Diplomarbeit, 2015
124 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Bioprodukte im Lebensmittelmarkt
1.1 Begriffsbestimmung
1.2 Kennzeichnung und rechtliche Aspekte
1.2.1 EG-Öko-Verordnung: Allgemeine Richtlinien und Ziele
1.2.2 EU-Öko-Verordnung: Voraussetzungen zur Kennzeichnung
1.2.3 EU-Öko-Verordnung: Kennzeichnung von Lebensmitteln
1.2.4 EU-Öko-Verordnung: Kontrollverfahren
1.2.5 Kennzeichnung außerhalb der EU-Öko-Verordnung: Die Anbauverbände
1.3 Gegenüberstellung „Bio“ und „konventionell“
1.3.1 Konventionelle Landwirtschaft
1.3.2 Bio Preise versus konventionelle Preise
1.4 Der Markt für Bio-Lebensmittel und seine Entwicklung
1.4.1 Entstehung und Entwicklung
1.4.2 Zahlen: Deutscher Biomarkt
1.4.3 Zahlen: Biomärkte weltweit
1.4.4 Eigene Messe für „Bio“
1.4.5 „Bio-Skandale“
1.4.6 Widrigkeiten der Bio-Branche
2. Marktteilnehmer und -kommunikation
2.1 Die Marktteilnehmer
2.1.1 Hersteller von Bioprodukten und ihre Marken
2.1.2 Vollsortimenter:
2.1.3 Teilsortimenter:
2.1.4 Bio-Pioniere
2.1.5 Der Bio-Großhandel
2.2 Die Zielgruppe
2.2.1 Bio-Käufer - deren Motive, Gründe, Kaufbarrieren und Kaufverhalten
2.3 Zielgruppen-Ansprache und Kommunikation
2.3.1 Positionierung von Biomarken
2.3.2 Kommunikation von Bioprodukten
3. Die Absatzkanäle und deren Besonderheiten
3.1 Die Absatzkanäle
3.1.1 Konventioneller LEH: Supermärkte und Discounter
3.1.2 Direktvermarktung
3.1.3 Der Fachhandel
3.1.4 Drogeriemärkte
4. Zukunftsstrategien
4.1 Vom Nischen- zum Massenmarkt?
4.2 Bio-Kommunikation der Zukunft
4.2.1 Gemeinschaftsmarketingmaßnahmen
4.2.2 Einzelmaßnahmen für Biomarken
4.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob sich der Biomarkt aktuell im Übergang vom Nischen- zum Massenmarkt befindet und welche Konsequenzen dies für die strategische Positionierung und Kommunikation von Bioprodukten hat. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen ihre Strategien anpassen müssen, um gegenüber konventionellen Handelsmarken wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
1.2.4 EU-Öko-Verordnung: Kontrollverfahren
Am Bio-Kontrollsystem in Deutschland sind staatliche Überwachungsbehörden und private Kontrollstellen beteiligt. Jeder Betrieb, der nach der EU-Öko-Verordnung wirtschaften und das Bio-Siegel nutzen möchte, muss alle Auflagen erfüllen und mit mindestens einer jährlichen, angekündigten Kontrolle bzw. einer Betriebsinspektion rechnen. Außerdem werden stichprobenartig unangekündigte Kontrollen und Verdachtskontrollen durchgeführt. Bei den Kontrollen schauen die Bio-Kontrolleure, ob alle Richtlinien eingehalten werden und sich der Betrieb weiterhin „Bio“ nennen darf. Hierbei wird im Wesentlichen auf die Herstellung, die Verpackung und Importe in Drittländer geachtet.
Dabei schaut man sich beispielsweise die Lagerstätten für Betriebsmittel und Produkte an, die Kennzeichnung von Produkten im Lager und Verkauf, betriebliche Aufzeichnungen, Anbauflächen, Ställe und ähnliches. Die Biowaren werden außerdem regelmäßig auf Rückstände (z.B. Pestizide) kontrolliert. Die Kosten der Kontrolle übernehmen die jeweiligen Betriebe.
Verstöße können mit Geldbußen oder Freiheitsstrafen geahndet werden. Zu einer Gefängnisstrafe kann es kommen, wenn vorsätzlich konventionelle Lebensmittel als Bio vermarktet werden.
1. Bioprodukte im Lebensmittelmarkt: Dieses Kapitel definiert Bioprodukte, erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen der EU-Öko-Verordnung und vergleicht diese mit konventioneller Landwirtschaft sowie den Entwicklungen des Biomarktes.
2. Marktteilnehmer und -kommunikation: Es werden die verschiedenen Akteure des Marktes, wie Hersteller und Händler, beleuchtet sowie die Zielgruppen und deren Kaufmotive und Barrieren analysiert.
3. Die Absatzkanäle und deren Besonderheiten: Dieses Kapitel geht detailliert auf die verschiedenen Vertriebswege für Bioprodukte ein, insbesondere auf den konventionellen Einzelhandel, die Direktvermarktung und den Bio-Fachhandel.
4. Zukunftsstrategien: Abschließend werden Strategien für die weitere Marktentwicklung von Bioprodukten diskutiert, wobei insbesondere die Herausforderungen der Kommunikation in einem potenziellen Massenmarkt im Mittelpunkt stehen.
Bio-Lebensmittel, Biomarkt, EU-Öko-Verordnung, Positionierung, Marketingkommunikation, LOHAS, konventioneller Einzelhandel, Bio-Fachhandel, Direktvermarktung, Kaufbarrieren, Nachhaltigkeit, Markenführung, Bio-Siegel, Zielgruppenanalyse, Massenmarkt.
Die Arbeit analysiert den Wandel des Biomarktes vom Nischen- hin zum Massenmarkt und beleuchtet, welche Anforderungen dies an die Markenpositionierung und Kommunikation der Akteure stellt.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen (EU-Öko-Verordnung), der Marktstruktur, dem Konsumentenverhalten und den verschiedenen Absatzkanälen, kombiniert mit aktuellen Zukunftsstrategien für die Bio-Branche.
Das Ziel ist es zu klären, ob der Biomarkt ein Massenmarkt werden kann und wie Unternehmen ihre Kommunikation verändern müssen, um in diesem Wettbewerbsumfeld bestehen zu können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine eigene durchgeführte Online-Umfrage, die Aufschluss über die Bio-Wahrnehmung und das Kaufverhalten von 104 Personen gibt.
Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen und marktökonomischen Grundlagen geklärt, dann die Akteure und Zielgruppen analysiert und schließlich die Absatzkanäle (von Fachhandel bis Discounter) und Kommunikationsstrategien detailliert erörtert.
Zu den prägenden Begriffen zählen Bio-Lebensmittel, Biomarkt, Positionierung, Marketingkommunikation, Kaufbarrieren sowie die Analyse von Zielgruppen wie den LOHAS.
Bio-Supermärkte setzen auf eine offene Gestaltung, geschultes Personal und eine klare Verkaufsatmosphäre, um Vertrauen zu schaffen, wenngleich sie durch den hohen Expansionsdruck und die Nähe zu konventionellen Handelsstrukturen stetig unter Beobachtung hinsichtlich ihrer Werte stehen.
Die Studie zeigt, dass eine gezielte Aufklärungskampagne notwendig ist, da viele Konsumenten zwar Bioprodukte kennen, aber die Unterschiede zwischen Siegeln, Marken und Anbauverbänden kaum verstehen; zukünftige Werbung muss emotionaler gestaltet sein, um auch Gelegenheits- und Nicht-Käufer zu erreichen.
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