Masterarbeit, 2014
59 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Der politische und ökonomische Paradigmenwechsel zum Neoliberalismus in den 1980er Jahren
Die politischen und wirtschaftlichen Paradigmen der Nachkriegszeit: die Ära des Keynesianismus
Die Wirtschaftskrise der 1970er Jahre und das Ende der keynesianischen Ära
Die 1980er Jahre und die Umsetzung einer anderen Wirtschaftstheorie in den entwickelten Ländern : der Neoliberalismus
Zwei Vorreiter der neoliberalen Wirtschaftspolitik: Margaret Thatcher und Ronald Reagan
Die Neoliberale Politik : die Schwächung der Sozial- und Fiskalmodell
Kritik am Sozialstaat: das Beispiel Europa
Eine Fiskalpolitik zugunsten der Großverdiener
Wachstum der ökonomischen Ungleichheiten: wachsende Armut und Superreichen
Wachsende Armutsrate in den entwickelten Ländern und neoliberale Sozialpolitik
Die Sezession der Superreichen
1 Die Reichen verdienen immer mehr: Wachstum der Ungleichheiten seit den 1970er Jahren
2 Das Kapital ist immer ungleicher verteilt als die Arbeitseinkommen
3 Das Aufkommen der Supermanager und die Rolle der neoliberalen Fiskalpolitik
4 Das Kapital kehrt zurück
a Immer mehr Kapital immer ungleicher verteilt
b Die fundamentale Ungleichheit r>g : ein endloser Trend ?
Soziale, demokratische und ökologische Auswirkungen wachsender Ungleicheit
Schlechtere Lebensbedingungen in ungerechteren Ländern
Die Demokratie in Gefahr: der Fall der Vereinigten Staaten
Ökonomische Ungleichheiten schaden unserer Umwelt
Schluss: Auf dem Weg zu immer ungerechter entwickelten Ländern ?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der neoliberalen Wirtschaftspolitik, die seit den 1980er Jahren in entwickelten Ländern dominiert, und dem Anstieg ökonomischer Ungleichheiten. Dabei wird analysiert, wie politische Entscheidungen, insbesondere im Bereich der Sozial- und Fiskalpolitik, zur wachsenden Kluft zwischen den Einkommensschichten beigetragen haben und welche sozioökonomischen Folgen dies nach sich zieht.
Die 1980er Jahre und die Umsetzung einer anderen Wirtschaftstheorie in den entwickelten Ländern : der Neoliberalismus
Neue Wirtschaftspolitik unter dem Dach des Neoliberalismus wurde in den entwickelten Ländern gefördert, deren logische Folge eine niedrigere Arbeitslosigkeit sein sollte. Die Prioritäten dieser neuen Wirtschaftspolitik waren die folgenden: Haushaltskonsolidierung, Lohnzurückhaltung und die Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Der damalige herrschende Diskurs strebte nach einer niedrigeren Rolle des Staates in der Wirtschaft, da dessen Einfluss als unwirksam betrachtet wurde. Das Motto der 1980er Jahre „die Gewinne von heute sind die Investitionen von morgen und die Arbeitsplätze von übermorgen“ zeigte den entscheidenden Stellenwert der privaten Investitionen im Gegensatz zu öffentlichen Ausgaben. In den 1980er Jahren wandelte sich die Wirtschaftspolitik in den entwickelten Ländern von einer keynesianischen, die die Nachfrage und den Konsum unterstützte, zu einer liberalen Wirtschaftspolitik der Unterstützung des Angebots und der Produktion.
Tatsächlich fördert die neoliberale Theorie das Privateigentum. „Neoliberalism is in the first instance a theory of political economic practices that proposes that human well-being can best be advanced by liberating individual entrepreneurial freedoms and skills within an institutional framework characterized by strong private property rights, free markets, and free trade. The role of the state is to create and preserve an institutional framework appropriate to such practices.” Der Staat muss gleichzeitig freie Märkte (z. B. Telekommunikation, Energie oder Gesundheitswesen aber auch Arbeitsmarkt) schaffen, wenn sie nicht existieren (z. B. durch Privatisierung von Staatsunternehmen), ihr gutes Funktionieren sichern und sich so wenig wie möglich darin einmischen.
