Masterarbeit, 2015
114 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2. Historischer Entwicklung des Deutschlandbildes in China
2.1 Die Anfänge des Deutschlandbildes
2.2 Das Deutschlandbild nach dem Ersten Weltkrieg
2.3 Das Deutschlandbild nach dem Zweiten Weltkrieg
2.4 Das Deutschlandbild im 21. Jahrhundert
2.5 Zusammenfassung
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Vorurteil
3.1.1 Definition
3.1.2 Freund- und Feindbilder
3.2 Stereotyp
3.2.1 Definition
3.2.2 Nationale Stereotypen
3.3 Bilder
3.3.1 Definition
3.3.2 Nationebild
3.4 Zusammenfassung
4. Analyse
4.1 Untersuchungsobjekte
4.1.1 Renmin Ribao
4.1.2 Sina Weibo
4.2 Untersuchungszeitraum
4.3 Untersuchungsmethode
4.4 Annahmen
5. Ergebnisse
5.1 Renmin Ribao
5.1.1 Qualitative Inhaltsanalyse
5.1.2 Quantitative Inhaltsanalyse
5.1.3 Darstellung Deutschlands
5.2 Sina Weibo
5.2.1 Qualitative Inhaltsanalyse
5.2.2 Quantitative Inhaltsanalyse
5.2.3 Darstellung Deutschlands
5.3 Zusammenfassung und Vergleich
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung des aktuellen Deutschlandbildes in der Volksrepublik China. Dabei wird analysiert, wie Deutschland in der staatlich kontrollierten Tageszeitung Renmin Ribao sowie auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Sina Weibo wahrgenommen und bewertet wird, um so das reale Bild der Bundesrepublik im Reich der Mitte zu erfassen.
3.2.1 Definition
Der Ursprung des Terminus Stereotyp stammt aus der Drucktechnik und wurde erstmals gegen Ende des 18. Jahrhunderts von dem französischen Drucker Ambroise Firmin Didot verwendet (Vgl. Schönwald 2012:77). Der Begriff Stereotyp ist eine Verschmelzung der griechischen Wörtern stereos (starr, hart, fest) und typos (Form, Gestalt, Modell) (Vgl. ebenda). Der amerikanische Publizist Walter Lippmann entlehnt erstmals das Lexem Stereotyp im Jahr 1922 der Drucktechnik, in dem der Stereotyp das Verfahren von fest miteinander verbundenen Druckplatten bezeichnet (Vgl. von Bassewitz 1990:17). Lippmann führt das Lexem in den sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskurs ein und fasst es als „verzerrte Bilder in den Köpfen“ zusammen (Lippmann 1964:61 ff.). In seiner Monographie „The Public Opinion“ definiert Lippmann zudem den Stereotypen als „[...] eine Form der Wahrnehmung, prägt den Mitteilungen unserer Sinne einen bestimmten Charakter auf, bevor diese Mitteilungen unsere Vernunft erreichen.“ (Lippmann nach Schaff 1980:41). Zudem differenziert Lippmann zwischen der Außenwelt („world outside“) sowie den Bildern in unseren Köpfen („pictures in our head“). Da die Außenwelt nach Lippmann zu komplex ist, um Reize aufzunehmen, werden Bilder benötigt, mit der man sie vereinfacht wahrnehmen kann (Lippmann 1964:61 ff.).
Die Fachliteratur ist sich allerdings bis dato noch nicht vollkommen über die Definition von Stereotypen einig. Jedoch existieren zahlreiche verschiedene Begriffserklärungen: Susanne von Bassewitz sieht den Stereotypen als ein „[...] emotional besetztes, entweder ganz oder teilweise tatsachenwidriges und auf soziale Objekte gerichtetes Werturteil oder ein Konglomerat aus Werturteilen, das ein Individuum im Prozeß [sic] der Sozialisation und Umwelterfahrung erwirbt, und das Veränderungen gegenüber weitgehend resistent ist. Es hat in jedem Fall ein sprachliches Korrelat, das ein Begriff sein kann, ohne daß [sic] es mit dem Begriff identisch wäre.“ (von Bassewitz 1990:21). Daher erleichtert das Denken in Stereotypen „[...] den Umgang mit der enormen Komplexität der auf einen Menschen einströmenden Eindrücke.“ (Stierstorfer 2003:11)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Deutschlandbildes in China ein und definiert das Ziel sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Historischer Entwicklung des Deutschlandbildes in China: Der Abschnitt beleuchtet die geschichtliche Genese des Deutschlandbildes in China von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Vorurteil, Stereotyp und Nationebild definiert und theoretisch eingeordnet.
4. Analyse: Dieses Kapitel erläutert das Untersuchungsdesign, die Auswahl der Medien (Renmin Ribao und Sina Weibo) sowie die angewandten Methoden.
5. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die qualitativen und quantitativen Ergebnisse der Inhaltsanalyse beider Medienobjekte.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und resümiert das positive Deutschlandbild in der Volksrepublik China.
Deutschlandbild, China, Renmin Ribao, Sina Weibo, Nationenbild, Stereotypen, Vorurteil, Medienanalyse, Inhaltsanalyse, Volksrepublik China, Außenpolitik, Wirtschaft, Kultur, Preußische Tugenden, Made in Germany.
Die Arbeit untersucht das gegenwärtige Image Deutschlands in der chinesischen Öffentlichkeit, speziell in den staatlich gelenkten Medien und in sozialen Netzwerken.
Die Analyse fokussiert sich auf die drei Kategorien Politik, Wirtschaft sowie Kultur und Gesellschaft, wie sie in den untersuchten chinesischen Quellen dargestellt werden.
Das Ziel ist es, mittels Inhaltsanalyse herauszufiltern, wie Deutschland in der VR China wahrgenommen wird und ob dabei bestimmte Stereotypen oder Bilder dominieren.
Es wird eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse auf die ausgewählten Medienquellen Renmin Ribao und Sina Weibo angewandt.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Auswertung der Daten aus den Printmedien und den Mikroblogs, inklusive der grafischen Darstellung von Themenschwerpunkten.
Wichtige Begriffe sind Deutschlandbild, China, Medienanalyse, Nationenbild, Stereotypen, Wirtschaft und Kultur.
Die Arbeit zeigt, dass Renmin Ribao als Parteiorgan zwar unter Zensur steht, aber ein grundsätzlich positives Bild Deutschlands vermittelt, insbesondere im Kontext von bilateralen diplomatischen Beziehungen.
Im Gegensatz zu den Printmedien erlauben soziale Medien wie Sina Weibo spontanere Reaktionen, wobei sich auch hier, trotz verschiedener Intentionen, eine überwiegend positive Grundhaltung gegenüber Deutschland und deutschen Produkten zeigt.
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