Masterarbeit, 2015
96 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
3. Hemingways Beziehung zu Spanien
4. Bull Fighting a Tragedy
5. The Turning Point
6. Hemingways Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg
7. Hemingways politische Einstellung
8. Hemingways Kurzgeschichten aus dem Bürgerkrieg
8.1. The Denunciation
8.2. The Butterfly and the Tank
8.3. Night Before Battle
8.4. Hemingways Protagonist aus NBB als Allusion Don Quijotes
8.5. Under the Ridge
9. For Whom the Bell Tolls
10. The Spanish Earth
11. Analyse spanischer Namen bei Hemingway
12. Die spanische Sprache bei Hemingway
13. Zwei amerikanische Protagonisten: Der Tourist und der Ortsansässige
14. Hemingways spanische Motive in den analysierten Werken
14.1. Die Niederlage
14.2. Der Umgang mit dem Tod
14.3. Matador und Gekreuzigter
14.4. Matador und Liebe – Töten und Sex
14.5. Pundonor und cojones:
14.6. Blasphemie und Obszönitäten:
14.7. Religion und heidnische Kulte:
15. Arturo Barea – Not Spain but Hemingway
16. Fazit
Die Arbeit untersucht die tiefgreifende Wirkung des Spanischen Bürgerkriegs auf das Leben und literarische Schaffen von Ernest Hemingway. Sie analysiert, wie der Autor durch die direkte Konfrontation mit der spanischen Kultur, ihren sozialen Normen und dem Krieg, einen wesentlichen mentalen Sinneswandel vollzog, der sich in seiner Literatur von einer desillusionierten Haltung hin zu einer solidarischen Verantwortung widerspiegelt.
4. Bull Fighting a Tragedy
España es el único país donde la muerte es el espectáculo nacional, donde la muerte toca largos clarines a la llegada de las primaveras.49
Im Oktober 1923 schrieb Hemingway für den TSW seinen ersten Artikel über Stierkämpfe in Spanien mit dem Titel Bull Fighting a Tragedy. Es ist sein erstes journalistisches Werk über ein spanisches Thema, in dem er verdeutlichen möchte, dass Stierkampf kein Spiel, sondern ein kulturelles Ritual sei. In euphorischem Ton beschreibt er die Spannungskurve von der Anreise aus Paris, über den Aufbau des Amphitheaters bis hin zum Ablauf der eigentlichen corrida de toros. Er lobt den athletischen Körperbau der Kämpfer, das prähistorische Aussehen des tödlichen Bullen und gibt dem unkundigen Leser Erklärungen bezüglich der Aussprache einiger wichtiger Begriffe: „ ‚Olé!' – pronounced Oh Lay! – roared the crowd“.50 Neben historischen Nachweisen („Up in Pamplona, where they have held six days of bull fighting each year since 1126 A.D. […which is] a survival of the days of the Roman Coliseum”) und den durchschnittlichen Gehältern der toreros und espadas (500-5000 Pesetas pro Nachmittag) vertritt der frischgebackene aficionado seine berühmte These, dass Stierkampf kein Sport, sondern eine Tragödie sei. In drei Akten würde hier der Kampf zwischen Mensch und Tier symbolisiert. Die Spanier hätten somit einen Mikrokosmos geschaffen, in dem der Mensch gegen den Tod rebelliere. Seine immer intensiver werdende Beschäftigung mit den Stierkämpfen entwickelte sich schnell zu einer Leidenschaft, die seine literarische Zukunft stark prägen sollte. Die positive Darstellung eines Rituals des Tötens bedeutete für die modernen westlichen Zivilisationen (außer Spanien) einen Wertebruch.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Hemingways enge Verbindung zu Spanien und den Einfluss des Spanischen Bürgerkriegs auf sein humanistisch geprägtes Werk.
3. Hemingways Beziehung zu Spanien: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung von Hemingways Begeisterung für Spanien nach, beginnend mit seiner ersten Reise 1921.
4. Bull Fighting a Tragedy: Das Kapitel thematisiert Hemingways Erstkontakt mit dem Stierkampf und seine Deutung dieses Ereignisses als kulturelles Ritual anstelle eines Sports.
