Masterarbeit, 2015
67 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Zusammenfassung
Abstract
Einleitung
Methoden
Stichprobe
Messinstrumente
Spiegelbedingung
Kontrollbedingung
Versuchsablauf
Statistische Analysen
Ergebnisse
Diskussion
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss von experimentell induziertem "Body Checking" auf das Körperbild und die Stimmung bei nicht-klinischen Frauen. Ziel der Studie ist es, die kurzfristigen Auswirkungen der Betrachtung persönlich positiv oder negativ bewerteter Körperareale zu analysieren und mögliche moderierende Effekte der individuellen Essstörungspathologie sowie der allgemeinen Körperzufriedenheit zu identifizieren.
Einleitung
Körperbezogenes Kontrollverhalten – auch als „Body Checking“ bezeichnet – ist ein weit verbreitetes Phänomen, das besonders häufig unter jungen Frauen auftritt (Farrell, Shafran & Fairburn, 2004; Haase, Mountford & Waller, 2011) und zudem ein häufiges Merkmal von Essstörungen darstellt (Fairburn, Shafran & Cooper, 1999). Es beinhaltet eine kritische, meist ritualisierte Überprüfung des eigenen Körpers in Bezug auf Form, Figur und Gewicht und äußert sich beispielsweise durch häufiges Betrachten des eigenen Spiegelbildes, regelmäßiges Wiegen sowie das Abmessen oder Abtasten von Körperteilen (Shafran, Fairburn, Robinson & Lask, 2004).
Auch das Einholen von Rückversicherung bei anderen Personen über die eigene Figur sowie der Vergleich der eigenen Figur mit der von anderen Personen stellen Formen des Body Checkings dar (Rosen, 1997; Shafran et al., 2004; Vocks, Moswald & Legenbauer, 2008). Die am häufigsten verwendete Methode ist dabei das Betrachten des eigenen Körpers im Spiegel (Kachani, Brasiliano, Cordás & Hochgraf, 2012; Kraus, Lindenberg, Zeeck, Kosfelder & Vocks, 2015), wenngleich meist nicht nur eine, sondern verschiedene Methoden angewendet werden, um die eigene Figur und das Gewicht zu überprüfen (Shafran et al., 2004).
Studienergebnisse legen zudem einen positiven Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Body Checkings und einer Überbewertung von Figur und Gewicht nahe (Fairburn, Cooper & Shafran, 2003; Grilo et al., 2005; Reas, White & Grilo, 2006; Shafran et al., 2004). Ferner scheint sich das Body Checking häufig auf Körperbereiche zu beziehen, mit denen die betreffende Person unzufrieden ist, und ist demzufolge auch als eine behaviorale Manifestation eines negativen Körperbildes anzusehen (Vocks & Legenbauer, 2010).
Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen "Body Checking" ein, definiert dessen Formen und ordnet es in den theoretischen Kontext von Essstörungen und Körperbildstörungen ein.
Methoden: Hier werden die Auswahl der Stichprobe von 40 nicht-klinischen Frauen, die verwendeten Messinstrumente (EDE-Q-2, BESAA, BISS, PANAS-X) sowie das experimentelle Design einschließlich der Spiegel- und Kontrollbedingungen detailliert beschrieben.
Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, wobei der Fokus auf den Haupt- und Interaktionseffekten bezüglich Körperbild und Stimmung unter Berücksichtigung der Moderatorvariablen liegt.
Diskussion: Diese Sektion bewertet die Ergebnisse im Lichte der Hypothesen, diskutiert die theoretische Bedeutung sowie die methodischen Einschränkungen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftige Forschung.
Body Checking, Spiegelexposition, Essstörungen, Körperbild, Stimmung, Körperzufriedenheit, Essstörungspathologie, State-Körperbild, Negativer Affekt, Kognitiv-behaviorale Modelle, Verhaltensanalyse, Nicht-klinische Stichprobe, Selbstwahrnehmung, Psychometrie, Körperbezogenes Kontrollverhalten.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von experimentell induziertem "Body Checking" (körperbezogenes Kontrollverhalten) auf das Körperbild und die Stimmung bei gesunden Frauen.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Spiegel-Exposition auf das subjektive Körpererleben, die Rolle von Essstörungspathologie als Moderator und der Zusammenhang mit negativen sowie positiven Emotionen.
Das Ziel ist die experimentelle Untersuchung, ob die gezielte Betrachtung von positiv oder negativ bewerteten Körperarealen kurzfristige Veränderungen im Körperbild oder der Stimmung bei nicht-klinischen Frauen bewirkt.
Es wurde ein experimentelles Design mit Messwiederholung angewandt, bei dem Probandinnen verschiedene Spiegelbedingungen (positiv/negativ) sowie eine Kontrollbedingung durchlaufen haben.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Stichprobe, die Erläuterung der psychometrischen Messinstrumente und die statistische Auswertung der 2x3x2-Varianzanalysen.
Wichtige Begriffe sind Body Checking, Spiegelexposition, Essstörungen, Körperbild, Stimmung und psychologische Moderatoranalyse.
Die Studie zeigt eine signifikante Verschlechterung des Körperbildes nach der Spiegelexposition, wobei dieser Effekt nach der Betrachtung negativ bewerteter Areale besonders ausgeprägt war.
Nach der Induktion konnte keine generelle Veränderung der Stimmung festgestellt werden, allerdings zeigte sich bei Frauen mit höherer Essstörungspathologie ein Anstieg negativer Emotionen.
Sie fungiert als Moderator, da Frauen mit höherer Essstörungspathologie grundlegend empfindlicher auf die Selbstbetrachtung reagieren und ein negativeres Körperbild berichten.
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