomische Erfolge, technologische Innovationen sowie gesellschaftliche, politische und juristische Aspekte, die im Zusammenhang mit Google in den Medien thematisiert werden.
Ziel ist es, empirisch zu belegen, wie sich die Berichterstattung über Google quantitativ und qualitativ gewandelt hat und welche Rolle das Unternehmen aus Sicht der deutschen Medien einnimmt.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen empirischen Inhaltsanalyse, bei der Artikel aus der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und Spiegel Online über den Zeitraum von 1998 bis 2013 untersucht wurden.
Der Hauptteil widmet sich der Auswertung der Forschungsfragen, insbesondere hinsichtlich der Berichterstattungsmengen, der thematischen Struktur, der Bewertung Googles sowie der Wahrnehmung als wirtschaftlicher Konkurrent.
Google, Journalismus, Inhaltsanalyse, Gatekeeper, Online-Medien, Medienkritik und Digitalisierung.
Google wird zunehmend als wirtschaftlicher Konkurrent wahrgenommen, insbesondere da das Unternehmen den Online-Werbemarkt dominiert und das finanzielle Fundament klassischer Medien unter Druck setzt.
Während Google in der Anfangsphase eher positiv als innovativer Technologieführer bewertet wurde, zeigen die Ergebnisse ab 2010 eine zunehmend kritische und negative Berichterstattung, vor allem in gesellschaftspolitischen Fragen.
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