Bachelorarbeit, 2014
94 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Qualitätsentwicklung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
2.1 Qualitätsbegriff
2.2 Dimensionen von Qualität
2.3 Qualitätskriterien
2.4 Qualitätsprüfung- und entwicklung
3 Diskriminierung
3.1 Definitionen von Diskriminierung
3.1.1 Definition aus soziologischer Sicht
3.1.2 Definition aus psychologischer Sicht
3.1.3 Definition aus juristischer Sicht
3.1.4 Definition nach dem Social Justice und Diversity Konzept
3.2 Dimensionen von Diskriminierung
3.3 Ebenen von Diskriminierung
3.4 Merkmale und Formen von Diskriminierung
3.5 Intersektionalität von Diskriminierung
3.6 Auswirkungen von Diskriminierung
3.6.1 Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit
3.6.2 Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung
3.6.3 Auswirkungen auf die Teilhabe- und Entwicklungschancen
4 Das Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.1 Gesetzliche Grundlagen und Auftrag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.2 Arbeitsprinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.3 Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.4 Potentiale der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
4.5 Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
5 Offene Kinder und Jugendarbeit und Diskriminierung
5.1 Rechtlich verbindliche Prinzipien gegen Diskriminierung
5.1.1 Grundgesetz
5.1.2 Europäische Menschenrechtskonvention
5.1.3 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
5.2 Rechtlich unverbindlich Prinzipien gegen Diskriminierung
5.2.1 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
5.2.2 UN-Kinderrechtskonvention
5.3 Berufsethische Prinzipien gegen Diskriminierung
6 Entstehungsmechanismen von Diskriminierung
6.1 Vorurteile und Diskriminierung
6.1.1 Offene Vorurteile
6.1.2 Subtile Vorurteile
6.2 Theorie des realistischen Gruppenkonflikts
6.3 Stereotype
6.3.1 Soziale Kategorisierung und Stereotypisierung
6.3.2 Stereotype und Informationsverarbeitung
6.4 Theorie der sozialen Identität und der Selbstkategorisierung
6.4.1 Die Entstehung des Selbstkonzepts
6.4.2 Der Vorgang der Eigengruppenprojektion
6.5 Soziales Lernen
6.5.1 Elementares Lernen
6.5.2 Sozial-kognitives Lernen
6.5.3 Sozialisation
7 Theoriegeleitete Handlungsbedarfe und -möglichkeiten
7.1 Dekategorisierung
7.2 Wechselseitige Differenzierung durch Kontakte
7.3 Subgrouping
7.4 Prototypendefinition
7.5 Reduktion von Vorurteilen und Stereotypisierungen
7.5.1 Selbstreflexion
7.5.2 Klare Regeln und konsequentes Vorgehen
7.5.3 Vorbildfunktion
7.5.4 Stärkung von Selbstwert und Identität
8 Pädagogische Antidiskriminierungs- und Diversitykonzepte
8.1 Diversitypädagogik / Pädagogik der Vielfalt
8.2 Social Justice und Diversity Training
8.3 Anti-Bias-Ansatz / Vorurteilsbewusste Bildung
8.4 Antidiskriminierungspädagogik
8.5 Gesellschaftlicher Kontext von Diskriminierung
9 Konzeptübergreifende Handlungsbedarfe und -möglichkeiten
9.1 Ebene der Mitarbeiter_innen
9.1.1 Wahrnehmung von Diskriminierungen
9.1.2 Selbst- und Praxisreflektion
9.1.3 Gemeinsames Verständnis
9.1.4 Konsequentes Vorgehen
9.1.5 Öffentlich-politisches Handeln
9.2 Einrichtungsbezogene Ebene
9.2.1 Einrichtungsbezogene Barrieren erkennen und abbauen
9.2.2 Vielfalt widerspiegeln
9.2.3 Konzeptionelle und einrichtungsbezogene Verankerung
9.3 Ebene der Besucher_innen
9.3.1 Identitätsentwicklung und -stärkung
9.3.2 Schaffung von Kontakt- und Dialogmöglichkeiten
9.3.3 Individuelle Wahrnehmung und Unterstützung Betroffener
9.3.4 Räume schaffen
10 Fazit und Ausblick
11 Literaturliste
12 Anhang
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, fachlich fundierte Qualitätskriterien für Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln, um Diskriminierung wirksam entgegenzuwirken und einen professionellen Umgang mit Vielfalt zu fördern.
3.1 Definitionen von Diskriminierung
Diskriminierung kurz, eindeutig und vor allem abschließend zu definieren ist schwierig, weil sie sich in einem weiten Spannungsfeld von Vorurteilen, Privilegien, gesellschaftlicher Chancen(un)gleichheit, Benachteiligung und individueller Selbstwahrnehmung bewegt. Das Wort Diskriminierung stammt von dem lateinischen Wort „discriminare“ ab und bedeutet „trennen“ oder „unterscheiden“. Zu einer Diskriminierung wird diese Unterscheidung, wenn sie zu Würdeverletzungen oder zum Ausschluss an gesellschaftlicher Teilhabe führt (vgl. Liebscher 2010, S. 25).
