Bachelorarbeit, 2015
106 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Definition und Einordnung grundlegender Begrifflichkeiten
2.1 Handelsbegriff und Lebensmitteleinzelhandel
2.2 Electronic-Commerce und Online-Shop
2.3 Multi-Channel-Retailing
3. Status Quo im deutschen Lebensmittelmarkt
4. Online-Food-Retailing als innovatives Segment im Lebensmittel-einzelhandel
4.1 Europäische Online-Food-Märkte im Vergleich
4.1.1 Deutschland
4.1.2 Großbritannien
4.1.3 Frankreich
4.2 Kategorisierung der Online-Food-Retailer
4.3 Chance und Herausforderungen des Lebensmittel-Onlinehandels
5. Empirischer Leistungsvergleich zwischen ausgewählten Online-Food-Anbietern
5.1 Auswahl und Ziel der Untersuchungsmethode
5.2 Definition der Bewertungskriterien
5.2.1 Produktbezogene Kriterien
5.2.2 Lieferservicebezogene Kriterien
5.2.3 Kriterien zur Beurteilung des Internetsauftritts
5.3 Aufbau des Scoring-Modells
5.4 Definition des Testwarenkorbs
5.5 Rahmenbedingungen und Durchführung der Testkäufe
5.6 Güte und Analyse der Erhebungsdaten
5.6.1 Edeka24
5.6.2 Rewe Lieferservice
5.6.3 Real Drive Lieferservice
5.6.4 Bringmeister
5.7 Benennung der Best Practice
5.8 Ableitung von Optimierungspotenzialen und Handlungsempfehlungen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Stärken und Schwächen der Online-Lieferservices der vier großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler (Edeka, Rewe, Real, Kaiser's Tengelmann). Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Untersuchung Optimierungspotenziale zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltig verbesserte Leistungserstellung und Kundenorientierung im Online-Food-Segment abzuleiten.
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
Es ist keine neue Erkenntnis, dass unsere Gesellschaft einem stetigen Wandel unterliegt, welcher sich auch in den Wünschen und Ansprüchen von Kunden hinsichtlich der Anbieter von Produkten und Dienstleistungen niederschlägt. Aus diesem Grund müssen Unternehmen seit jeher – unabhängig von ihrer Größe – Markt- und Kundennähe beweisen, um sich mit einer adäquaten Verkaufspolitik erfolgreich etablieren beziehungsweise (bzw.) behaupten zu können.
Informations- und Kommunikationstechnologien sind von zunehmender Bedeutung; gerade auch im Rahmen der Distribution von Waren. Aktueller denn je ist daher das Thema digitale Transformation respektive Revolution, welche mittlerweile auch den Bereich des LEH erreicht hat. Es wird prognostiziert, dass sich der Prozess des Lebensmittelkaufs grundlegend verändern wird: Anbieter müssen ihren Kunden künftig dort begegnen, wo diese sich aufhalten. Dabei stellt das Internet einen wesentlichen Kontaktpunkt dar. In Deutschland sind etwa 80 Prozent der Einwohner als Internetnutzer zu kategorisieren. Eine Bevölkerungszahl von 80,3 Millionen (Mio.) zu Grunde gelegt, sind das 64,2 Mio. Menschen. Dabei ist der Kauf im Internet das stärkste Motiv zur Webnutzung; 56,2 Mio. Deutsche gelten als Online-Shopper.
