Bachelorarbeit, 2013
71 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Initiativen zur Bekämpfung der BEPS-Problematik
3. Interne Konzernstruktur und Konzernsteuerquote von Starbucks
4. Die Holdinggesellschaft im Kontext der Konzernorganisation
4.1 Gestaltungsziele
4.2 Anwendung von Repatriierungsstrategien
4.2.1 Umleitung von Einkünften
4.2.2 Umformung von Einkünften
4.2.3 Temporäre Abschirmung von Einkünften
4.3 Verwendung von Allokationsstrategien
5. Internationale Steuerminimierungsstrategien im Konzern Starbucks
5.1 Überhöhte Lizenzgebührzahlungen für Immaterialgüterrechte
5.1.1 Übertragung von immateriellen Wirtschaftsgütern
5.1.2 Der Lizenzgebührenfluss innerhalb der Konzerneinheiten
5.2 Einkünfte aus Investitionstätigkeit unter Subpart F
5.3 Steueroptimierte Konzernfinanzierung über Darlehensvergabe
5.4 Verrechnungspreisgestaltung bei konzerninternen Transaktionen
5.5 Steueroptimierung über Konzerntochterunternehmung in der Schweiz
5.5.1 Einkünfte aus Handelstätigkeit unter Subpart F
5.2.2 Umgehung der Hinzurechnungsbesteuerung
6. Steuerliche Situation der Starbucks Coffee Deutschland GmbH
6.1 Ertragsgenerierung und Steuerminimierungsstrategien
6.2 Verlustvorträge in Verbindung mit internationaler Gewinnverlagerung
7. Ausblick
Diese Arbeit analysiert die komplexen Steuervermeidungsstrategien multinationaler Unternehmen am Beispiel von Starbucks, wobei untersucht wird, wie durch Konzernstrukturen und Gewinnverlagerungen die effektive Steuerbelastung minimiert wird.
3. Interne Konzernstruktur und Konzernsteuerquote von Starbucks
Die zugrunde liegende kompositionelle Struktur des multinationalen Unternehmens Starbucks dient als Basis für steuerliche Anknüpfungspunkte und ist maßgeblich für die Besteuerung int. Geschäftsvorfälle. Für eine stärkere Internationalisierung der Handelsbeziehungen werden unternehmerische Aktivitäten häufig über Direktinvestitionen um Stützpunkte im Ausland, als „FDI“, erweitert. Die Gestaltungsform der Auslandsbeziehung entspricht i.d.R. einem mehrstufigen Aufbau, bestehend aus einer im Inland ansässigen Spitzeneinheit, einer zwischengeschalteten ausländischen Einheit sowie einer Grundeinheit in einem weiteren ausländischen Staatsgebiet. Die interne Struktur der Geschäftsabläufe und Zahlungsmittelströme im Unternehmen Starbucks entspricht einer wenig transparenten und komplexen Konzernstruktur, die sich in einem stark abstrahierten Organigramm, abgebildet im Anhang, darstellen lässt.
An der Konzernspitze steht die oberste US-Mutter-Konzerngesellschaft Starbucks Coffee International Inc., welche mehrere 100 %-Tochterunternehmen und Beteiligungen weltweit besitzt. Die KapG Starbucks UK wird über ein weiteres Hauptquartier Starbucks Coffee Holdings UK Ltd. vom Stammhauskonzern gehalten. Die UK-Einheit ist neben dem Produktmarketing verantwortlich für das Geschäftsbeziehungs-Management mit Drittpersonen als Lizenzinhabern und deren Erwerb vertragsgegenständlicher Lizenzen. Zu der Spitzeneinheit Starbucks Corp. gehören die beiden, über zwei Stufen und in Mehrheitsbesitz stehenden, holländischen PersG Rain City CV und Emerald City CV, welche über keine signifikanten finanziellen Vermögenswerte verfügen. Eine in Mehrheitsbesitz von Emerald City stehende, britische KG ist Alki LP, welche u.a. zentrale Marken- und Eigentumsrechte verwaltet. Der steuerliche Status dieser drei PersG ist unklar. In Mehrheitsbesitz von Alki LP steht als weiteres verbundenes Unternehmen die Starbucks Coffee Holdings EMEA BV, mit Hauptsitz in Amsterdam.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Steuerproblematik für multinationale Unternehmen und stellt das Ziel der Arbeit dar, die Steuergestaltungsstrategien am Beispiel von Starbucks zu untersuchen.
