Bachelorarbeit, 2015
33 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit befasst sich mit dem ressourcenorientierten Ansatz der Sozialen Arbeit und analysiert seine Bedeutung im Kontext der aktivierenden Sozialpolitik in Deutschland. Dabei wird die Entwicklung des deutschen Sozialstaats seit den 90er Jahren und die damit verbundenen Veränderungen in Bezug auf Aktivierung und Selbstbestimmung beleuchtet.
Die Arbeit beginnt mit einer Darstellung der Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit und der Unterscheidung zwischen Personenressourcen und Umweltressourcen. Es wird erläutert, wie dieser Ansatz zu einem Paradigmenwechsel in der Sozialen Arbeit führte, der auf Selbstbefähigung der NutzerInnen fokussiert.
Im zweiten Kapitel wird die aktivierende Sozialpolitik in Deutschland seit den 90er Jahren beleuchtet. Dabei werden die Machtverhältnisse, die Entwicklung des deutschen Sozialstaats und die gesellschaftlichen Veränderungen in Bezug auf Aktivierung untersucht. Die Rolle von Individualität und Selbstbestimmung im Kontext gesellschaftlicher Zwänge wird ebenfalls betrachtet.
Das dritte Kapitel widmet sich dem Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Hier wird die Lebensweltorientierung und ein praktisches Beispiel aus dem Feld der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt, um die Anwendung der Ressourcenorientierung in der Praxis zu veranschaulichen.
Im vierten Kapitel wird der ressourcenorientierte Ansatz kritisch aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Es werden die Kritikpunkte aus sozialpolitischer Sicht, aus pädagogischer und psychologischer Perspektive sowie die Problematik von Sozialer Arbeit als Dienstleistung beleuchtet.
Ressourcenorientierung, Soziale Arbeit, Aktivierende Sozialpolitik, Kinder- und Jugendhilfe, Lebensweltorientierung, Selbstbestimmung, Empowerment, Dienstleistung, doppeltes Mandat, Kritik, Sozialpolitik, Pädagogik, Psychologie
Es ist ein Ansatz, der nicht bei den Defiziten, sondern bei den Stärken, Fähigkeiten und dem Umfeld der Nutzer ansetzt, um deren Selbstbefähigung (Empowerment) zu fördern.
Diese Politik fordert Eigenverantwortung und "Aktivierung" der Bürger. In der Sozialen Arbeit führt dies oft zu einem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle.
Kritiker bemängeln, dass der Fokus auf individuelle Ressourcen strukturelle Missstände und gesellschaftliche Ungleichheit ausblenden kann, indem die Verantwortung allein auf das Individuum geschoben wird.
Es beschreibt die Verpflichtung der Sozialarbeit gegenüber zwei Instanzen: dem Wohl des Klienten (Hilfe) und dem Auftrag des Staates bzw. der Gesellschaft (Kontrolle/Integration).
Dieser Ansatz fordert, dass Soziale Arbeit direkt an den konkreten Alltagsbedingungen und Bedürfnissen der Menschen ansetzen muss, um wirksam zu sein.
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