Einleitung: Vorstellung der Relevanz ökonomischer Ungleichheit und der zentralen Fragestellung bezüglich wirtschaftspolitischer Transformationen ab den 1970er Jahren.
Der politische und ökonomische Paradigmenwechsel zum Neoliberalismus in den 1980er Jahren: Analyse des Endes der keynesianischen Ära und der Etablierung neoliberaler Wirtschaftskonzepte als Antwort auf die Wirtschaftskrise der 1970er Jahre.
Die Neoliberale Politik : die Schwächung der Sozial- und Fiskalmodell: Untersuchung der Reformen des Sozialstaates und der fiskalpolitischen Maßnahmen zugunsten von Großverdienern.
Wachstum der ökonomischen Ungleichheiten: wachsende Armut und Superreichen: Darstellung der empirischen Entwicklungen der Ungleichheit sowohl im unteren als auch im oberen Bereich der Gesellschaft.
Soziale, demokratische und ökologische Auswirkungen wachsender Ungleicheit: Erörterung der negativen Konsequenzen hoher Ungleichheit auf die Lebensqualität, die demokratische Stabilität und die ökologische Verantwortung.
Schluss: Auf dem Weg zu immer ungerechter entwickelten Ländern ?: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und kritischer Ausblick auf künftige Entwicklungen im 21. Jahrhundert.
Neoliberalismus, ökonomische Ungleichheit, Sozialstaat, Fiskalpolitik, Kapitalakkumulation, Armut, Wirtschaftspolitik, Demokratie, Umweltbelastung, Einkommensverteilung, Stagflation, Deregulierung, Thomas Piketty, Fiskalwettbewerb, Lebensstandard.
Die Arbeit analysiert, wie sich die wirtschaftspolitische Ausrichtung der entwickelten Länder ab den 1970er Jahren hin zum Neoliberalismus vollzogen hat und inwiefern dies ursächlich für die Zunahme ökonomischer Ungleichheiten ist.
Die zentralen Felder umfassen den Paradigmenwechsel vom Keynesianismus zum Neoliberalismus, die Reformen des Sozialstaates, Veränderungen in der Fiskalpolitik, das Anwachsen der Armut sowie die zunehmende Konzentration von Kapital bei einer kleinen Minderheit.
Das Ziel ist es, die Korrelation zwischen der Umsetzung neoliberaler Wirtschaftspolitik und der wachsenden sozialen Schere in den entwickelten Ländern empirisch zu belegen und die sozialen, demokratischen und ökologischen Folgen dieser Entwicklung aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf der Auswertung ökonomischer Daten, Grafiken und Studien internationaler Institutionen (wie OECD, IWF) sowie renommierter Fachliteratur, insbesondere des Werks von Thomas Piketty.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der neoliberalen Wende, die Analyse der fiskal- und sozialpolitischen Reformen sowie eine detaillierte Untersuchung der Einkommens- und Kapitalverteilung, inklusive der negativen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt.
Wichtige Begriffe sind Neoliberalismus, ökonomische Ungleichheit, Fiskalpolitik, Kapitalakkumulation, Sozialstaatsreformen, Armutsrate und die sozioökonomischen Folgen von Konzentrationsprozessen.
Durch die Senkung von Höchstsätzen bei der Einkommensteuer und anderen Abgaben für Großverdiener wurde Kapital zugunsten der obersten Einkommensschichten umverteilt, was zur beschriebenen "Sezession der Superreichen" beigetragen hat.
Durch die Schwächung staatlicher Sicherungssysteme und die Deregulierung des Arbeitsmarktes, beispielhaft dargestellt am deutschen Fall der Agenda 2010, steigt der Anteil der Arbeitnehmer in prekären oder niedrig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen, was die Armutsrisiken erhöht.
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