5. The Turning Point: Hier wird der Bürgerkrieg als Wendepunkt in Hemingways literarischer Entwicklung hin zu einer solidarischen Haltung beschrieben.
6. Hemingways Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg: Analyse von Hemingways Arbeit als Kriegsberichterstatter für die NANA und seine Motivation, den Faschismus zu bekämpfen.
7. Hemingways politische Einstellung: Dieses Kapitel erörtert die Entwicklung seiner politischen Sichtweisen, von anfänglicher Neutralität zu offenem Engagement für die Republik.
8. Hemingways Kurzgeschichten aus dem Bürgerkrieg: Untersuchung der im Sammelwerk enthaltenen Kurzgeschichten und deren thematische sowie stilistische Verbindung zum Krieg.
9. For Whom the Bell Tolls: Analyse seines Hauptwerks, in dem er die Erfahrungen und ethischen Konflikte seiner Zeit in Spanien im Romanformat verarbeitete.
10. The Spanish Earth: Betrachtung des Dokumentarfilms als Medium für Hemingways Anliegen, das Leiden und die kulturelle Identität des spanischen Volkes zu zeigen.
11. Analyse spanischer Namen bei Hemingway: Dieses Kapitel erläutert die symbolische Bedeutung der Namensgebung seiner Romanfiguren in Bezug auf ihre kulturelle Rolle.
12. Die spanische Sprache bei Hemingway: Analyse der sprachlichen Kunstgriffe, mit denen Hemingway spanisches Flair in seine englischsprachigen Texte integrierte.
13. Zwei amerikanische Protagonisten: Der Tourist und der Ortsansässige: Untersuchung der Differenzierung Hemingways zwischen den Touristen und den in Spanien assimilierten Ausländern.
14. Hemingways spanische Motive in den analysierten Werken: Synthese der in seinen Werken immer wiederkehrenden thematischen Motive rund um den spanischen Kulturraum.
15. Arturo Barea – Not Spain but Hemingway: Kritische Auseinandersetzung mit Bareas Vorwurf, Hemingway habe Spanien nur verzerrt durch eine US-amerikanische Brille dargestellt.
16. Fazit: Abschließende Betrachtung, die Hemingways literarisches Engagement und seine anhaltende Bedeutung für das Verständnis der spanischen Geschichte zusammenfasst.
Ernest Hemingway, Spanischer Bürgerkrieg, For Whom the Bell Tolls, Spanien, Kulturstandard, Stierkampf, Matador, Lost Generation, Pundonor, Cojones, Solidarität, Faschismus, Identität, Literaturanalyse, interkultureller Austausch.
Die Arbeit untersucht, wie Ernest Hemingways Leben und Werk durch seine Erlebnisse im Spanischen Bürgerkrieg geprägt wurden und inwiefern er spanische Kultur und Werte adaptierte.
Zu den Schwerpunkten zählen die literarische Verarbeitung des Krieges, Hemingways Verständnis von kulturellen Identitäten, der Einfluss des Stierkampfes auf sein Menschenbild sowie seine politische Entwicklung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Hemingway durch die Interaktion mit dem spanischen Kulturstandard vom distanzierten Beobachter zum engagierten Verteidiger der republikanischen Sache wandelte.
Die Arbeit nutzt einen kulturwissenschaftlichen Ansatz, insbesondere das Konzept des „Kulturstandards“, um Hemingways interkulturelle Erfahrungen und die Darstellung der spanischen Lebenswelt zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert chronologisch und motivbezogen Hemingways Romane, Kurzgeschichten, Kriegsdepeschen und seine Beteiligung an Dokumentarfilmen im Kontext seiner spanischen Sozialisation.
Schlüsselbegriffe sind neben dem Autor selbst: Spanischer Bürgerkrieg, kulturelle Identität, interkulturelle Kompetenz, Pundonor und literarische Motive.
Der „Turning Point“ beschreibt den Bruch in Hemingways literarischer Entwicklung; vom pessimistischen Individualismus hin zur Identifikation mit einer kollektiven Causa und menschlicher Solidarität.
Die Arbeit beleuchtet die Debatte um Hemingways Authentizität, insbesondere durch die kritische Perspektive von Arturo Barea, und ordnet Hemingways pauschalisierende Darstellung als bewusste literarische Konstruktion ein.
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