In der Soziologie wird von Diskriminierung gesprochen, „wenn aus dem Handeln individueller Akteure nachteilige Folgen für andere Akteure eintreten, weil sie diese aufgrund von wahrgenommener sozialer oder ethnischer Merkmale als ungleich bzw. minderwertig ansehen. Im Vergleich zu den Angehörigen des eigenen Kollektivs werden sie deswegen entsprechend abwertend behandelt. Ihre Möglichkeiten werden im gesellschaftlichen Zusammenhang beschränkt und diese Beschränkung wird als eine „natürliche“ begründet und gerechtfertigt.“ (Liebscher 2010, S.27).
Diese Definition formuliert Diskriminierung als ein Handeln von Individuen mit nachteiligen Folgen für andere. Dieses Handeln erfolgt auf Grundlage von ungleichheitsideologischen Erklärungsmustern, welche die Gesellschaft in natürliche Über- und Unterordnungsverhältnisse ordnet und damit Wertigkeiten von Menschen begründet. Jeder Form von Diskriminierung liegt demnach eine Unterscheidung und darauf aufbauend eine Abwertung oder Benachteiligung aufgrund von individuell wahrgenommenen sozialen oder ethnischen Merkmalen zu Grunde.
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Thematik sowie Zielsetzung und Aufbau der Arbeit.
2 Qualitätsentwicklung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Erörterung des Qualitätsbegriffs, der Dimensionen und der methodischen Herangehensweise zur Qualitätsentwicklung im Arbeitsfeld.
3 Diskriminierung: Detaillierte Begriffsdefinitionen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, Analyse von Ebenen, Merkmalen und Auswirkungen von Diskriminierung.
4 Das Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Darstellung des gesetzlichen Auftrags, der Arbeitsprinzipien und der spezifischen Potenziale des Arbeitsfeldes.
5 Offene Kinder und Jugendarbeit und Diskriminierung: Überblick über die rechtlichen und berufsethischen Prinzipien, an denen sich die Praxis gegen Diskriminierung orientieren sollte.
6 Entstehungsmechanismen von Diskriminierung: Analyse sozialpsychologischer und soziologischer Theorien wie Vorurteile, Stereotype und soziale Identität.
7 Theoriegeleitete Handlungsbedarfe und -möglichkeiten: Vorstellung theoretisch fundierter Interventionsansätze zur Reduktion von Vorurteilen und Diskriminierung.
8 Pädagogische Antidiskriminierungs- und Diversitykonzepte: Vorstellung zentraler Konzepte wie Diversitypädagogik, Anti-Bias-Ansatz und Social Justice Training.
9 Konzeptübergreifende Handlungsbedarfe und -möglichkeiten: Konkrete Ableitung von Qualitätskriterien für die drei Ebenen (Mitarbeiter, Einrichtung, Besucher) und praktische Umsetzungsmöglichkeiten.
10 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und ein Ausblick auf die weitere praktische und wissenschaftliche Relevanz.
Offene Kinder- und Jugendarbeit, Diskriminierung, Qualitätsentwicklung, Diversitypädagogik, Antidiskriminierung, Vorurteile, Stereotype, soziale Identität, Empowerment, Partizipation, Strukturqualität, Prozessqualität, Inklusion, Handlungsstrategien, Sozialisation.
Die Arbeit untersucht, welche Qualitätskriterien laut bestehender Studien und Konzepte effektiv gegen Diskriminierung in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden können.
Zentrale Themen sind die Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit, die Definition und Entstehungsmechanismen von Diskriminierung sowie pädagogische Antidiskriminierungs- und Diversitykonzepte.
Ziel ist die Formulierung eines fachlich begründeten Orientierungsrahmens mit Qualitätskriterien, die es Jugendfreizeiteinrichtungen ermöglichen, eigene Handlungsschritte gegen Diskriminierung zu entwickeln.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die existierende soziologische und sozialpsychologische Theorien, Studien sowie praxisbezogene Konzepte auf den Kontext der offenen Jugendarbeit bezieht und daraus neue Qualitätskriterien ableitet.
Die Arbeit unterscheidet zwischen der Ebene der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der einrichtungsbezogenen Ebene sowie der Ebene der Besucherinnen und Besucher.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diversität, Empowerment, soziale Identität, institutionelle Diskriminierung und prozessorientierte Qualitätsentwicklung geprägt.
Die Selbstevaluation wird als prozessorientierte Methode hervorgehoben, mit der Teams systematisch ihre eigene Arbeit anhand der erarbeiteten Kriterien überprüfen und verbessern können.
Die Arbeit betont, dass Diskriminierung strukturell in der Gesellschaft verankert ist und auf institutionellen sowie kulturellen Ebenen stattfindet, was über die reine Betrachtung individueller Vorurteile hinausgeht.
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