War es Ende des letzten Jahrhunderts beinahe undenkbar, den habituell getätigten Versorgungseinkauf nicht im örtlichen Supermarkt zu erledigen, belegt ein relativ junges Segment Gegenteiliges: das Online-Food-Retailing. Während in anderen europäischen Ländern [zum Beispiel (z.B.) Großbritannien] schon von einem bedeutungsvollen Vertriebsmodell gesprochen werden kann, ist es in Deutschland (noch) wenig prägend. Hierzulande erwirtschaftet der Nischenmarkt im Gesamtkontext des Online-Geschäfts weniger als ein Prozent, wohingegen der Non-Food-Einzelhandel im Internet ein kontinuierlich dynamisches Wachstum aufweist. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Marktkonzentration im stationären LEH ist fraglich, warum deutsche (dt.) Händler die Potenziale der Digitalisierung bislang nicht (richtig) für sich zu nutzen wissen. Dabei würde die Entwicklung hin zu einer vielfältigeren Lebensmittelbeschaffung durch E-Food doch dem Streben der Verbraucher nach Unabhängig- und Bequemlichkeit entsprechen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Online-Food-Retailings ein, verdeutlicht dessen Relevanz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Definition und Einordnung grundlegender Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen durch Definitionen des Handels, des E-Commerce und des Multi-Channel-Retailings geschaffen, um ein Verständnis für den Untersuchungsgegenstand zu ermöglichen.
3. Status Quo im deutschen Lebensmittelmarkt: Hier wird die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des deutschen Lebensmitteleinzelhandels analysiert und der Stellenwert von Lebensmitteln innerhalb der Konsumausgaben der Privathaushalte beleuchtet.
4. Online-Food-Retailing als innovatives Segment im Lebensmittel-einzelhandel: Dieses Kapitel vergleicht europäische E-Food-Märkte, kategorisiert die Marktteilnehmer und identifiziert die Chancen und Herausforderungen des Lebensmittel-Onlinehandels.
5. Empirischer Leistungsvergleich zwischen ausgewählten Online-Food-Anbietern: Das Hauptkapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der empirischen Primärforschung (Mystery Shopping, Scoring-Modell) und analysiert die Lieferservices von Edeka24, Rewe, Real und Kaiser's Tengelmann.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Bachelorarbeit zusammen und gibt einen kompakten Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Online-Food-Retailing.
Online-Food-Retailing, Lebensmitteleinzelhandel, E-Food, E-Commerce, Multi-Channel-Retailing, Lebensmittelhandel, Mystery Shopping, Scoring-Modell, Dienstleistungsqualität, Kundenorientierung, Edeka, Rewe, Real, Kaiser’s Tengelmann, Benchmarking
Die Arbeit widmet sich dem Online-Food-Retailing im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und untersucht, wie Händler ihr Online-Angebot erfolgreich etablieren und optimieren können.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen, den Status quo des deutschen Lebensmittelmarktes, einen Vergleich europäischer Online-Food-Märkte sowie die empirische Untersuchung von Lieferservices führender deutscher Anbieter.
Das Ziel ist die Identifizierung von Stärken und Schwächen der betrachteten Online-Lieferservices, um daraus Optimierungspotenziale und Handlungsempfehlungen für die Branche abzuleiten.
Der Autor nutzt das Marktforschungsinstrument des Mystery Shopping, ergänzt durch ein spezielles Scoring-Modell, um die Dienstleistungsqualität objektiv und vergleichbar zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Definition von Bewertungskriterien, den Aufbau des Scoring-Modells, die Durchführung von Testkäufen und die detaillierte Analyse der Anbieter Edeka24, Rewe Lieferservice, Real Drive und Bringmeister.
Die zentralen Begriffe umfassen Online-Food-Retailing, E-Food, Multi-Channel-Retailing, Dienstleistungsqualität und Kundenorientierung im Kontext des deutschen Lebensmitteleinzelhandels.
Die Einhaltung der Kühlkette ist eines der kritischsten Qualitätskriterien für Konsumenten. Die Untersuchung zeigt, dass hier deutliche Unterschiede in der Zuverlässigkeit zwischen den Anbietern bestehen und diese ein wesentliches Verbesserungspotenzial darstellt.
Rewe erzielte in der Bewertung die höchste Punktzahl, insbesondere durch ein überzeugendes Sortiment, eine professionelle Website-Gestaltung und die Einhaltung der Kühlkette bei den Testkäufen, auch wenn weiterhin Entwicklungspotenzial besteht.
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