Diplomarbeit, 2004
41 Seiten, Note: 2
I. Vorwort
II. Der Autor Tony Kushner
III. Das Stück: Engel in Amerika - Schwule Variationen über gesellschaftliche Themen
1. Personendarstellung
2. Teil Eins: Die Jahrtausendwende naht
I. AKT: Schlechte Nachrichten (Herbst 1985)
II. AKT: In Vitro
III. AKT: Noch-Nicht-Bewußt, der Dämmerung nach Vorwärts
3. Teil Zwei: Perestroika
I. AKT: Spluuutsch
II. AKT: Die Epistel
III. AKT: Bauchkrämpfe
IV. AKT: John Brown’s Body
V. AKT: Himmel, ich bin im Himmel
Epilog: Bethesda
IV. Hervorgehobene Themen
1. Der Kalte Krieg
2. Engel, Mormonen, Religionen
3. Homosexualität
4. Aids
5. Liebe
V. Nachwort
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die gesellschaftskritischen Dimensionen und die dramaturgische Komplexität in Tony Kushners Theaterstück „Angels in America“ zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung der menschlichen und politischen Konflikte im Kontext der US-amerikanischen Gesellschaft der 1980er Jahre im Zentrum, wobei insbesondere die Verflechtung von individuellen Schicksalen und gesellschaftlichem Umbruch beleuchtet wird.
II. Der Autor Tony Kushner
Tony Kushner wurde 1956 in einer Kleinstadt in Louisiana in Amerika als Sohn einer jüdischen Künstlerfamilie geboren. Seine Mutter, eine Berufsmusikerin, Fagottistin, spielte in einer Amateurtheatertruppe. „Sie war eine Star-Tragödin der Theatertruppe in der Kleinstadt, wo ich aufwuchs. Sie spielte sehr ausdruckstark und gefühlvoll, eine ihrer besten Rollen war Linda Loman in Arthur Millers `Tod eines Handlungsreisenden´. Das gehört zu meinen dichtesten Erinnerungen aus der Kindheit: Meine Mutter auf der Bühne.“ (1) Sein Vater war Klarinettist und Dirigent.
Auf der Columbia University hat Kushner seinen Abschluss gemacht, in den siebziger Jahren kam er dann von Louisiana nach New York, wo er in der Telefonzentrale eines Krankenhauses arbeitete und ein Regiestudium an der New York University bei Carl Weber, der am Berliner Ensemble gelernt hatte, begonnen hat. „Mitte der siebziger Jahre, da hab ich mir dann Hunderte von Aufführungen und Stücken angeschaut, es war eine gute Phase fürs Theater. Der Broadway war noch nicht völlig tot, die amerikanische Avantgarde wurde sehr lebendig. … Mein Timing war richtig, ich hatte Glück.“ (1)
I. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Faszination für das Stück „Engel in Amerika“ und die Gründe für die Wahl der Gliederung, die dem dramaturgischen Handlungsverlauf folgt.
II. Der Autor Tony Kushner: Dieses Kapitel skizziert die Biografie Kushners, seinen Werdegang als Dramatiker und den Einfluss seines politischen Engagements auf sein Schaffen.
III. Das Stück: Engel in Amerika - Schwule Variationen über gesellschaftliche Themen: Eine detaillierte Inhaltsangabe und Analyse der beiden Teile des Stückes, „Die Jahrtausendwende naht“ und „Perestroika“, einschließlich der Charakterisierungen aller Hauptfiguren.
IV. Hervorgehobene Themen: Die Untersuchung zentraler Motive wie der Kalte Krieg, die Rolle von Religion und Mormonentum, Homosexualität, AIDS sowie die verschiedenen Facetten der Liebe.
V. Nachwort: Abschließende Reflexion über den Erfolg und die zeitgeschichtliche Relevanz des Stückes sowie die künstlerische Besonderheit der Rollenbesetzung.
Tony Kushner, Angels in America, AIDS-Krise, Homosexualität, McCarthy-Ära, Theateranalyse, Gesellschaftskritik, Mormonismus, Dramaturgie, Politische Literatur, Roy Cohn, Prior Walter, Engel, Zeitgeschichte, US-amerikanisches Theater.
Die Arbeit analysiert die gesellschaftskritischen Aspekte und die künstlerische Interpretation des Theaterstücks „Angels in America“ von Tony Kushner im Kontext der 1980er Jahre.
Die wichtigsten Themen sind der Einfluss des Kalten Krieges, die Darstellung von Homosexualität, die AIDS-Epidemie, die Rolle der Religion – insbesondere des Mormonismus – und die Bedeutung der Liebe.
Das Ziel ist es, die komplexe Dramaturgie und die inhaltliche Tiefe von Kushners Werk verständlich aufzubereiten und den Zusammenhang zwischen den privaten Schicksalen der Figuren und der gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit aufzuzeigen.
Der Autor wählt eine handlungsorientierte Analyse, bei der die Gliederung der Arbeit der Struktur des Stückes folgt, ergänzt durch eine thematische Vertiefung der zentralen Motive.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Nacherzählung des Handlungsverlaufs beider Teile des Stückes sowie eine spezifische Analyse der Schwerpunktthemen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Angels in America“, „Politisches Theater“, „Machtmissbrauch“ und „Emanzipation“ charakterisiert.
Roy Cohn wird als eine machtbesessene, historische Figur dargestellt, deren Doppelmoral und Rücksichtslosigkeit die Kritik des Autors an den konservativen politischen Strukturen jener Zeit verdeutlichen.
Prior Walter fungiert als zentrale Identifikationsfigur und „Prophet“. Sein Umgang mit der Krankheit AIDS und sein Ringen mit den Engeln symbolisiert den menschlichen Lebenswillen und die Hoffnung auf Fortschritt.
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