Examensarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Forschungsstand und methodische Herangehensweise
2.1 Quellen
2.1.1 Sueton
2.1.2 Tacitus
2.1.3 Cassius Dio
2.1.4 Velleius Paterculus
2.2 Frauenmacht
2.2.1 Die Rolle der Frau in der frühkaiserlichen Zeit
2.2.2 Die Ehe
2.2.3 Die augusteinischen Ehegesetze
2.2.4 Der Titel der Augustae
2.3 Der gesellschaftliche Einfluss der Frauen
2.4 Der politische Einfluss der Frauen
2.5 Resümee: Der gesellschaftliche und politische Einfluss der Frauen
3 Analyse - Die Frauen des Princeps
3.1 Livia Drusilla - Biographie
3.1.1 Analyse der literarischen Quellen zu Livia Drusilla
3.1.1.1 Sueton
3.1.1.2 Tacitus
3.1.1.3 Cassius Dio
3.1.1.4 Velleius Paterculus
3.1.2 Resümee der Erkenntnisse über Livia Drusilla
3.2 Agrippina die Jüngere - Biographie
3.2.1 Analyse der literarischen Quellen zu Agrippina die Jüngere
3.2.1.1 Sueton
3.2.1.2 Tacitus
3.2.1.3 Cassius Dio
3.2.2 Resümee der Erkenntnisse über Agrippina die Jüngere
3.3 Poppaea Sabina - Biographie
3.3.1 Analyse der literarischen Quellen zu Poppaea Sabina
3.3.1.1 Sueton
3.3.1.2 Tacitus
3.3.1.3 Cassius Dio
3.3.2 Resümee der Erkenntnisse über Poppaea Sabina
4 Vergleich der Frauen
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob und wie Frauen des kaiserlichen Hofes während der iulisch-claudischen Dynastie (27 v. Chr. bis 68 n. Chr.) gesellschaftlichen oder politischen Einfluss ausüben konnten, wobei insbesondere untersucht wird, ob ihre Stellung als Gattinnen oder Mütter des Princeps ihnen indirekte Partizipationsmöglichkeiten eröffnete.
3.1 Livia Drusilla - Biographie
„Durch ihre Sittenstrenge im Bereich der Familie kam sie [Livia Drusilla] an die Lebensart der Frühzeit heran, […]. Als Mutter unfähig, sich zu beherrschen, als Gattin nachgiebig und im vollen Einklang mit dem ränkevollen Wesen des Gatten, […].“
Dies ist der Nachruf des Tacitus in seinem fünften Buch für die Kaisergattin Livia Drusilla. Einerseits war sie die treue, zurückhaltende, gütige und gefügige Gattin, andererseits soll sie ihre Herrschsucht ausgelebt haben und in einige Morde verwickelt gewesen sein. Livia Drusilla wurde im Jahre 58 v. Chr. geboren und durch die Adoption ihres Vaters in das Geschlecht der Livii aufgenommen. Dadurch verbanden sich zwei bedeutende Geschlechter, die Claudii und die Livii, zu einem.
Im Alter von sechzehn Jahren wurde sie mit Tiberius Claudius Nero, dem Cousin väterlicherseits, verheiratet. Nur ein Jahr später brachte sie ihren ersten Sohn, den späteren Kaiser Tiberius, auf die Welt. Im Perusinischen Krieg in den Jahren 41 und 40 v. Chr. stand ihr Mann auf Seiten der Gegner von Augustus. Diese Niederlage zwang ihn und Livia Drusilla Italien zu verlassen, und nach Griechenland zu fliehen.
1 Einführung: Hinführung zur Fragestellung, ob Frauen im Umfeld des Princeps trotz gesellschaftlicher Restriktionen politischen oder gesellschaftlichen Einfluss nehmen konnten.
2 Forschungsstand und methodische Herangehensweise: Überblick über die Quellenlage sowie Definition zentraler Begriffe wie Frauenmacht, Eheformen und der Rolle der Augusta.
3 Analyse - Die Frauen des Princeps: Detaillierte Betrachtung von Livia Drusilla, Agrippina der Jüngeren und Poppaea Sabina anhand antiker Quellenautoren.
4 Vergleich der Frauen: Synthese der Ergebnisse zur gesellschaftlichen und politischen Einflussnahme im direkten Vergleich der drei untersuchten Kaiserfrauen.
5 Schlussbetrachtung: Fazit zur indirekten Einflussnahme, die stark an die Stellung des Princeps gebunden war, und Ablehnung des modernen Emanzipationsbegriffs für die antike Lebenswirklichkeit.
Iulisch-claudische Dynastie, Livia Drusilla, Agrippina die Jüngere, Poppaea Sabina, Prinzipat, Augustus, Tiberius, Nero, Frauenmacht, Kaiserin, Politik, gesellschaftlicher Einfluss, Quellenanalyse, Ehegesetze, indirekte Einflussnahme.
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche und politische Rolle und den Einfluss von Frauen im Umfeld des römischen Kaisers während der iulisch-claudischen Dynastie.
Die Rolle der Frau in der römischen Gesellschaft, der rechtliche Rahmen der Ehe, der Status der Augusta und die indirekte Machtausübung durch persönlichen Einfluss auf den Princeps.
Es wird untersucht, ob und in welchem Maße Livia Drusilla, Agrippina die Jüngere und Poppaea Sabina gesellschaftlichen oder politischen Einfluss nehmen konnten.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse antiker literarischer Quellen, insbesondere der Schriften von Sueton, Tacitus, Cassius Dio und Velleius Paterculus.
Im Hauptteil werden die Biographien der drei genannten Frauen sowie deren Einflussnahme analysiert, wobei besonders auf die Wahrnehmung durch die antiken Autoren eingegangen wird.
Wichtige Begriffe sind Prinzipat, Kaiserhaus, Einflussnahme, indirekte Macht, Augustae und Quellenanalyse.
Livia wird oft als manipulative Beraterin im Hintergrund gesehen, während Agrippina als aktiv nach der Herrschaft strebend und bisweilen gewalttätig handelnd charakterisiert wird.
Die Autorin lehnt den modernen Emanzipationsbegriff ab, da er nicht mit der antiken Lebenswirklichkeit der Frauen des Kaiserhauses übereinstimmt, die stets in ein patriarchales Machtgefüge eingebunden waren.
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