Examensarbeit, 2010
91 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit analysiert die Methode der Oral History in Bezug auf ihre Verwendung in der Geschichtswissenschaft und im Geschichtsunterricht. Sie befasst sich mit den Ursprüngen und der Entwicklung der Methode, sowie mit der Kritik an deren Zuverlässigkeit und den Möglichkeiten zur Implementierung im Schulunterricht.
Das erste Kapitel gibt einen Überblick über die Methode der Oral History und ihre Bedeutung für die Geschichtswissenschaft. Es behandelt die Anfänge der Methode, ihre Legitimation und Verbreitung sowie die Kritik an ihrer Zuverlässigkeit. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Gedächtnis als Grundlage für die Erinnerung und analysiert die Faktoren, die auf die Bildung von Erinnerungen Einfluss haben. Dabei werden die Funktionsweise des Gedächtnisses, die Entstehung von individuellen Erinnerungen und die Problematik der Verfälschung von Erinnerungen beleuchtet. Das dritte Kapitel widmet sich der Anwendung der Methode der Oral History im Geschichtsunterricht. Es thematisiert die Chancen und Herausforderungen der Zeitzeugenbefragung im Schulunterricht und diskutiert die didaktischen Aspekte der Planung, Durchführung und Auswertung von Zeitzeugenbefragungen.
Oral History, Zeitzeugenbefragung, Geschichtswissenschaft, Geschichtsunterricht, Gedächtnis, Erinnerung, Verfälschung, Didaktik, Methode, wissenschaftliche Validität, Zeitzeugenbericht.
Oral History ist eine Methode der Geschichtswissenschaft, bei der mündliche Berichte von Zeitzeugen als Quelle zur Erforschung der Vergangenheit genutzt werden.
Das Gedächtnis ist subjektiv und fehleranfällig. Erinnerungen können durch Emotionen, spätere Informationen oder gesellschaftliche Tradierung verfälscht werden, weshalb eine kritische Auswertung nötig ist.
Zeitzeugenbefragungen machen Geschichte lebendig und greifbar. Sie fördern die Motivation der Schüler und ermöglichen eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven auf historische Ereignisse.
Zu den Hürden zählen der hohe zeitliche Aufwand für Vorbereitung und Durchführung sowie die Gefahr, dass Schüler die Berichte ungefiltert als objektive Wahrheit übernehmen.
Das episodische Gedächtnis speichert persönliche Erlebnisse und Ereignisse. Es bildet die psychologische Grundlage für die Berichte, die in der Oral History erhoben werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