2. Initiativen zur Bekämpfung der BEPS-Problematik: Dieses Kapitel erläutert die internationalen Bestrebungen von OECD und EU, dem Phänomen des "Base Erosion and Profit Shifting" entgegenzuwirken.
3. Interne Konzernstruktur und Konzernsteuerquote von Starbucks: Hier wird die komplexe, teils intransparente Konzernhierarchie von Starbucks analysiert, die als Basis für die Steuerplanung dient.
4. Die Holdinggesellschaft im Kontext der Konzernorganisation: Es wird dargestellt, wie durch Holdinggesellschaften mittels Repatriierungs- und Allokationsstrategien Steuerminimierungsziele erreicht werden.
5. Internationale Steuerminimierungsstrategien im Konzern Starbucks: Dieses Kapitel detailliert spezifische Mechanismen wie überhöhte Lizenzgebühren, Finanzierungsgestaltung und Verrechnungspreise zur Gewinnverlagerung.
6. Steuerliche Situation der Starbucks Coffee Deutschland GmbH: Analyse der lokalen steuerlichen Situation in Deutschland, wo trotz hoher Umsätze aufgrund der Konzernstruktur kaum Ertragssteuern anfallen.
7. Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Einführung einer Gemeinsamen Konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) als Lösungsansatz auf EU-Ebene.
Starbucks, Steuervermeidung, Gewinnverlagerung, BEPS, Holdinggesellschaft, Verrechnungspreise, Lizenzgebühren, Hinzurechnungsbesteuerung, Subpart F, Konzernsteuerquote, Steuerarbitrage, Europa-Holding, Steuergerechtigkeit, Konzernstruktur, Umsatzsteuer.
Die Arbeit befasst sich mit den Methoden, die multinationale Unternehmen nutzen, um ihre Steuerlast durch komplexe Konzernstrukturen und länderübergreifende Gewinnverlagerungen zu minimieren.
Zentral sind die internationale Steuerplanung, der Einsatz von Holdinggesellschaften, Lizenzgebührenzahlungen sowie die steuerliche Bewertung von Verrechnungspreisen bei internen Transaktionen.
Das Ziel ist die Demonstration und Analyse der verlusterzeugenden, unternehmensspezifischen Steuerminimierungsmechanismen am Beispiel von Starbucks.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse auf Basis von Geschäftsberichten, Konzernstrukturen, Literatur zu Steuerrecht und steuerpolitischen Berichten (OECD/EU).
Der Hauptteil behandelt Holding-Konzepte, Repatriierungsstrategien, Lizenzzahlungen, die US-Hinzurechnungsbesteuerung (Subpart F) sowie die spezifische steuerliche Situation der deutschen Tochtergesellschaft.
Wichtige Begriffe sind u.a. Starbucks, Steuervermeidung, Gewinnverlagerung, BEPS, Holdinggesellschaft, Verrechnungspreise und Konzernsteuerquote.
Dies ist primär auf konzerninterne Zahlungen (Lizenzgebühren, Zinsen) an ausländische Einheiten zurückzuführen, die den steuerpflichtigen Gewinn in Deutschland massiv mindern.
Die Schweiz fungiert als zentraler Handelsplatz (insb. für Rohkaffee) und bietet durch kantonale Privilegien einen sehr wettbewerbsfähigen, niedrigen Steuersatz für internationale Handelsaktivitäten.
Sie dient als Europa-Holding dazu, Gewinne aus verschiedenen Ländern zu sammeln, zentral Lizenzeinnahmen zu bündeln und durch die Wahl des Standortes Niederlande die Quellensteuerbelastung zu minimieren.
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